25 Mio. Euro für exzellente Forschung: Wissenschaftler können mit ihrer Arbeit beginnen

Ministerin Hesse: Land will die Spitzenforschung weiter stärken

Nr.205-16  | 30.12.2016  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Fünf Forschungsverbünde, die im Auswahlverfahren des Exzellenzforschungsprogramms des Landes einen Zuschlag erhalten haben, können im Januar 2017 mit ihrer Arbeit beginnen. Das Land hat ihnen die ersten Fördermittel zur Verfügung gestellt. Pro Forschungsverbund sind bis zu fünf Mio. Euro vorgesehen. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der laufenden Förderperiode 2014 bis 2020.

„Das Land will die Spitzenforschung weiter stärken“, betonte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Mit dem Exzellenzforschungsprogramm unterstützen wir insbesondere junge Wissenschaftlerinnen und junge Wissenschaftler. Wir wollen ihnen zeigen, dass wir ihre Arbeit wertschätzen und deutlich machen, dass Forscherinnen und Forscher bei uns im Land eine ausgezeichnete Perspektive haben. Ich wünsche ihnen gutes Gelingen und viel Erfolg bei der Arbeit“, sagte Hesse.

Im Rahmen des Exzellenzforschungsprogramms stehen insgesamt 25 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind fünf Millionen Euro für die Energieforschung vorgesehen. Die Auswahl der Forschungsverbünde ist in einem zweistufigen Auswahlverfahren durch Einzelbegutachtung und durch eine unabhängige Jury erfolgt. Folgende Vorhaben werden gefördert:

Themenschwerpunkt Energie:

  1. Universität Rostock gemeinsam mit der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und der Fachhochschule Stralsund: „Netzstabilität mit Wind- und Bioenergie, Speichern und Lasten unter Berücksichtigung einer optimalen Sektorkopplung (Netz-Stabil)“

    Koordinator: Prof. Hans-Günter Eckel

    Weitere Themenschwerpunkte:

  2. Universität Rostock gemeinsam mit der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald: „Stoffumsetzungsprozesse an Moor- und Küstenstandorten als Grundlage für Landnutzung, Klimawirkung und Gewässerschutz (Wetscapes)“

    Koordinatorin: Prof. Nicole Wrage-Mönnig

  3. Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald gemeinsam mit der Universität Rostock, den Universitätsmedizinen Greifswald und Rostock sowie dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI): „Aufklärung der Pathomechanismen bakto-viraler Koinfektionen mit neuen biomedizinischen Modellen (KoInfekt)“

    Koordinator: Prof. Sven Hammerschmidt

  4. Universitätsmedizin Greifswald gemeinsam mit der Universitätsmedizin Rostock, den beiden Universitäten Greifswald und Rostock und dem Leibniz-Institut für Katalyse e. V. (LIKAT): „Proteinfehlfaltung, ER-Stress und Proteindegradation – Entwicklung einer systematischen Pipeline für individualisierte Therapien bei erblichen Leber- und Pankreaserkrankungen (PePPP)“

    Koordinator: Prof. Markus Lerch

  5. Universitätsmedizin Rostock gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald und den beiden Universitäten Greifswald und Rostock. „Card-ii-Omics Kardiovaskuläre Implantatentwicklung-Infektionen-Proteomics: Prävention, Diagnostik und Therapie von Implantatinfektionen (Card-ii-Omics)“

    Koordinator: Prof. Emil C. Reisinger