Leistungsermittlung und Leistungsbewertung

Zu Beginn des Schuljahres wurden u. a. die Leistungsbewertungsverordnung und die Abiturprüfungsverordnung (Zweite Verordnung zu Änderungen im Schulrecht infolge des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2) angepasst. Die geänderten Vorschriften sind auf dieser Grundlage so umzusetzen, dass sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte entlastet werden.

Folgende Regeln gelten für den Präsenzunterricht und die Halbjahresnotenbildung auf den Zeugnissen für alle allgemein bildenden Schulen und die Abendgymnasien:

  • Im Schulhalbjahr genügt (notfalls) auch eine Note für sonstige Leistungen. Alle bisher tatsächlich erbrachten Leistungen gehen aber in die Notenbildung ein.
  • Es werden keine verpflichtenden schriftlichen Lernerfolgskontrollen mehr abverlangt.
  • Wenn in diesem Schulhalbjahr aus von der Schülerin oder dem Schüler nicht selbst zu vertretenden Gründen keine Klausur oder Klassenarbeit oder vereinbarte Ersatzleistung erbracht werden konnte, wird die Gesamtnote eines Schulhalbjahres allein auf der Grundlage der sonstigen Leistungen ermittelt.
  • Bereits geschriebene Klausuren oder Klassenarbeiten oder erbrachte Ersatzleistungen behalten reguläre Gültigkeit und werden zur Gesamtnotenermittlung herangezogen.
  • Für die Sekundarstufe I und Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe gilt: Wenn in den Fächern Deutsch, Mathematik und in den Fremdsprachen des Pflichtunterrichts im Schulhalbjahr tatsächlich zwei Klassenarbeiten oder Klausuren geschrieben wurden, so gehen diese mit einem Anteil von 40 Prozent in die Gesamtbewertung ein, bei einer tatsächlich geschriebenen Klassenarbeit oder Klausur im Schulhalbjahr entspricht der Anteil an der Gesamtbewertung 25 Prozent.
  • Die Schülerinnen und Schüler müssen die während der Beschulung in Distanz ausgefallenen Klausuren oder Klassenarbeiten nicht nachschreiben.
  • Aufgrund der besonderen Situation und des Unterrichts allein als zugelassene Ausnahme für die Prüfungsvorbereitung sind keine pflichtigen Klausuren oder Klassenarbeiten mehr zu schreiben. Die Notenbildung erfolgt bei etwaig noch „fehlenden“ Leistungen dann wie oben beschrieben. Wenn Schülerinnen und Schüler ihre Noten verbessern wollen, soll dies ermöglicht werden, wenn dies für die Lehrkraft organisatorisch möglich und leistbar ist. Hierzu sind im Rahmen der jeweiligen Begebenheiten vor Ort beispielsweise denkbar (nicht abschließende Aufzählung):

freiwillige Klausuren oder Klassenarbeiten der ganzen Lerngruppe oder Teilen davon (zur Erinnerung: die Präsenzpflicht ist ausgesetzt!),

Ersatzleitungen in einvernehmlicher Absprache zwischen Lehrkräften und der Schülerin oder dem Schüler bzw. Gruppen von Schülerinnen und Schülern; Art und Anzahl liegt ausdrücklich im schulorganisatorischen Ermessen der Lehrkraft und darf hier nicht zu zeitlicher Überforderung führen,

eine „kleine“ Note nach Vereinbarung zwischen Lehrkraft und Schülerin oder Schüler.

Für alle diese Notenverbesserungsversuche gilt jedoch, dass die Note dann grundsätzlich auch zählt. Ein Verzicht auf diese Verbindlichkeit im Einzelfall liegt allein im freien pädagogischen Ermessen der einzelnen Lehrkraft.

Schülerinnen und Schüler, die aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe (gemäß RKI) ausschließlich oder überwiegend in Distanz unterrichtet werden

  • Wenn Schülerinnen und Schüler ausschließlich oder überwiegend in Distanz unterrichtet werden, erbringen sie anstelle einer Klassenarbeit eine Ersatzleistung in Form einer komplexen Leistung, die eine vertiefte Behandlung eines Lerngegenstandes auf dem Anforderungsniveau einer Klassenarbeit erfordert. Für diese Schülerinnen und Schüler genügt eine Note für sonstige Leistungen im Schulhalbjahr. Anstelle einer schriftlichen Lernerfolgskontrolle kann beispielsweise die Aufbereitung von Materialien, das Anfertigen eines Protokolls, die Erarbeitung einer Dokumentation, einer Projektskizze oder eines Exposés erbracht werden. Mündliche und praktische Leistungen sind angemessen in die Leistungsbewertung einzubeziehen.
  • Für die Leistungsbewertung im Distanzunterricht gilt, dass ausführliche Erläuterungen der Lernaufgaben vorgenommen werden, ein intensiver regelmäßiger Austausch zwischen der betreffenden Schülerin oder dem betreffenden Schüler und den zuständigen Lehrkräften sowie den Erziehungsberechtigten stattfindet, der Lernstand und die technischen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden sowie ein Nachfragen der Schülerinnen und Schüler zu den Lernaufgaben möglich sind.

Publikationen und Dokumente

Dokumente

170. Hinweis: Hinweise zur Abiturprüfung 2021 im Fach Mathematik

Schreiben an alle Schulleitungen der Gymnasien, Abendgymnasien, Fachgymnasien und Gesamtschulen M-V vom 31. Mai 2021

150. Hinweis: Lernstandserhebungen

Schreiben an alle Schulleitungen vom 8. März 2021

142. Hinweis: Erläuterungen zur Leistungsbewertung bei aufgehobener Präsenzpflicht in den Abschlussklassen des gymnasialen Bildungsgangs und im Bildungsgang der Regionalen Schule ab dem 22. Februar 2021

Schreiben an alle Schulleitungen der allgemein bildenden Schulen und
der Abend- und Fachgymnasien vom 26. Februar 2021

140. Hinweis: Hinweisschreiben zur Dritten Verordnung zu Änderungen im Schulrecht infolge des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2

Schreiben an Schulleitungen der allgemein bildenden Schulen, Waldorfschulen, Abend- und Fachgymnasien vom 29. Januar 2021

140. Hinweis: Dritte Verordnung zu Änderungen im Schulrecht infolge des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2