Leistungsermittlung und Leistungsbewertung

Welche Leistungen müssen Schülerinnen und Schüler bis Ende des Schulhalbjahres erbringen, damit sie benotet werden können? Das Land hat die Leistungsbewertungsverordnung und die Abiturprüfungsverordnung angepasst, damit Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte im Rahmen des pandemiebedingten Regelunterrichts mit Einschränkungen entlastet werden. Die Regelungen gelten zunächst bis 4. Februar 2022.

Folgende Regelungen gelten pandemiebedingt für den Regelunterricht mit Einschränkungen für das 1. Schulhalbjahr 2021/2022:

Grundschule

Ab der Jahrgangsstufe 3 soll im Schulhalbjahr je Unterrichtsfach mindestens eine Note für sonstige Leistungen erteilt werden.

In der Jahrgangsstufe 4 soll in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht jeweils eine Klassenarbeit im Schulhalbjahr geschrieben werden. Die Gesamtnote wird allein auf der Grundlage der sonstigen Leistungen ermittelt, wenn pandemiebedingt keine Klassenarbeit oder Ersatzleistung erbracht werden konnte. Soweit sonstige Leistungen pandemiebedingt nicht erbracht werden konnten, wird die Gesamtnote allein auf der Grundlage der vorliegenden Leistungsbewertungen ermittelt.

Sekundarbereich I

An einem Unterrichtstag dürfen von einer Schülerin oder einem Schüler unter Berücksichtigung der schulorganisatorischen Möglichkeiten höchstens zwei schriftliche Lernerfolgskontrollen abverlangt werden.

An Tagen, an denen eine Klassenarbeit erfolgt, dürfen keine weiteren schriftlichen Lernerfolgskontrollen stattfinden.

Die maximale Anzahl von schriftlichen Leistungsermittlungen in einer Unterrichtswoche darf acht nicht überschreiten.

Im Schulhalbjahr sollen mindestens zwei Noten für sonstige Leistungen erteilt werden.

In den Fächern Deutsch, Mathematik sowie in den Fremdsprachen des Pflichtunterrichts soll jeweils eine Klassenarbeit im Schulhalbjahr geschrieben werden. Auf Beschluss der Lehrerkonferenz kann in den weiteren Fächern jeweils eine Klassenarbeit im Schuljahr geschrieben werden.

Wenn in den Fächern Deutsch, Mathematik und in den Fremdsprachen des Pflichtunterrichts im Schuljahr tatsächlich zwei Klassenarbeiten geschrieben wurden, so gehen diese mit einem Anteil von 40 Prozent in die Gesamtbewertung ein, bei einer tatsächlich geschriebenen Klassenarbeit im Schuljahr entspricht der Anteil an der Gesamtbewertung 25 Prozent.

Die Gesamtnote wird allein auf der Grundlage der sonstigen Leistungen ermittelt, wenn pandemiebedingt keine Klassenarbeit oder Ersatzleistung erbracht werden konnte. Soweit sonstige Leistungen pandemiebedingt nicht erbracht werden konnten, wird die Gesamtnote allein auf der Grundlage der vorliegenden Leistungsbewertungen ermittelt.

Wenn Schülerinnen und Schüler ihre Noten verbessern wollen, soll dies unter Berücksichtigung der schulorganisatorischen Möglichkeiten umgesetzt werden.

Sekundarbereich II

Allgemeine Regelung

  • An einem Unterrichtstag dürfen von einer Schülerin oder einem Schüler unter Berücksichtigung der schulorganisatorischen Möglichkeiten höchstens zwei schriftliche Lernerfolgskontrollen abverlangt werden.
  • An Tagen, an denen eine Klausur geschrieben wird, dürfen keine weiteren schriftlichen Lernerfolgskontrollen stattfinden.
  • Die maximale Anzahl von schriftlichen Leistungsermittlungen in einer Unterrichtswoche darf acht nicht überschreiten.
  • Je Schulhalbjahr werden pro Fach mindestens zwei Noten für sonstige Leistungen erteilt.
  • Wenn Schülerinnen und Schüler ihre Noten verbessern wollen, soll dies unter Berücksichtigung der schulorganisatorischen Möglichkeiten umgesetzt werden.

Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe

  • In den Fächern Deutsch, Mathematik und in den Fremdsprachen, einschließlich der neu beginnenden Fremdsprache, werden im Schulhalbjahr eine, in den weiteren Fächern höchstens jeweils eine Klausur im Schuljahr geschrieben.
  • Sollte in einem Unterrichtsfach pandemiebedingt keine Klausur oder Klausurersatzleistung erbracht worden sein, wird die Semesternote auf Grundlage der sonstigen Leistungen gebildet.
  • Soweit sonstige Leistungen nicht erbracht werden konnten, wird die Gesamtnote allein auf der Grundlage der vorliegenden Leistungsbewertungen ermittelt.
  • In Einzelfällen entscheidet die Klassenkonferenz über die Gewichtung von Leistungsnachweisen, wenn in begründeten Einzelfällen die Mindestanzahl der geforderten Leistungsnachweise nicht erbracht werden kann.

Qualifikationsphase

  • In allen Unterrichtsfächern wird im Schulhalbjahr jeweils eine Klausur geschrieben.
  • Sollte in einem Unterrichtsfach pandemiebedingt keine Klausur oder Klausurersatzleistung erbracht worden sein, wird die Semesternote auf Grundlage der sonstigen Noten gebildet.
  • Sollten pandemiebedingt keine sonstigen Leistungen erbracht werden, wird die Semesternote allein auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden Leistungsbewertungen vorgenommen.

Schülerinnen und Schüler, die ausschließlich oder überwiegend in Distanz unterrichtet werden

Wenn Schülerinnen und Schüler ausschließlich oder überwiegend in Distanz unterrichtet werden, erbringen sie anstelle einer Klassenarbeit eine Ersatzleistung in Form einer komplexen Leistung, die eine vertiefte Behandlung eines Lerngegenstandes auf dem Anforderungsniveau einer Klassenarbeit erfordert.

Schülerinnen und Schüler in der Einführungsphase bzw. in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe, die ausschließlich oder überwiegend in Distanz beschult werden, erbringen an Stelle der Klausur eine komplexe Leistung nach § 17 Abs. 1 der Abiturprüfungsverordnung.

Für diese Schülerinnen und Schüler soll mindestens eine Note für sonstige Leistungen im Schulhalbjahr erteilt werden. Anstelle einer schriftlichen Lernerfolgskontrolle kann beispielsweise die Aufbereitung von Materialien, das Anfertigen eines Protokolls, die Erarbeitung einer Dokumentation, einer Projektskizze oder eines Exposés erbracht werden. Mündliche und praktische Leistungen sind angemessen in die Leistungsbewertung einzubeziehen.

Für die Leistungsbewertung im Distanzunterricht gilt,

  • dass ausführliche Erläuterungen der Lernaufgaben vorgenommen werden,
  • ein intensiver regelmäßiger Austausch zwischen der betreffenden Schülerin oder dem betreffenden Schüler und den zuständigen Lehrkräften sowie den Erziehungsberechtigten stattfindet,
  • der Lernstand und die technischen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden sowie
  • ein Nachfragen der Schülerinnen und Schüler zu den Lernaufgaben möglich sind.

Publikationen und Dokumente

Rechtsvorschriften

Leistungsbewertungsverordnung – LeistBewVO M-V

Verordnung zur einheitlichen Leistungsbewertung an den Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Vom 30. April 2014, letzte Änderung vom 29. Juli 2021