Ganztägig Lernen: Gute Kooperation von Schule und Sportvereinen

Umfrage des Landessportbundes zur Kooperationsinitiative

Nr.002-20  | 02.01.2020  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Schulen und Sportvereine in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten bei der Organisation von Ganztagsangeboten engagiert zusammen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Landessportbundes zu den Auswirkungen der "Kooperationsinitiative für ganztägiges Lernen". Im Januar 2018 haben sich das Land, Dachverbände und Netzwerke in den Bereichen Sport, Kultur, Kinder- und Jugendbildung sowie die Kirchen auf eine Zusammenarbeit verständigt. Ziel ist es, durch Kooperationspartner das Ganztagsantebot zu bereichern und den Schultag abwechslungsreicher zu machen. Von den 63 befragten Sportvereinen bzw. Sportverbänden haben sich rund die Hälfte an der Umfrage des Landessportbundes beteiligt.

„Das tolle Engagement der Sportvereine in unseren Schulen in MV ist eine wichtige Bereicherung unserer Ganztagsangebote. Dass Kinder und Jugendliche im Rahmen von Ganztagsschule auch Sport treiben können, ist ein großer Gewinn für sie. Und auch die Sportvereine profitieren von der Kooperation mit den Schulen. Der Landessportbund ist ein Kooperationspartner der ersten Stunde und wirbt dafür, dass Sportvereine in die Schulen gehen und Ganztagsangebote machen, die bei den Schülerinnen und Schülern ankommen“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin. „Die Befragung zeigt, dass die Initiative zur Kooperation von beiden Seiten ausgeht. In der Praxis wird dann schnell deutlich, dass alle Seiten davon etwas haben. Ganztagsangebote sind ein wichtiger Beitrag zur Chancengleichheit, denn sie stehen allen Kindern und Jugendlichen offen. Für Eltern leisten sie einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, weil Kinder und Jugendliche auch am Nachmittag gut betreut werden“, erklärte Martin.

Die Befragung des Landessportbundes hat ergeben, dass 96 Prozent der Kooperationspartner mit der Zusammenarbeit zufrieden sind und sie fortsetzen wollen. Durchgeführt werden die Sportangebote größtenteils von ehrenamtlich tätigen Trainerinnen und Trainern. Sie begrüßen vor allem die flexible Gestaltung, nicht an Schulöffnungszeiten und Schulgebäude gebunden zu sein. Die Sportvereine bzw. Sportverbände teilten auch mit, dass sich die Kooperationen positiv auf die Mitgliedergewinnung auswirken und dass das öffentliche Interesse an den Vereinen bzw. Verbänden wächst. Außerdem sei es leichter, Talente zu finden.

„Die Unterstützung von Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen hat für den LSB M-V e.V. eine lange Tradition“, sagte der Geschäftsführer des Landessportbundes, Torsten Haverland. „Durch den Ausbau des ganztägigen Lernens in M-V können die Partnerschaften zwischen Vereinen und Schulen weiter erhöht werden. Wir möchten auch zukünftig ein wichtiger Akteur bei der Umsetzung von sportlichen Ganztagsangeboten ein und sehen unsere Verantwortung in der Zusammenführung sowie Beratung von Schulen und Sportvereinen, aber auch in der Aus-und Fortbildung unserer Trainerinnen und Trainer die sich in den Vereinen diesen Herausforderungen stellen“, so Haverland.

Über die Online-Plattform www.kooperation-mv.de der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ in Waren können Schulen und Kooperationspartner in Kontakt treten. Seit dem Schuljahr 2018/2019 erhält jede ganztägig arbeitende Schule ein Grundbudget in Höhe von 2.500 Euro, um Kooperationspartner in den Schulbetrieb einbinden zu können. Darüber hinaus haben Schulen die Möglichkeit, das Finanzbudget für Kooperationspartner zu erweitern. Im Schuljahr 2019/2020 gibt es 343 ganztägig arbeitende Schulen in Mecklenburg-Vorpommern.