Stavenhagen: Wintertagung der Schulleitervereinigung an Gymnasien

Ministerin Hesse: 2021 erstmals Abiturprüfungen nach dem Leistungskursmodell

Nr.004-18  | 05.01.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Bei der diesjährigen Wintertagung der Vereinigung der Schulleiter an Gymnasien hat Bildungsministerin Birgit Hesse die Lehrerinnen und Lehrer über die bevorstehenden Veränderungen in der gymnasialen Oberstufe informiert. Künftig soll der Unterricht in der gymnasialen Oberstufe in Leistungs- und Grundkursen erteilt werden. Das Leistungskursmodell soll für Schülerinnen und Schüler gelten, die zum Schuljahr 2019/2020 in die Qualifikationsphase eintreten.

„Im Jahr 2021 wird es dann erstmals Abiturprüfungen nach dem Leistungskursmodell geben“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wir kommen damit den Schülerinnen und Schülern entgegen, weil wir die Zahl der Unterrichtsfächer auf erhöhtem Anforderungsniveau reduzieren. Wir folgen dem Votum unserer Lehrerinnen und Lehrer, die sich für den Unterricht nach erhöhtem und grundlegendem Anforderungsniveau ausgesprochen haben. Sie haben es künftig mit homogeneren Lerngruppen zu tun. So ist eine gezielte Förderung besser möglich als derzeit“, sagte Hesse.

Mit dem Leistungskursmodell setzt das Land die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Vereinheitlichung des Abiturs in Deutschland um. Mecklenburg-Vorpommern hatte diese Beschlüsse maßgeblich mit herbeigeführt. Die Mehrheit der Länder weist die Struktur von Grund- und Leistungskursen in der gymnasialen Oberstufe auf bzw. bereitet diese auf Grundlage der KMK-Beschlüsse vor. Dazu gehören unter anderem Sachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen sowie zukünftig auch Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg.

Eckpunkte der Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe in Mecklenburg-Vorpommern:

  • Die bisherigen vierstündigen Hauptfächer werden als fünfstündige Leistungsfächer auf erhöhtem Anforderungsniveau und als dreistündige Fächer auf grundlegendem Anforderungsniveau unterrichtet.
  • Deutsch, Mathematik, Englisch, die zweite Fremdsprache, Geschichte und Politische Bildung, Biologie, Chemie und Physik sollen sowohl auf erhöhtem als auch auf grundlegendem Niveau angeboten werden.
  • Aus diesen Unterrichtsfächern müssen die Schülerinnen und Schüler zwei fünfstündige Leistungsfächer wählen, die doppelt gewichtet werden. Weitere Fächer werden wie bisher zweistündig unterrichtet.