Bauarbeiten an A 20 bei Jarmen gehen nach enger Abstimmung mit Tourismusverband Usedom weiter

Nr.205/17  | 01.09.2017  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Ab 11. September wird die Erneuerung der Autobahn 20 im Bereich der Peene-Brücke bei Jarmen fortgesetzt. Nach einer Unterbrechung der Bauarbeiten für die Sommersaison wird bis voraussichtlich 30. November die Fahrbahn in Richtung Stettin saniert. Auch die Planung des zweiten Bauabschnitts durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr erfolgte in enger Abstimmung mit den Tourismus-Vertretern der Insel Usedom.

Ab Montag, 4. September 2017, wird es zu Einschränkungen in Fahrtrichtung Lübeck kommen, da dort die mobilen Leitwände wieder aufgestellt werden müssen. Ab 11. September wird die Richtungsfahrbahn in Richtung Stettin gesperrt. Der Verkehr wird mit einer Spur je Richtung über die Fahrbahn in Richtung Lübeck geführt. Diese war vor Beginn der Hochsaison erneuert worden, so dass der Haupturlaubsverkehr zu und von der Insel Usedom nicht durch die Bauarbeiten beeinträchtigt wurde. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird auch während des zweiten Bauabschnitts auf 80 km/h begrenzt. In den Bereichen der Überfahrten wird die Geschwindigkeit auf 40 km/h begrenzt.

Die Anschlussstellen (AS) Gützkow und Jarmen müssen wiederum teilgesperrt werden. Dort sind während der Baumaßnahme das Abfahren von der A 20 aus Richtung Lübeck sowie das Auffahren in Richtung Stettin nicht möglich. An den Anschlussstellen Gützkow und Jarmen sind nur das Verlassen der A 20 aus Richtung Stettin sowie das Auffahren in Richtung Lübeck möglich. Fahrzeuge aus Richtung Lübeck mit Ziel Usedom fahren an der AS Greifswald ab und über die Bundesstraße B 109, Landesstraße 35 bis Gützkow und dann weiter die B 111 Richtung Wolgast/Usedom. Auch die Anfahrt über die B 109 bei Greifswald ist möglich. Dort wird aber in Höhe Hanshagen der Verkehr mit Lichtsignalanlagen an einer Brückenbaustelle einspurig vorbeigeführt. Bei hohem Verkehrsaufkommen kann es zur Wartezeiten kommen.

Fahrzeuge von Usedom in Richtung Stettin können über die B 109 und B 199 zur AS Anklam und dort auf die A 20 fahren, alternativ in Richtung der A 20 und dann auf der L 35 in Parallellage bis zur Anschlussstelle Anklam. Dies bedeutet einen Umweg von ca. 600 Metern.

Im Rahmen des Bauvorhabens werden an der Jarmener Brücke alle Übergangskonstruktionen komplett erneuert. Auf insgesamt 7,5 Kilometern Länge werden die Fahrbahnen in kompletter Breite in beiden Fahrtrichtungen gefräst und es wird die Binder- und Deckschicht erneuert.

Der zeitliche Rahmen für die Bauarbeiten ist mit den Tourismusvertretern der Insel Usedom abgestimmt worden. Im März hatte die Straßenbauverwaltung den Tourismusverband über die erforderlichen Bauarbeiten informiert. Bei einem Treffen mit dem Verbandsvorstand sowie Vertretern von Infrastrukturministerium und Landesamt für Straßenbau und Verkehr wurden die Anregungen der Tourismusexperten und ihre Umsetzbarkeit besprochen. Dank akribischer Planungen konnte nun der Wunsch, dass die Bauarbeiten nicht die Urlauberströme in der Hauptsaison beeinträchtigen, erfüllt werden.

Auch der Wunsch nach einer Umleitungsbeschilderung, die an- und abreisenden Gästen der Insel die optimalen Reiserouten gut erkennbar anzeigt, wurde erfüllt. Dazu wurde ein weiterer Beschilderungsplan erarbeitet. Dieser wird dem Tourismusverband zur Verfügung gestellt. Es wurde zudem vereinbart, dass die Gastgeber auf der Insel ihren Gästen mit der Buchungsbestätigung die Anregungen zu den An- und Abfahrtsrouten während der Bauzeit übermitteln, die die Straßenbauverwaltung erarbeitet hat.

Vorstandsvorsitzender Sebastian Ader bewertete die Einbeziehung seines Tourismusverbands als äußerst positiv: „Natürlich sind wir und vor allem die Gäste unserer Insel überaus zufrieden, dass der Verkehr in der Hochsaison ungehindert über die A20 rollen konnte. Schon bei den Baumaßnahmen an der Bahnbrücke Anklam hatte sich gezeigt, dass die Beteiligung unseres Tourismusverbands an den Planungen allen Betroffenen zu Gute kommt.“ Er würde es begrüßen, wenn dieses abgestimmte Vorgehen auch bei künftigen Maßnahmen, die Usedom betreffen, praktiziert würde.

Der Tourismusverband informiert auf seiner Internetseite www.tviu.de/aktuelles zu den einzelnen Bauphasen, ebenso das Landesamt für Straßenbau und Verkehr auf www.strassenbauverwaltung.mvnet.de/service/verkehrsinformationen/

 

Zahlen und Fakten

Zu erneuernde Fahrbahnlänge: 7,5 km Länge der Brücke: 1111,60 m Kosten: 9,87 Mio. Euro (Bundesmittel) Hauptauftragnehmer: Arbeitsgemeinschaft der Eurovia VBU GmbH Neubrandenburg mit der Strabag AG Neubrandenburg