Mecklenburgisches Staatstheater soll echtes Staatstheater werden

Ministerin Hesse: Land verpflichtet sich, 100-prozentiger Gesellschafter zu werden

Nr.091-19  | 10.05.2019  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Das Mecklenburgische Staatstheater soll in vollständige Trägerschaft des Landes übergehen. Darauf haben sich heute das Land, die Städte Schwerin und Parchim und der Landkreis Ludwigslust-Parchim verständigt. Der Kreistag und die Stadtvertretungen müssen dieser Entscheidung noch zustimmen. Die bisherigen Gesellschafter setzen damit die Eckpunkte um, auf die sie sich im Theaterpakt im Juni 2018 verständigt haben. 

„Das Mecklenburgische Staatstheater mit seinen Spielstätten in Schwerin und Parchim sorgt für ein großes kulturelles Angebot in der Region und hat eine hohe Anziehungskraft“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Gespräche heute waren wichtig, damit wir die vollständige Übernahme der Gesellschafteranteile vorbereiten können. Das ist aufgrund der komplexen Struktur ein aufwändiges Verfahren und nimmt Zeit in Anspruch. Das Land steht zu seinen Zusagen und verpflichtet sich, 100-prozentiger Gesellschafter zu werden, die von den anderen Gesellschaftern bisher geleisteten Zuschüsse zu übernehmen und nach den Vorgaben des Theaterpakts zu dynamisieren“, bekräftigte Hesse. 

„Wir haben uns heute auch darauf verständigt, dass sich das Land am Umbau der Eldemühle am Theaterstandort Parchim mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten beteiligen wird“, erklärte die Ministerin. „Im Mecklenburgischen Staatstheater soll zudem ein Fachbeirat eingerichtet werden, in dem Vertreterinnen bzw. Vertreter der Landeshauptstadt Schwerin, der Stadt Parchim und des Landkreises Ludwigslust-Parchim einen ständigen Sitz erhalten. Das Land wird als künftiger, alleiniger Gesellschafter darauf hinwirken, einen Spielplan zu entwickeln, der auf die Region und auf das Publikum des Theaters ausgerichtet ist“, erläuterte sie.