Förderfähigkeit und Förderwürdigkeit

Die Prüfung eines Antrages auf Kulturförderung durch das Land erfolgt unter zwei Gesichtspunkten: Förderwürdigkeit und Förderfähigkeit. Die Fachreferate prüfen die Förderwürdigkeit, das Förderreferat prüft die Förderfähigkeit.

Die Förderwürdigkeit umfasst die inhaltliche Betrachtung des Projektes. Hierbei wird insbesondere geprüft, ob ein (räumlicher oder inhaltlicher) Bezug des Projektes zum Land Mecklenburg-Vorpommern besteht, das Projekt von landesweiter Wirksamkeit (inhaltlich-thematisch und/oder räumlich) oder besonderer künstlerischer oder kulturpolitischer Bedeutung ist und ein erhebliches Landesinteresse daran besteht.

In die Betrachtung einbezogen werden zudem Punkte wie Austausch- und Vernetzungscharakter des Projektes, das Bestehen interdisziplinärer Ansätze bzw. generations- oder interessenübergreifender Aspekte, Innovationscharakter (künstlerisch oder thematisch), die Vereinbarkeit des Projektes mit demokratischen Grundsätzen, Teilhabegerechtigkeit, Öffentlichkeitswirksamkeit und die Qualität der Vorbereitung des Projektes. Weiterhin fließen die Bemühungen um Drittmittel und die Angemessenheit der Eigenbeteiligung in die Betrachtung ein. Im Rahmen von Sonderprogrammen können entsprechend der Ausschreibung zusätzliche inhaltliche Anforderungen zu beachten sein.

Der Begriff Förderfähigkeit bezeichnet die Tatsache, dass für ein Projekt Mittel des Landes ausgereicht werden können. Die Prüfung erfolgt anhand der Bestimmungen der jeweils gültigen Kulturförderrichtlinie, der Landeshaushaltsordnung M_V sowie den Verwaltungsvorschriften zu § 44 Landeshaushaltsordnung M-V.

Eine Ausgabe ist förderfähig, wenn sie den Kriterien entspricht, wie sie sich aus den einschlägigen rechtlichen Regelungen, insbesondere des Zuwendungsrechts als Teil des Landeshaushaltsrechts, ergeben. Darüber hinaus sind vom Zuwendungsgeber (Land) im Rahmen des bestehenden Rechts aufgestellte Fördergrundsätze (Förderpraxis) maßgeblich und für Sonderprogramme festgelegte besondere formale Anforderungen oder Regelungen zu berücksichtigen.

Die Antragsprüfung unter den beiden Gesichtspunkten Förderwürdigkeit und Förderfähigkeit erfordert unterschiedliche fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten. Dies spiegelt sich in der nach Fachreferat (Förderwürdigkeit) und Förderreferat (Förderfähigkeit) unterteilten Aufgabenwahrnehmung wider. Dem Umstand, dass es Aspekte gibt, die sowohl die Förderwürdigkeit als auch die Förderfähigkeit betreffen, wird durch eine enge Zusammenarbeit der Referate Rechnung getragen.