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Vorgänge um Stralsunder Einbäume aus 2002 aufgeklärt - Expertengruppe legt Abschlussbericht vor

Nr.090-09  | 26.05.2009  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Die Unabhängige Expertengruppe zur Prüfung der Vorgänge um die Stralsunder Einbäume in den Jahren 2002 bis 2004 hat ihren Abschlussbericht vorgelegt.

Der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Henry Tesch, hat darüber heute das Kabinett informiert und betont: "Aufklären, aufräumen und aufbauen – in diesen drei Etappen setzen wir uns mit diesem "Fall" auseinander – schließlich geht es um den Umgang mit wertvollem Kulturgut unseres Landes. Der vorliegende Abschlussbericht der Expertengruppe, bei der ich mich für das zügige Vorgehen bedanken möchte, versetzt uns in die Lage, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen und dafür Sorge zu tragen, dass künftig Verluste dieser Art ausgeschlossen werden."

Aufklären:

Die Expertengruppe, der Hartmut Bosch, Staatssekretär a. D. (Vorsitz), und Roland Kollwitz, Präsident des Landgerichts a. D., angehören, nahm am 06.04.2009 ihre Arbeit auf. Nach Sichtung der Verwaltungsvorgänge, Vor-Ort-Terminen, Gesprächen mit Beteiligten und fachlicher Beratung kam sie zu folgenden Ergebnissen:

  • Im Frühjahr 2002 wurden bei Baumaßnahmen in Stralsund Holzteile gefunden, die drei Einbäumen aus der Zeit von 5000 bzw. 4000 v.Chr. zugerechnet werden können.

  • Die Funde wurden vom damaligen Amt für Bodendenkmalpflege in der Weise geborgen, dass sie mit anhaftendem Erdreich auf 36 Stahlpaletten gefüllt, mit Folien umwickelt und in die Nassholzkonservierungsanlage nach Schwerin in die Stellingstraße transportiert werden konnten.

  • Da hier die Kapazitäten zur Konservierung der Funde nicht ausreichten, betrieb der damalige Leiter des Amtes Bemühungen um eine Kapazitätserweiterung, die wegen des baulichen Zustandes, der Kosten und der unterschiedlichen Vorstellungen zum Standort nicht erfolgt ist.

  • Die Funde wurden durch Besprühen mit Wasser feucht gehalten. Dies war nur als Notmaßnahme für wenige Wochen vertretbar, nicht aber für die gesamte Zeit der Umsetzung von Maßnahmen zur Erweiterung der Nassholzkonservierungsanlage.

  • Die Funde nahmen schon im Sommer 2002 durch Austrocknung Schaden. Dieser Prozess war im Frühjahr 2004 so weit fortgeschritten, dass der teilweise Deckeneinsturz über den Funden nicht schadensursächlich war. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Befeuchtung eingestellt.

  • Vom Landesamt für Bodendenkmalpflege hätten mögliche Alternativen zur Konservierung der Funde ergriffen werden müssen. Die Verantwortung hierfür trifft in erster Linie die damalige Leitung des Landesamtes.

  • Das Bildungsministerium kam in den Jahren 2002 bis 2004 seiner Fachaufsicht nicht nach, obwohl dafür Anlass bestanden hatte.

  • Die Funde wurden 2002 fachgerecht geborgen und wissenschaftlich dokumentiert, also entstand aus wissenschaftlicher Sicht kein Schaden. Schaden entstand allerdings für die Rekonstruktion. Zwar war von vornherein die Wiederherstellung von Einbäumen in ihren ursprünglichen Ausmaßen nicht möglich, doch hätte für museale Zwecke die Fundsituation dargestellt werden können. Dies erscheint jetzt ausgeschlossen.

Aufräumen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Fehler beim Umgang mit diesen wertvollen Kulturgütern gemacht wurden, die auf einen Mangel an Problembewusstsein, aber auch auf Schwächen in Strukturen und bei der Kontrolle hinweisen. Diese Fehler der Vergangenheit werden abgestellt.

Die ministerielle Fachaufsicht betreffend kündigte Tesch personelle Veränderungen und Umstrukturierungen in der dafür zuständigen Kulturabteilung an. So wird die Stellvertretende Abteilungsleitung neu besetzt. Dem Stellvertretenden Abteilungsleiter wird die Rechts- und Fachaufsicht für das Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege direkt zugeordnet. Weitere Berichtpflichten an die Hausspitze werden eingeführt. Damit werden klare Zuständigkeiten definiert und zukünftig ausgeübt.

Bei der zuständigen Staatsanwaltschaft ist Anzeige erstattet worden. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Schwerin laufen die Ermittlungen dazu noch.

Aufbauen

"Das Standortentwicklungskonzept ist u. a. ein Konzept zur archäologischen Sicherung", so Minister Tesch.

Es sieht sowohl Depots als auch Werkstätten und Ausstellungsmöglichkeiten am Standort Stellingstraße vor und wird damit zu einem optimal vernetzten und repräsentativen Campus.

Das Standortentwicklungskonzept (SEK) ist vom Bildungsministerium, Landesamt für Kultur und Denkmalpflege und dem Betreib für Bau und Liegenschaften seit 2006 entwickelt worden.

Das Konzept ist in erster Linie von dem Prinzip getragen, die bisherige, an vielen Stellen durch Provisorien gekennzeichnete Situation grundsätzlich zu überwinden. (An 15 verschiedenen Standorten lagern über 500 000 archäologische Fundstücke.)

Zum SEK laufen derzeit die Haushaltsverhandlungen, um einen Einstieg für die Umsetzung beginnen zu können.

In diesem langjährigen, etappenweisen Prozess geht es um ein Volumen von rund 30 Millionen Euro.

Außerdem folgt Minister Tesch den Empfehlungen der Expertenkommission und kündigt einen Aktionsplan für Funde mit besonderem wissenschaftlichen Wert an,

  • der neben der Bergung von wichtigen Denkmälern ebenso die notwendige Erstkonservierung festlegt, um anschließend über das weitere Verfahren zu entscheiden.

  • Für die Entscheidung über das weitere Verfahren ist zu klären, ob die Kapazitäten des eigenen Landes ausreichen oder ob Dritte einbezogen werden können, um dem Denkmalschutz gerecht zu werden.

  • Zu prüfen ist ebenfalls, zu welchem Zweck Fundstücke aufbewahrt werden, um ggf. für ein Interesse an musealer Aufarbeitung ebenfalls Dritte mit einzubeziehen.

  • Für alle Schritte werden Dokumentationspflichten eingefordert.

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16.11.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Plätze für das Referendariat an Schulen ausgeschrieben

Mecklenburg-Vorpommern stellt zum 1. April 2019 weitere Referendarinnen und Referendare an den Schulen ein. Für das Lehramtsreferendariat hat das Land jetzt mindestens 83 Plätze im Karriereportal für den Schuldienst unter www.Lehrer-in-MV.de ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist Dienstag, 11. Dezember 2018. Online-Bewerbungen sind möglich. Das Referendariat dauert 18 Monate. Alle Stellen, die zum 1. Februar 2019 nicht besetzt werden können, stehen zum 1. April 2019 zusätzlich zur Verfügung. Beide Einstellungsverfahren laufen nahezu parallel.

15.11.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

1 Million Euro für die Internationalisierung der Hochschulen geplant

Mecklenburg-Vorpommern will die Zahl der Studierenden aus dem Ausland an den Universitäten und Fachhochschulen erhöhen. Für das Studierendenmarketing stellt das Land in dieser Legislaturperiode bis zu 500.000 Euro zur Verfügung. Bei der Einrichtung von weiteren Double-Degree-Studiengängen plant das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, die Hochschulen mit 500.000 Euro zu unterstützen. Beim Double Degree erreichen Studierende durch das parallele Studium an zwei akademischen Einrichtungen zwei akademische Grade.

14.11.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

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Schülerinnen und Schüler in der gymnasialen Oberstufe sollen künftig nach neuen Rahmenplänen lernen. Die Einführung von Grund- und Leistungskursen macht es erforderlich, die Rahmenpläne für alle allgemein bildenden Fächer in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe – die bisherigen Kerncurricula – zu erneuern. Vom Schuljahr 2019/2020 an können bis auf Darstellendes Spiel prinzipiell alle Fächer in beiden Niveaustufen unterrichtet werden. Die Fächerinhalte für Grund- und Leistungskurse sollen nach dem Modell der 2015 in Kraft gesetzten Oberstufenrahmenpläne für die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik festgelegt werden.

13.11.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Einladung zur fünften Hochschulpolitischen Konferenz

Macht es die Hochschulen automatisch besser, wenn sie mit Apps und Tools, mit E-Learning und Online-Modulen operieren? Diese Frage steht im Mittelpunkt der fünften Hochschulpolitischen Konferenz am Freitag, 30. November 2018, in Wismar. Unter dem Motto „Lehren und Lernen in der digitalen Welt“ lädt das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur zu Vorträgen und Diskussionen in das Zeughaus der Hansestadt Wismar (Stadtbibliothek) ein. Anmeldungen sind weiterhin möglich. Die Konferenz beginnt um 10 Uhr.

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Gute Signale für den Sport aus St. Wendel

Bei der Sportministerkonferenz in St. Wendel im Saarland haben sich die Länder einstimmig auf eine Bund-Länder-Vereinbarung zum Spitzensport verständigt. Die Bund-Länder-Vereinbarung regelt die Finanzierung der Bundesstützpunkte in Deutschland.

09.11.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Schuljahr 2017/2018: Unterrichtsausfall auf nahezu konstantem Niveau

An den staatlichen allgemein bildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ist der Unterrichtsausfall im Schuljahr 2017/2018 insgesamt auf niedrigem Niveau geblieben. Das geht aus dem aktuellen Bericht zum Unterrichtsausfall und zum Vertretungsunterricht hervor. Der Unterrichtsausfall bezogen auf das Stundensoll und ohne elementare Ereignisse lag im Schuljahr 2017/2018 bei 2,4 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Seit elf Schuljahren schwankt der Unterrichtsausfall an den allgemein bildenden Schulen lediglich minimal.

08.11.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Freie Stellen im Schuldienst zum zweiten Schulhalbjahr ausgeschrieben

„Sei meine Lehrer/in, wenn du das Meer im Blick hast“ – mit diesem Slogan macht das Land derzeit auf 159 freie Stellen an den staatlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen aufmerksam. Diese unbefristeten Stellen mit Dienstbeginn am Freitag, 1. Februar 2019, sind im Karriereportal für den Schuldienst unter www.lehrer-in-mv.de ausgeschrieben. Bis zum Sonnabend, 24. November 2018 (Poststempel), müssen die erforderlichen Bewerbungsunterlagen bei den jeweiligen Schulen eingegangen sein. Online-Bewerbungen sind ebenfalls möglich.

07.11.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Kulturförderung für Bibliotheken steht auf sicherem Fundament

Die Landesförderung von kommunalen Bibliotheken in Mecklenburg-Vorpommern wird verlässlicher. Das Land und der Landesbibliotheksverband haben heute in Rostock eine Zielvereinbarung für die Jahre 2018 bis 2020 geschlossen, die eine sichere und planbare finanzielle Unterstützung des Landes beim Ankauf von Medien der Bibliotheken und bei der landesweiten Onleihe vorsieht. Kulturministerin Birgit Hesse hat die Vereinbarung beim Landestreffen der öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken unterzeichnet. Außerdem haben das Land und die Hansestadt Rostock eine Kooperationsvereinbarung über die Arbeit und die Finanzierung der Landesfachstelle für öffentliche Bibliotheken geschlossen.

06.11.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

„Sterne des Sports“ – Sportvereine leuchten in Rostock

In Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich 27.100 Mitglieder von Sportvereinen in einem Ehrenamt, wie aus dem Sportentwicklungsbericht 2015/2016 hervorgeht. Der Bericht wird im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der 16 Landessportbünde und des Instituts für Sportwissenschaft alle zwei Jahre erstellt. Der jüngste Bericht zeigt auf, dass die ehrenamtlichen Positionen von 8.600 Frauen und 18.500 Männern besetzt werden. Dabei handelt es sich um Vorstandsposten, Trainer, Übungsleiter, Jugendleiter, Schieds- und Kampfrichter. Bei der Festveranstaltung „Sterne des Sports“ am Abend in Rostock lobte Sportministerin Birgit Hesse die Vereinsarbeit.

06.11.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Land wartet auf Umsetzung des Digitalpakts für Schulen

Bildungsministerin Birgit Hesse hofft auf eine schnelle Umsetzung des Digitalpaktes für die Schulen. Die Ministerin hat heute im Kabinett über den Stand der Dinge berichtet. Bund und Länder müssen dafür eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnen. „Ich gehe davon aus, dass die Verhandlungen von Bund und Ländern noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können. Das würde bedeuten, dass der Digitalpakt 2019 starten kann. Die Signale, die ich derzeit vom Bund vernehme, deuten in diese Richtung“, sagte Hesse.