Phasenmodell

für die Organisation des Unterrichts im Januar 2022

Schulen sind seit über einem Jahr in geübter Praxis mit dem Unterricht unter Pandemiebedingungen vertraut. Auf eine erwartete Welle mit „Omikron“ können sie jetzt mit einem Drei-Phasen-Modell reagieren. Nach Beratung mit den Verbänden der Schularten sowie mit weiteren Interessenvertretungen wurde das Phasenmodell erarbeitet, das den Schulbetrieb künftig mit dem Auftreten der Omikron-Variante regelt. Zunächst starten die Schulen mit der Phase 1 in den regulären Präsenzunterricht. Das bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler dreimal in der Woche getestet werden, für Lehrkräfte und andere an den Schulen Beschäftigte besteht eine Testpflicht.

Ziel ist es, durch geeignete praktikable Maßnahmen einen Schulbetrieb zu gestalten, der sich an einem Phasenmodell orientiert, welcher allgemeine und schulspezifische Entscheidungen zulässt. Sie, liebe Schulleitungen, entscheiden für Ihre Schulen auf Grund des verfügbaren Personals, welche Beschulungsformen umgesetzt werden können.

Die drei Phasen sind wie folgt ausgestaltet:

Phase 1: Lehrkräfteeinsatz zur Unterrichtsabsicherung nicht oder unwesentlich eingeschränkt

Die derzeitigen Regelungen zum Schulbetrieb bleiben bestehen. Es findet Präsenzunterricht entsprechend § 7a „Regelungen zum Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen“ der Schul-Corona-Verordnung in ihrer jeweiligen Fassung statt.

Zeugniskonferenzen können digital (vorzugsweise über itslearning) abgehalten werden.

Die Zeugnisse werden am 04.02.2022 ausgehändigt.

Phase 2: Lehrkräfteeinsatz zur Unterrichtsabsicherung eingeschränkt

Die Organisation und Ausgestaltung des Unterrichts findet in eigener Verantwortung und in Abhängigkeit des verfügbaren Personals der Schule statt. Hierfür erforderliche Entscheidungen für die Jahrgangsstufe 1 bis 6 erfolgen bei Bedarf in Absprache zwischen Schulleitungen und den Leitungen der Horte sowie den Trägern der Schülerbeförderung.

In den Jahrgangsstufen 1 bis 6 wird Präsenzunterricht durchgeführt.

Die Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 werden im Wechselunterricht in einem A/B-Tages-/Wochenrhythmus beschult. Es wird ein wöchentlicher Wechsel der Klassen empfohlen. An den Präsenztagen (A-Tage/Wochen) erhalten die Schülerinnen und Schüler Hausaufgaben, welche in den darauffolgenden Tagen (B-Tage/Wochen) zu Hause eigenständig erledigt werden. Ein Distanzunterricht ist nicht vorgesehen.

Diese Regelung gilt nicht für Schülerinnen und Schüler, welche sich ausschließlich oder überwiegend im Distanzunterricht gemäß § 7a Absatz 1 Satz 2 der Schul-Corona-Verordnung befinden.

Die gültigen Regelungen zur Leistungsbewertung entsprechend der Mantelverordnung (Amtliche Bezeichnung: Verordnung zur Änderung im Schulrecht infolge des neuartigen Corona-Virus) bleiben bestehen.

Abschlussklassen erhalten Präsenzunterricht. Ob eine Beschulung der Vorabschlussklassen in Präsenz möglich ist, entscheidet die Schulleitung in Auswertung der personellen Gegebenheiten an der Schule. Sollte keine Beschulung möglich sein, erhalten diese Schülerinnen und Schüler ebenfalls Wechselunterricht.

Zeugnis- und Klassenkonferenzen werden digital (vorzugsweise über itslearning) abgehalten.

Phase 3: Lehrkräfteeinsatz zur Unterrichtsabsicherung stark eingeschränkt

Für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 wird grundsätzlich Präsenzunterricht durchgeführt. Sofern die Schule aufgrund ihrer personellen Ausstattung in ihrem Unterrichtsablauf eingeschränkt ist und Präsenzunterricht nicht absichern kann, wird eine Notbetreuung vorgehalten. Ab der Jahrgangsstufe 7 findet Distanzunterricht statt. Dabei ist auf eine Verkürzung der Unterrichtstage auf durchschnittlich je 4 Unterrichtsstunden zu achten, um eine Überlastung zu vermeiden. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit bleibt unberührt.

Abschlussklassen erhalten Präsenzunterricht. Ob eine Beschulung der Vorabschlussklassen in Präsenz möglich ist, entscheidet die Schulleitung in Auswertung der personellen   Gegebenheiten an der Schule. Sollte keine Beschulung möglich sein, erhalten die Schülerinnen und Schüler dieser Klassen ebenfalls Distanzunterricht. Dabei ist auf eine Verkürzung der Unterrichtstage auf durchschnittlich je 4 Unterrichtsstunden zu achten.

Phasenunabhängige Regelungen

Phasen- und schulartunabhängig gilt:

  • Alle Schülerinnen und Schüler, die in Präsenz unterrichtet werden oder an der Notbetreuung teilnehmen, werden dreimal in der Woche getestet. Die Testpflicht für Lehrkräfte und weiteres an Schule beschäftigtes Personal richtet sich nach § 1a Absatz 2 der Schul-Corona-Verordnung.
  • Externe Partner können in Absprache mit den Schulleitungen im Rahmen der jeweiligen Verträge Aufsichts- und Betreuungsaufgaben übernehmen. Eine Testung dieser Personen erfolgt dann in der Schule vor Arbeitsaufnahme.
  • Ganztägig arbeitende Grundschule und Ganztagsschule werden von der Schule in eigener Verantwortung organisiert. Das heißt, der Unterricht kann auch vorübergehend ausgesetzt werden.
  • Im Falle einer Notbetreuung erhalten die Schülerinnen und Schüler Aufgabenpakete. Schülerinnen und Schüler, die die Schule besuchen, werden bei der Erledigung der Aufgabenpakete betreut. Die Schülerinnen und Schüler, die im Distanzunterricht lernen, bekommen die gleichen Aufgabenpakete. So ist sichergestellt, dass alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Aufgaben bearbeiten.
  • Nur diejenigen Schülerinnen und Schüler, die an der Teststrategie im Präsenzunterricht teilnehmen, können den Schülerausweis als Nachweis bei außerschulischen Veranstaltungen nutzen.
  • Wenn die Anzahl der Schülerinnen und Schüler pro Klasse/Lerngruppe phasenweise krankheitsbedingt minimiert ist, entscheidet die Schule in eigener Verantwortung, in welcher Form der Unterricht durchgeführt wird. Ausnahmen hiervon bilden die Jahrgangsstufen 1 – 6 und die Abschlussklassen.

Phasenunabhängig gilt für die inklusive Beschulung an allgemein bildenden Schulen:

Grundsätzlich werden Schülerinnen und Schüler mit (sonder-)pädagogischem Förderbedarf weiterhin individuell gefördert. Die ausgereichten Förderstunden bleiben bis einschließlich der zweiten Phase grundsätzlich unangetastet.

Auch in der dritten Phase sollen die Schülerinnen und Schüler individuell gefördert werden. Hier entscheidet jedoch die Schule in eigener Verantwortung, wie die individuelle Förderung gewährleistet werden kann.

Die Organisation und Ausgestaltung des Unterrichts findet in eigener Verantwortung und in Abhängigkeit des verfügbaren Personals der Schule statt. Darüber hinaus entscheidet die Schule nach pädagogischem Ermessen, ob weitere Schülerinnen und Schüler möglichst in Präsenz gefördert werden, damit eine Tagesstruktur erhalten bleibt.

Hinweise zu den Zeugnisübergaben:

Selbstverständlich gilt, dass direkte und zusätzliche Kontakte zur Übergabe der Zeugnisse auf ein Mindestmaß zu beschränken sind. Schülerinnen und Schüler erhalten ihre Halbjahreszeugnisse jeweils in der Woche, in der sie in der Schule am Präsenzunterricht teilnehmen. Die Zustellung der Kopie des Halbjahreszeugnisses kann auch per Post erfolgen; es ist kein Einschreiben erforderlich.

 Die Erziehungsberechtigten oder die volljährige Schülerin oder der volljährige Schüler bestätigen auf der Kopie den Erhalt des Zeugnisses. Die Schülerin oder der Schüler bringt die Kopie des Zeugnisses mit, sobald sie beziehungsweise er wieder im Präsenzunterricht ist, und erhält dann das Original ausgehändigt.

Die Kostentragung für den Versand erfolgt gemäß § 110 Absatz 2 Nummer 6 SchulG M-V im Rahmen der Sachkosten der äußeren Schulverwaltung.

Sollten Schülerinnen oder Schüler das Halbjahreszeugnis im Original für Bewerbungen benötigen, ist zur Übergabe des Originals ein Termin mit den Erziehungsberechtigten oder der volljährigen Schülerin oder dem volljährigen Schüler zu vereinbaren.

Die für die Planungssicherheit des kommenden Schuljahres erforderlichen Unterlagen zur Anmeldung der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 4 und 6 an die weiterführenden Schulen können zusammen mit der Kopie des Halbjahreszeugnisses per Post verschickt werden.

Publikationen und Dokumente

Dokumente

Anlage 1 - Übersicht für allgemeinbildende Schulen
Anlage 2 - Förderschulen
Anlage 3 - Berufliche Schulen
Anlage 4 - Übergreifende Hinweise zum Distanzunterricht_Distanz
17. Hinweis: Organisation des Unterrichts im Januar 2022

Schreiben an alle Schulleitungen vom 3. Januar 2022