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Standortanalyse für Archäologisches Landesmuseum liegt vor

Minister Brodkorb: Gutachten wurde von international renommierten Museumsexpertinnen erstellt

Wanderausstellung "PIPELINE:ARCHÄOLOGIE"; Foto: Thomas Köhler Details anzeigen
Wanderausstellung "PIPELINE:ARCHÄOLOGIE"; Foto: Thomas Köhler
Wanderausstellung "PIPELINE:ARCHÄOLOGIE"; Foto: Thomas Köhler
Wanderausstellung "PIPELINE:ARCHÄOLOGIE"; Foto: Thomas Köhler
Nr.098-16  | 23.06.2016  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Die Landesregierung treibt die Pläne für die Gründung eines Archäologischen Landesmuseums weiter voran. Ein Gutachten hat neun mögliche Standorte in Mecklenburg-Vorpommern genauer unter die Lupe genommen und sie im Hinblick auf die Erreichbarkeit, Infrastruktur, Chancen und Risiken näher untersucht sowie eine Konkurrenzanalyse vorgenommen. Das Standortgutachten wurde gemeinsam von den Beratungsagenturen MuseoConsult aus Stuttgart und Studio Kernland in Maastricht (Niederlande) im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur erstellt.

„Das Ziel des Archäologischen Landesmuseum wird sein, die archäologischen Schätze des Landes möglichst vielen Menschen – Einheimischen und Touristen – zu präsentieren und die Geschichte des Landes erlebbar zu machen“, sagte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Wichtig ist, dass das Museum an einem Ort angesiedelt ist, den viele Besucherinnen und Besucher gut erreichen. Das Gutachten bietet eine sehr gute Entscheidungsgrundlage und wurde von international renommierten Museumsexpertinnen erstellt“, betonte Brodkorb.

Das Standortgutachten untersucht die Städte Schwerin, Rostock, Greifswald, Stralsund, Neustrelitz, Putbus, die Gemeinde Bad Kleinen sowie das Tollensetal und den Standort des Archäologischen Freilichtmuseums Groß Raden. Nach Auffassung der Gutachterinnen bietet der Standort Rostock ideale Voraussetzungen für ein Archäologisches Landesmuseum. Die Mischung aus Studierenden, Wirtschaft und Gesellschaft sowie nationalen und internationalen Touristen generiere ein hohes Potenzial an künftigen Besuchern.

Ein weiteres Gutachten beschäftigt sich mit dem Standort Rostock. Die Stadt Rostock hat dem Land das Angebot gemacht, ein vorhandenes Gebäude zur unentgeltlichen Nutzung zur Verfügung zu stellen. Dieses Gebäude wurde auf seine Eignung hin untersucht. Sowohl Bad Kleinen als auch Putbus haben dem Land ebenfalls in Aussicht gestellt, Gebäude bzw. Flächen zur Verfügung zu stellen. Wegen des deutlichen Punkteabstandes wurden diese Gebäude bzw. Flächen jedoch nicht untersucht (vgl. „Ergebnis Standortbewertung Makroanalyse“ im Hauptgutachten: Rostock: 875 Punkte, Putbus; 484 Punkte, Bad Kleinen: 338 Punkte).

Außerdem formuliert das Gutachten verschiedene Handlungsempfehlungen:

  • Das Archäologische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern benötigt für Dauer- und Sonderausstellungen auskömmliche Flächen. Vergleichbare Archäologische Landesmuseen haben Flächengrößen von 1.500 Quadratmeter für die Dauerausstellung und 500 Quadratmeter für Sonderausstellungen.
  • Freiflächen vor dem Museum sind wünschenswert, um das Museum als Treffpunkt oder Ort des Erlebens und Erholens einzusetzen.
  • Für alternative Orte sollte der geplante Standort innerstädtisch liegen und durch den öffentlichen Personennahverkehr gut angebunden sein. So ist gewährleistet, dass das Museum für alle Zielgruppen, insbesondere für Schülergruppen, gut erreichbar ist.
  • Museum und Depot sollten organisatorisch nicht getrennt werden, so dass die Arbeit mit den Sammlungen, der Leihverkehr und die konservatorische Betreuung Hand in Hand laufen können.
  • Für den Ausstellungsbetrieb benötigt das Museum Kuratoren, die Ausstellungskonzepte entwickeln und die Vermittlungsarbeit leisten können. Es braucht Themen und Konzepte, die neu sind und ein breites Publikum ansprechen.
  • Das Landesmuseum muss sich frühzeitig klar positionieren hinsichtlich Ausrichtung, Zielgruppen und Programmatik. Die Beispiele aus Kalkriese/Osnabrück und Tongeren/Belgien belegen dies. Das Konzept der „wandernden Landesausstellungen“, wie derzeit vom Land betrieben, wäre dafür sehr gut geeignet, da es dies bisher noch nicht gibt. Das Landesmuseum als „Mutterschiff“ entwickelt und präsentiert die Sonderausstellungen zuerst, dann reisen diese durch das Bundesland weiter.
  • Aufgrund der starken Beziehungen zum Ostseeraum sollten frühzeitig Kooperationen zu anderen archäologischen Museen in osteuropäischen Ländern, wie Polen oder den baltischen Staaten, aufgebaut werden. Gemeinsame Projekte werden derzeit auch von der EU gefördert.
  • Das Archäologische Landesmuseum sollte sich für die Entwicklung der Dauerausstellung ausreichend Zeit nehmen, und stattdessen mit Sonderausstellungen beginnen. Diese könnten die Interessen der Besucher und eine geeignete Ausstellungsarchitektur für die zu bespielenden Räume evaluieren.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat das vollständige Standortgutachten und das Gutachten für den Standort Rostock im Internet veröffentlicht.

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