Fragen und Antworten

Die Corona-Pandemie stellt alle gesellschaftlichen Bereiche vor enorme Herausforderungen – auch die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Kultur. Zu den Auswirkungen gibt es nach wie vor viele Fragen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat an dieser Stelle die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

Themenbereiche

Der Fragen- und Antwortkatalog umfasst die Themenbereiche Schule und Hochschule.

Fragen und Antworten zum aktuellen Schulbetrieb

Was ist die risikogewichtige Einstufung?

Die risikogewichtete Einstufung ist das Ergebnis der Einstufung des COVID-19-Infektionsgeschehens des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern und beinhaltet als Hauptkriterium die 7-Tage-Inzidenz der Hospitalisierten des Landkreises oder kreisfreien Stadt sowie die Nebenkriterien der 7-Tage-Inzidenz der COVID-Fälle des Landkreises oder der kreisfreien Stadt und der ITS-Auslastung (Auslastung der Intensivstationen) des Klinik-Clusters, dem der Landkreis oder der kreisfreien Stadt angehört.

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Welche Regelungen gelten für schulische Veranstaltungen?

Als schulische Veranstaltungen gelten Veranstaltungen, die durch die Schulleitung als solche genehmigt worden sind, wie insbesondere Abschlussfeiern, Zeugnisübergaben oder Schulentlassungen. Sie werden durch die Schulleitung oder eine von dieser autorisierten Person, die der Schule angehört, innerhalb oder außerhalb des Schulgeländes organisiert und durchführt. Es gilt eine Anzeigepflicht bei der zuständigen Gesundheitsbehörde.

Schulische Veranstaltungen wie insbesondere Abschlussfeiern, Zeugnisübergaben oder Schulentlassungen sind mit 600 Personen im Außen- und 200 Personen im Innenbereich erlaubt.

Für Abschlussfeiern oder Schulentlassungen im Außenbereich, die als schulische Veranstaltungen durchgeführt werden, gilt eine Anzeigepflicht bei der zuständigen Gesundheitsbehörde und die Berücksichtigung der folgenden Auflagen:

  • bis zu 600 Personen im Freien,
  • die Sitzplatzpflicht und Abstand der Sitzplätze (z. B. Schachbrettschema),
  • die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern (Ausnahmen vom Mindestabstand gelten für Angehörige eines Hausstandes und für Begleitpersonen Pflegebedürftiger).

Es besteht keine Testpflicht sowie keine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung am Sitzplatz.

Für Abschlussfeiern oder Schulentlassungen im Innenbereich, die als schulische Veranstaltung durchgeführt werden, gilt eine Anzeigepflicht bei der zuständigen Gesundheitsbehörde und die Berücksichtigung der folgenden Auflagen:

  • bis zu 200 Personen in Gebäuden,
  •  die Sitzplatzpflicht und Abstand der Sitzplätze (z. B. Schachbrettschema),
  • die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern (Ausnahmen vom Mindestabstand gelten für Angehörige eines Hausstandes und für Begleitpersonen Pflegebedürftiger),
  • die Einhaltung der Testpflicht sowie
  • die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung.

Neben den Veranstaltungsregelungen der jeweils geltenden Corona-Landesverordnung sind die Hygienebestimmungen – die sogenannten AHA+L-Regeln – sowie der Hygieneplan des Veranstaltungsortes und die bestehenden schulischen Testpflichten von den Schülerinnen und Schülern sowie den anwesenden Angehörigen weiterhin gewissenhaft einzuhalten.

Die Regelungen der Corona-LVO M-V in der jeweilig geltenden Fassung sind zu beachten. Das Tanzen, der Verzehr von Speisen und Getränken sowie der Ausschank von Alkohol sind nicht gestattet.

Alle anderen Veranstaltungen, die nicht durch die Schulleitung oder eine von dieser autorisierten Person, die der Schule angehört, organisiert werden, sind als private Veranstaltungen einzustufen und unterliegen den Regelungen der Corona- LVO M-V in der jeweilig geltenden Fassung, insbesondere einem Genehmigungsvorbehalt der jeweiligen Gesundheitsbehörde.

Welche Regelungen für den Schulbetrieb gelten im Schuljahr 2021/2022?

Grundsätzlich gilt in allen Jahrgangsstufen für alle Schulbereiche Präsenzpflicht. Der Hygieneplan regelt hierfür die Einzelheiten.

Bei steigendem Infektionsgeschehen kann das Gesundheitsamt zusammen mit dem Bildungsministerium aber auch Wechselunterricht oder sogar Distanzunterricht entweder für bestimmte Klassen, Kurse, Jahrgangsstufen oder einzelne Schulen anordnen.

Wie wird die Testpflicht an den Schulen umgesetzt?

Die Teilnahme am Präsenzunterricht und an den schulischen Angeboten in der Schule an allgemein bildenden und beruflichen Schulen nur zulässig ist, wenn sich jede Schülerin und jeder Schüler zweimal in der Woche mittels eines anerkannten Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 testet. Ein negatives Testergebnis hinsichtlich einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus ist Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht beziehungsweise an Präsenzangeboten der Schule. Die Selbsttests werden den Schülerinnen und Schülern weiterhin kostenlos zur Verfügung gestellt.

  1. Verpflichtet werden
  • a) Schülerinnen und Schüler, die am Präsenzunterricht/Wechselunterricht oder anderen Präsenzangeboten teilnehmen;
  • b) Schülerinnen und Schüler, die an der organisierten Notbetreuung teilnehmen;
  • c) Erziehungsberechtigte, die das Schulgebäude betreten wollen.
  • d) die in den Schulen Tätigen, also insbesondere das Personal im Landesdienst (Lehrkräfte, sonstiges pädagogisches Personal und Referendarinnen und Referendare), alle sonstigen in den Schulen tätigen Personen.
  1. Die Testung ist Schülerinnen und Schüler verpflichtend
  • a) an zwei bestimmten, nicht aufeinanderfolgenden Tagen einer Schulwoche, wenn sie in Präsenz am Unterrichtsbetrieb oder der organisierten Notfallbetreuung teilnehmen,
  • b) sofern die Schülerin oder der Schüler nur an einem Tag in der Woche in der Schule anwesend ist.
  1. Die Verpflichtung kann erfüllt werden durch
  • die Testung mittels eines anerkannten Selbsttests in der Schule unter Begleitung der Lehrkräfte (Voraussetzung: Einverständniserklärung zur Durchführung eines Antigen-Schnelltests in der Schule), wobei diese Möglichkeit nur besteht, soweit aus Mitteln des Landes beschaffte Selbsttests eingesetzt werden.,
  • die Testung in einem anerkannten Testzentrum und Vorlage der Bescheinigung in der Schule zu Unterrichtsbeginn,
  • die Testung in einer anerkannten Teststelle und Vorlage der Bescheinigung in der Schule zu Unterrichtsbeginn oder
  • die Testung in der Häuslichkeit und Vorlage der Bestätigung der Erziehungsberechtigten oder volljährigen Schülerinnen und Schüler über ein negatives Testergebnis durch eine entsprechende Selbsterklärung.

4. Die Verpflichtung zur Testung gilt nicht

für vollständig geimpfte Personen, deren letzte erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage zurückliegt, und genesene Personen, deren vorherige Coronainfektion mindestens 28 Tage und maximal 6 Monate zurückliegt. Gleiches gilt auch für genesene Personen, die bereits eine Impfdosis verabreicht bekommen haben. Der Schulleitung ist ein Nachweis vorzulegen.

Die Selbsttests sind sog. Laientests und erfolgen durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich. Anleitungen zu den Tests finden Sie hier: Anleitungen zu den Tests

Müssen sich geimpfte oder getestete Personen auch regelmäßig testen?

Nein, vollständig geimpfte oder genesene Personen sind nicht verpflichtet, sich testen zu lassen. Sie müssen diesen Status als vollständig geimpfte Personen oder Genesene jedoch der Schule gegenüber glaubhaft machen.

Was passiert, wenn ein Selbsttest positiv ist?

Ein positiver Selbsttest zeigt zunächst nur einen Verdacht auf eine mögliche Infektion.

In diesem Fall wird dann wie folgt gehandelt:

  1. Die Schülerin oder der Schüler wird umgehend von der übrigen Lerngruppe isoliert.
  2. Die Erziehungsberechtigten der minderjährigen Schülerin bzw. des minderjährigen Schülers werden informiert.
  3. Es wird sichergestellt, dass die minderjährige Schülerin oder der minderjährige Schüler von den Erziehungsberechtigten (oder einer/einem Beauftragten) von der Schule abgeholt wird.
  4. Das zuständige Staatliche Schulamt wird informiert.
  5. Die übrige Lerngruppe kann in der Schule im Unterricht verbleiben.
  6. Bei dem positiv selbstgetesteten Schüler bzw. Schülerin lassen die Erziehungsberechtigten unverzüglich einen PCR-Test beim Hausarzt durchführen. Erst damit kann abschließend festgestellt werden, ob tatsächlich eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt.
  7. Die Schülerin oder der Schüler bleibt in häuslicher Quarantäne, bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt.
  8. Fällt dieser PCR-Test negativ aus, kann das Kind wieder die Schule besuchen.
  9. Fällt dieser PCR-Test positiv aus, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt vor Ort über das Kontaktmanagement und das weitere Vorgehen in der Schule.

Muss in der Schule eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden?

Eine Mund-Nase-Bedeckung in der Schule muss grundsätzlich getragen werden:

  • nach einer unterrichtsfreien Zeit von mehr als 7 Tagen für einen Zeitraum von zwei Schulwochen,
  • in Landkreisen und kreisfreien Städten, die nach der risikogewichteten Einstufung an drei aufeinander folgenden Tagen Stufe 2 (gelb) oder einer höheren Stufe zugeordnet sind,
  • bei schulischen Veranstaltungen gemäß Teil 7 Schulgesetz (öffentliche Schulen) bzw. schulische Veranstaltungen, die der Umsetzung der Pflicht aus § 117 Satz 2 SchulG M-V der Schulen in freier Trägerschaft dienen,
  • bei sonstigen schulischen Veranstaltungen, die durch die Schule organisiert werden,
  • bei Zeugnisausgaben und Schulentlassungen.

Eine Mund-Nase-Bedeckung muss in der Schule grundsätzlich nicht getragen werden:

  • in Landkreisen und kreisfreien Städten, die nach der risikogewichteten Einstufung des LAGuS an fünf aufeinander folgenden Tagen Stufe 1 (grün) zugeordnet sind (Ausnahmen finden sich in § 6 Schul-Corona-Verordnung z.B. für schulische Veranstaltungen, Zeugnisausgaben, Schulentlassungen)

Außerdem gelten Ausnahmen von der Maskenpflicht für:

  1. Personen, die aufgrund einer medizinischen oder psychischen Beeinträchtigung oder wegen einer Behinderung keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Die Einschränkung des Tragens einer Mund-Nase-Bedeckung aufgrund einer medizinischen oder psychischen Beeinträchtigung oder Behinderung ist glaubhaft zu machen. Im Zweifel kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt werden;
  2. Personen bei der unmittelbaren Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme;
  3. Schülerinnen und Schüler, die sich in einer definierten Gruppe im Freien bewegen, sowie schulzugehörige Personen, die sich im Freien aufhalten und den Mindestabstand von 1,5 Meter einhalten;
  4. Personen, die sich allein in einem Raum befinden;
  5. Kinder, die im Rahmen der teilstationären Frühförderung betreut werden;
  6. pädagogisches Personal, das im Förderschwerpunkt Sprache oder Hören tätig ist und pädagogisch notwendige Übungen durchführt, bei denen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung der Erfüllung des pädagogischen Zwecks entgegensteht;
  7. Integrationshelferinnen und Integrationshelfer, die Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sprache oder Hören begleiten;
  8. das Abnehmen der Mund-Nase-Bedeckung oder Atemschutzmaske ist unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Meter zulässig, solange es zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderungen, die auf das Lippenlesen angewiesen sind, erforderlich ist;
  9. Schülerinnen und Schüler während des Musikunterrichts, des Unterrichts zum Darstellenden Spiel, des Sportunterrichts oder des Schwimmunterrichts gemäß den Regelungen des Hygieneplans für SARS-CoV-2 in der jeweils gültigen Fassung;
  10. Personen, bei denen Testungen auf das Coronavirus SARS-CoV-2 unmittelbar durchgeführt werden.

Wie erhalten Schülerinnen und Schüler, die zuhause bleiben, den Unterrichtsstoff?

Für den Distanzunterricht steht den Schulen landesweit das Lernmanagementsystem „itslearning“ zur Verfügung. Es bietet Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, interaktiv miteinander zu kommunizieren.

Außerdem hat das Land gemeinsam mit den Schulträgern ein Endgeräte-Leihprogramm aufgelegt, mit dem Schulen ihre Schülerinnen und Schüler, die zuhause keinen Zugang zu einem Gerät für das digitale Lernen haben, unterstützen können. Dafür stehen in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt rund 11 Millionen Euro zur Verfügung.

Wie erhalte ich Zugangsdaten zu itslearning?

Informationen rund um den Prozess der Bereitstellung finden Sie hier: https://cloud.schule-mv.de/FAQs

Wohin wende ich mich, wenn ich Probleme bei der Nutzung von itslearning habe?

Informationen zum Support finden Sie hier: https://cloud.schule-mv.de/Support.html

Welche Unterstützung erhalten Lehrkräfte, wenn sie mit dem digitalen Lernmanagementsystem „itslearning“ arbeiten wollen?

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur bietet Lehrerinnen und Lehrern regelmäßig Online-Fortbildungen an. Diese berücksichtigen den unterschiedlichen Wissenstand und unterteilen sich in Einsteigerkurse, Aufbaukurse und Angebote für Fortgeschrittene. Für die Zielgruppe der Administratoren finden ebenfalls regelmäßig Veranstaltungen statt. Termine und Zugangsdaten für diese Fortbildungen sind im „Infokurs“ in „itslearning“ abgelegt. Zusätzlich finden Lehrerinnen und Lehrer innerhalb des Lernmanagementsystems „itslearning“ Materialien zum Selbststudium.

Wie werden Lehrkräfte für das digitale Lernen fortgebildet?

Das Medienpädagogische Zentrum (MPZ) und das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur haben ein Fortbildungskonzept zur Umsetzung des DigitalPaktes in Mecklenburg-Vorpommern erarbeitet. Alle Schulen erarbeiten bis zum Jahr 2024 ein schulindividuelles Medienbildungskonzept, um die KMK-Strategie zur Bildung in der digitalen Welt umzusetzen. Dabei sie von den Medienpädagogischen Multiplikatoren des MPZ durch Fortbildungen unterstützt.

Die Fortbildungen richten sich an dem Bedarf der jeweiligen Schule aus. Außerdem veranstalten MPZ und IQ M-V in jedem Jahr einen Medienbildungstag. Die erste Veranstaltung hat 2019 stattgefunden. Beim Medienbildungstag erhalten Lehrkräften praxisnahe Anregungen für den Unterricht. Die Fortbildungsangebote des IQ M-V, insbesondere die Winter- und Sommerakademien, widmen sich verstärkt der fachintegrativen Fortbildung im Zeichen der Digitalisierung.

Das MPZ bietet weiterhin die Multiplikatorenfortbildung zum Kinder- und Jugendmedienschutz an, mit dem Ziel, in jeder Schule mindestens eine/n ausgebildete/n Multiplikatorin/en zu haben. Seit Juni 2020 wird zudem ein wöchentlich stattfindender Online-Kurs zu Webtools durch das MPZ in Kooperation mit Bildungspartnern durchgeführt.

Das MPZ und das Unterstützersystem des IQ M-V haben eine Handreichung zum onlinegestützten Lernen erstellt und einen Materialpool erarbeitet, um Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler ganz konkret beim onlinegestützten, digitalen Lernen zu unterstützen. Alle Angebote sind auf dem Bildungsserver MV abrufbar.

An wen wende ich mich als betroffene Lehrkraft, wenn ich Fragen zum Datenschutz habe?

Als betroffene Lehrkraft wenden Sie sich bei allgemeinen Datenschutzanfragen an Ihre Schulleitung. Bei speziellen Datenschutznachfragen zum Bereitstellungsprozess des Lernmanagementsystems von itslearning an Ihrer Schule, wenden Sie sich an den bekannten Support: https://cloud.schule-mv.de/Support.html

An wen wende ich mich als Betroffener (Schüler oder Schülerin, Elternteil), wenn ich Fragen zum Datenschutz habe?

Als Betroffener (Schüler oder Schülerin, Elternteil) wenden Sie sich bei Datenschutzanfragen an Ihre Schulleitung.

Dürfen Eltern bzw. Erziehungsberechtigte das Schulgebäude betreten?

Beim Betreten der Schulgebäude oder des Schulgeländes muss eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden. Zudem ist das Beibringen einer tagesaktuellen (nicht älter als 24 Stunden zurückliegenden) Bescheinigung über einen Antigen-Schnelltest oder einen anderen Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Testergebnis oder die Teilnahme an einem Selbsttest in der Schule erforderlich. Das Betreten der Unterrichtsräume durch Eltern oder Erziehungsberechtigte sollte während der Anwesenheit von Schülerinnen und Schülern vermieden werden.

Können Kinder, die zur Risikogruppe zählen oder die in einem Haushalt mit Menschen leben, die zu einer Risikogruppe zählen, weiterhin zu Hause unterrichtet werden?

Ja. Schülerinnen und Schüler der allgemein bildenden und beruflichen Schulen, die zu einer der Personen­gruppen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung gemäß Robert Koch-Institut gehören, können auf Antrag bei ihrem zuständigen Staatlichen Schulamt im Distanz­unterricht beschult werden. Die Zugehörigkeit zu einer so genannten Risiko­gruppe ist glaubhaft zu machen. Im Zweifel kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt werden.

Gleiches gilt, wenn im Haushalt Personen (Eltern, Geschwisterkinder u.a.) mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheits­verlauf leben. Bereits bestehende Anträge können durch die zuständige Schul­behörde fortgeschrieben werden.

Schülerinnen und Schüler, die zuhause unterrichtet werden, erhalten eine feste Ansprech­person, die die Koordinierung des Distanz­unterrichts übernimmt.

Können Lehrkräfte, die im Haushalt mit Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf leben, vom Präsenzunterricht befreit werden?

Für Lehrkräfte sieht der Hygieneplan für SARS-CoV-2 entsprechende vorbeugende Schutzmaßnahmen vor, wenn durch den betriebsärztlichen Dienst die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe bestimmt wurde. Gleiches gilt im Falle einer Schwangerschaft.

Darf eine öffentliche Schule eine (Schutz-)Gebühr für eine Mund-Nase-Bedeckung verlangen, die sie an eine Schülerin oder einen Schüler abgibt, die bzw. der die eigene Mund-Nase-Bedeckung vergessen hat?

Nein. Den Schulen sind zu diesem Zweck vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mund-Nase-Bedeckungen kostenlos zur Verfügung gestellt worden. Die Erhebung einer Gebühr für eine Mund-Nase-Bedeckung durch die Schule ist nicht zulässig.

Gehöre ich zu einer Risikogruppe und wer entscheidet das?

Bei bestimmten Personengruppen ist das Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf höher. Hierzu hat das Robert Koch-Institut (RKI) entsprechende Hinweise veröffentlicht. Für Kinder und Jugendliche geben zudem die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin (DGKJ) nähere Auskünfte. Nach den Empfehlungen des RKI kommt es immer auf das individuelle Risiko an, vor allem von Vorerkrankungen.

Der Schutz aller Beschäftigten sowie der Schülerinnen und Schüler genießt höchste Priorität.

Die Zugehörigkeit eines Beschäftigten zu einer sogenannten Risikogruppe und etwaige Schutzmaßnahmen müssen jeweils im individuellen Einzelfall auf Antrag durch den betriebsärztlichen Dienst bestimmt werden. Im Rahmen der Empfehlung des betriebsärztlichen Dienstes besteht für Lehrkräfte eine Dienstpflicht. Der entsprechende Einsatz wird durch die Schulleitung geregelt.

Schülerinnen und Schüler, die zu einer der Personengruppen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung (gemäß RKI) gehören, können auf Antrag bei der zuständigen Schulbehörde im Distanzunterricht beschult werden (§ 48 Absatz 2 SchulG MV). Die Zugehörigkeit zu einer so genannten Risikogruppe muss glaubhaft gemacht werden. Im Zweifel kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt werden. Gleiches gilt, wenn im Haushalt Personen (Erziehungsberechtigte, Geschwisterkinder etc.) mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf leben.

Was muss ich wissen, wenn mein Kind Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und/oder Fieber hat?

Wenn Kinder Krankheitssymptome aufweisen, wie z. B. Fieber, dürfen sie nicht in die Schule geschickt werden. Zur Beurteilung, ob dies der Fall ist, können sich Eltern und Erziehungsberechtigte an der „Handlungsempfehlung für Kindertageseinrichtungen und Schulen bei Kindern mit Akuter Respiratorischer Symptomatik (ARE)“ orientieren. Fragen Sie in der Schule nach dieser Handlungsempfehlung oder lesen Sie die Hinweise auf der Homepage Ihrer Schule.

Handlungsempfehlungen für Kindertageseinrichtungen und Schulen bei Kindern mit Akuter Respiratorischer Symptomatik (ARE) (PDF, 0,14 MB)

Informationsblatt des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern

Gibt es auch Schutzregeln für den Schulweg?

In den Schulbussen muss, genauso wie in allen anderen Bussen und Bahnen, eine medizinische Gesichtsmaske (z.B. OP-Maske) oder eine Atemschutzmaske z.B. FFP2-Maske, getragen werden. An Haltestellen ist, wenn kein ausreichender Abstand gehalten werden kann, das Tragen einer medizinischen Maske Pflicht. Auch auf dem Schulweg bei größeren Gruppen, wo der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann, sind die Schülerinnen und Schüler angehalten, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Weitergehende Regelungen für den öffentlichen Personennahverkehr oder Schülertransport bleiben unberührt.

Können Schülerbetriebspraktika durchgeführt werden?

Schülerbetriebspraktika im Rahmen der beruflichen Orientierung oder Langzeitpraktika im Rahmen der Flexiblen Schulausgangsphase können unter Einhaltung der festgelegten Maßnahmen der jeweiligen Betriebsstätte und in Abhängigkeit des Infektionsgeschehens durchgeführt werden.

Bei fortschreitendem Infektionsgeschehen erfolgen individuelle Absprachen mit dem jeweiligen Praktikumsunternehmen und den Erziehungsberechtigten.

Dürfen in den Schulen Desinfektionsmittelspender aufgestellt werden?

Wegen der Gefahren für Schülerinnen und Schüler dürfen in den Schulen keine Desinfektions­mittelspender aufgestellt werden.

Was ist das Aktionsprogramm „Stark machen und Anschluss sichern“?

Unter dem Motto „Stark machen und Anschluss sichern“ steht im Schuljahr 2021/2022 ein umfangreiches Maßnahmenpaket bereit, um Schülerinnen und Schülern Unterstützung und Begleitung zur Seite zu stellen, damit sie leichter den Weg in einen geregelten Schul- und Lernbetrieb finden und Zuversicht schöpfen. Bereits jetzt schon bestehende Angebote werden weitergeführt und ausgeweitet und neue unterstützende und begleitende Maßnahmen ergänzt, die direkt bei Kindern, Jugendlichen und Familien ankommen. Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler trotz der Pandemie zukünftig ihre Bildungsziele erreichen und ihre Persönlichkeit entwickeln können.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Müssen Schülerinnen und Schüler sich auch testen lassen, um bestimmte Einrichtungen zu besuchen, und welchen Nachweis müssen sie vorlegen?

Für Schülerinnen und Schüler gelten die in der Schule durchgeführten Corona-Selbsttests auch als Nachweis für andere Einrichtungen und Veranstaltungen, bei denen ein Test benötigt wird. Für sie ist somit kein zusätzlicher Test notwendig. Diese Regelung gilt nicht in der unterrichtsfreien Zeit (Ferien). Somit müssen sich während der Ferien Schülerinnen und Schüler ebenfalls testen, wenn ein negativer Coronatest als Nachweis gefordert wird.

Ausnahme:

In Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen müssen auch Schülerinnen und Schüler einen negativen Coronatest vorweisen (ab Stufe 2 der Coronawarnkarte einen negativen PCR-Test, der maximal 48 Stunden alt ist)
Beim Besuch von Krankenhäusern und stationären Einrichtungen müssen auch Schülerinnen und Schüler einen negativen Coronatest vorweisen.

Nachweis:

  • Schülerausweis oder Schulbescheinigung
  • Aktuelle Testbescheinigung (Bestätigung des negativen Testergebnisses bei einer Testung in der Häuslichkeit oder die Dokumentation über das Ergebnis einer Testung in der Schule)

Beachten Sie, dass Einrichtungen strengere Vorschriften haben können und auch beide oben genannten Nachweise fordern können.

Fragen und Antworten für den Bereich Hochschule und Forschung

Was muss ich bei Einreise aus dem Ausland beachten?

Die Einreise ist bundeseinheitlich geregelt. Bei Einreise aus einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet besteht grundsätzlich direkt nach Ankunft die Pflicht der Absonderung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Werden Prüfungen durchgeführt?

Die Abnahme bzw. Durchführung von Prüfungen erfolgt ab dem Wintersemester 2021/22 weitestgehend in Präsenz. Die entsprechenden Hygienekonzepte sind dabei zu beachten.

Für weitere Details informieren Sie sich bitte auf Internetseiten der Universitäten und Hochschulen:

Was passiert mit den BAFöG-Leistungen und welche gesetzlichen Änderungen gab es?

Im Zuge der krisenbedingten Gesetzgebung hat der Bund auch das BAföG in Teilen geändert.

  • BAföG-Empfängerinnen und -empfänger bekommen auch für den Zeitraum, in dem momentan kein Besuch der Schule bzw. Hochschule wegen Corona-bedingter Schließung möglich ist, eine Förderung.
  • Anträge von Studierenden, bei denen sich die eigenen Einkommensverhältnisse oder die der Eltern geändert haben, werden schnell bearbeitet. Es stehen Hilfsinstrumente für kurzfristigen Zahlungsbedarf zur Verfügung. Das beinhaltet Vorbehaltsbewilligungen bei Folge- oder Aktualisierungsanträgen und Abschlagszahlungen bei Neuanträgen.
  • Studierende, die jetzt im Gesundheitswesen, in sozialen Einrichtungen oder der Landwirtschaft tätig sind, wird der Verdienst nicht wie sonst üblich auf den gesamten Förderzeitraum, sondern nur auf die Zeit ihrer Beschäftigung angerechnet.

Bitte informieren Sie sich über aktuelle Anpassungen der Regelungen unter https://www.bafög.de/ oder  bei Ihrem zuständigen BAföG-Amt:

Gibt es weitere finanzielle Hilfen für Studierende?

Die Corona-Pandemie stellt viele Studierende vor finanzielle Herausforderungen, viele von ihnen haben mit finanziellen Engpässen zu kämpfen. Für Studierende, die die BAföG-Kriterien nicht erfüllen (z.B. Überschreiten Regelstudienzeit, Zweitstudium) – oder solche, die sich trotz Unterstützungsleistung in einer pandemiebezogenen Notlage befinden, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Überbrückungshilfe geschaffen. Diese beinhaltet zwei Elemente: den langbewährten Studienkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie Zuschüsse, die über die Studierendenwerke verteilt werden.

Diese Hilfen können auf folgender Seite online beantragt werden:

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Studieren-Qualifizieren/KfW-Studienkredit/index-4.html

https://www.überbrückungshilfe-studierende.de/

Weitere Infos erhalten Sie bei den Studierendenwerken.

 

Sind die Bibliotheken geöffnet?

Die Hochschulbibliotheken und -archive sind unter Beachtung der Hygienevorschriften des Robert Koch-Instituts mit Einschränkungen geöffnet.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Bibliothek Ihrer Hochschule:

Sind die Mensen und Caféterien der Studierendenwerke geöffnet?

Die Speisenversorgung durch die Studierendenwerke erfolgt an den jeweiligen Hochschulstandorten teilweise und unter Auflagen.

Die Studierendenwerke informieren auf ihren Seiten, an welchen Standorten und in welchem Umfang dies erfolgt:

Wie können Studierende helfen?

Für die Unterstützung der Krankversorgung werden weiterhin Blutspenden benötigt. Weitere regionale Informationen finden sie auf der Internetseite „Blutspendedienst Mecklenburg-Vorpommern“ vom Deutschen Roten Kreuz.

Die Bundesregierung ruft dazu auf, sich für die Unterstützung bei Schnelltests in stationären Pflegeeinrichtungen zu melden. Studierenden können die Einsatztätigkeit in Form einer geringfügigen Beschäftigung (450-Euro-Minijob oder kurzfristiger Minijob) ausüben. Weitere Infos: https://www.arbeitsagentur.de/corona-testhilfe

Was ist mit Beratungsangeboten der Studierendenwerke?

Die Studierendenwerke haben viele verschiedene Fragen zur Corona-Situation erhalten. Hier finden Sie die häufig gestellten Fragen:

Wo kann psychologische Unterstützung zur Selbsthilfe im Rahmen der Corona-Pandemie gefunden werden?

Die notwendigen drastischen Einschnitte zur Eindämmung von Covid-19 wirken auf jede und jeden von uns auf unterschiedliche Weise. Neue Situationen wie häusliche Isolation, Quarantäne, Kontaktverbote, eigene Beschulung der Kinder, Arbeiten in Telearbeit u. v. m. sind in dieser Dimension völlig neu, lösen unterschiedliche Aktionen und Reaktionen aus und wirken ganz individuell auf die Psyche ein.

Das Studierendenwerk Greifswald reagiert auf die Coronavirus-Pandemie mit digitalen Beratungsangeboten. Die Mitarbeiterinnen der Sozialberatung und der Diplom-Psychologe und psychologische Psychotherapeut Josef Löbke sind ab sofort auch per Videosprechstunde für die Studierenden zu erreichen. Die psychologische Beratung soll präventiv die ratsuchenden Studierenden beim Identifizieren individueller Ressourcen und Problemlösungskompetenzen unterstützen. Weitere Infos gibt’s hier: https://www.stw-greifswald.de/soziales-beratung/in-corona-zeiten/

Das Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Greifswald hat Videoclips bereitgestellt, die unterstützend bei Belastungen und psychischen Problemen eingesetzt werden können.

Die Videoclips finden Sie hier: https://psychologie.uni-greifswald.de/43051/lehrstuehle-ii/klinische-psychologie-und-psychotherapie/corona-pandemie/psychologische-unterstuetzung-im-umgang-mit-der-corona-pandemie/

Weitere psychologische Tipps und Hilfen für diese herausfordernden Zeit finden Sie auch auf den Internetseiten der Deutschen Gesellschaft für Psychologie: https://www.dgps.de/

Wenn Sie bemerken, dass Sie weitere psychotherapeutische Unterstützung benötigen, suchen Sie Hilfe bei niedergelassenen psychologischen oder ärztlichen Psychotherapeuten.