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„Happy End“ auf dem Dachboden

Pommernchronik aus dem 16. Jahrhundert zurück

Gruppenbild mit Handschrift: Familie Blochmann aus Marl überreicht in Schwerin die wiederentdeckte Pommernchronik an Dr. Andreas Roloff von der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern; Foto: Ina Sander, LAKD Details anzeigen
Gruppenbild mit Handschrift: Familie Blochmann aus Marl überreicht in Schwerin die wiederentdeckte Pommernchronik an Dr. Andreas Roloff von der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern; Foto: Ina Sander, LAKD
Gruppenbild mit Handschrift: Familie Blochmann aus Marl überreicht in Schwerin die wiederentdeckte Pommernchronik an Dr. Andreas Roloff von der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern; Foto: Ina Sander, LAKD
Gruppenbild mit Handschrift: Familie Blochmann aus Marl überreicht in Schwerin die wiederentdeckte Pommernchronik an Dr. Andreas Roloff von der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern; Foto: Ina Sander, LAKD
Nr.229-17  | 15.12.2017  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Der Landesbibliothek in Schwerin gelang ein spektakulärer Erfolg beim Auffinden von vermisstem Kulturgut. Anhand eines Sucheintrags in der Datenbank „Lost Art“ konnte eine Handschrift aus dem 16. Jahrhundert in den Buchbestand zurückgeholt werden. Der insgesamt sieben Werke umfassende Band war in den Nachkriegstagen verloren gegangen, nachdem er im März 1944 mit anderen Kostbarkeiten in einen Salzstollen bei Staßfurt (Sachsen-Anhalt) gebracht worden war.

„Ein verloren gegangener Schatz ist heimgekehrt“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Freude in der Landesbibliothek war groß, als die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses historisch wichtige Werk in ihren Händen halten konnten. Das kann ich gut verstehen. Ursprünglich waren solche Auslagerungen aus Gründen des Luftschutzes erfolgt und sollten eigentlich den Verlust vorbeugen. Ich danke den ehrlichen Findern, der Familie Blochmann aus Marl. Dank ihrer Mithilfe konnte eine Lücke im Bestand der Landesbibliothek geschlossen werden“, lobte Hesse.

Viele der Depots wurden bei Kriegsende aufgebrochen und teilweise geplündert. So war dies auch mit drei Zunftladen aus Schwerin, die Handschriften und Frühdrucke aus der Mecklenburgischen Landesbibliothek, die heute Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern heißt, enthalten haben. Nach dem Krieg hatte die Suche nach dem verlorenen Schatz begonnen, darunter ein Fragment des Rolandsliedes aus dem 12. Jahrhundert, ein 700-jähriges Passional und das Chronicon Pomeraniae. Letzteres hatte bereits Friedrich Lisch in den Händen gehalten und dazu 1836 in den „Baltischen Studien“ publiziert.

Die Pommersche Chronik stellt den Hauptteil des Sammelbandes dar und endet im Jahr 1541. Hinzu kommen eine Beschreibung des Landes Stettin-Pommern, die Musterung mehrerer pommerscher Städte, eine Genealogie bis 1557 und der Herzogin Erdmuth Haus- und Hof-Ordnung. Die jüngsten Dokumente der in deutscher Sprache verfassten Schriften sind eine Lebensgeschichte des pommerschen Herzogs Philipp und die Anordnung des Begräbnisses für Herzog Ernst Ludwig von Pommern anno 1592.

Nach mehr als 70 Jahren der Ungewissheit ist der Band beim Räumen eines Dachbodens wieder zum Vorschein gekommen. Der Fundort war ein Mehrfamilienhaus in Marl in Nordrhein-Westfalen, das erst nach dem Krieg erbaut wurde und dessen Mieter oft wechselten. So bleiben die näheren Umstände für die Abwege, die die Handschrift nach 1945 nahm, im Dunkeln.

In der Landesbibliothek gelten noch immer mehrere Dutzend Werke als kriegsbedingt vermisstes Kulturgut. Pretiosen wie das Rolandslied und das Passional kehrten in den 1980er Jahren nach Schwerin zurück. 2008 stoppten die Schweriner sogar eine Auktion bei Sotheby's London, als seltene Chromolithografien (einst als Geschenk des russischen Zaren für den Schweriner Hof bestimmt) dort zum Verkauf standen. Leider blieb der Rückgabeerfolg damals aus. Die Odyssee der Pommernchronik endete hingegen im Guten.

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Joachim John; Flamenco I, 1976; Radierung 7/30; © VG Bild-Kunst, Bonn 2019; Foto: Tinett Kähler

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