Tage des Energielabels 2017: Mehr als 1.100 Elektrogeräte und Autoreifen auf Kennzeichnung kontrolliert

Nr.253/17  | 23.10.2017  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

In einer abgestimmten Aktion haben die Marktüberwachungsbehörden der Bundesländer vom 18. bis 22. September 2017 in ganz Deutschland die Einhaltung der Kennzeichnungspflicht zum Energielabel im Handel kontrolliert. In Mecklenburg-Vorpommern ist dafür das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung zuständig.

Die Behörde hat die Kennzeichnung von 1.189 Elektrogeräten und Autoreifen geprüft. Bei 61 Produkten (5,1 Prozent) mussten die Kontrolleure sie beanstanden. Das ist eine geringfügige Verbesserung im Vergleich zu Vorjahresaktion (5,9 Prozent). Die Behörde beanstandete vor allem Produkte, bei denen das Energielabel ganz fehlte.

Die höchste Beanstandungsquote gab es mit 45,5 Prozent bei den Autoreifen. Das Label fehlt aber auch an Haushaltsgeschirrspülern (7 Prozent), Fernsehgeräten (6 Prozent), Kühlschränken (5 Prozent) und Staubsaugern (4,8 Prozent). Hingegen musste die Behörde fehlende Energielabel an Wäschetrocknern nur in 1,6 Prozent der Fälle, bei den Waschmaschinen gar nicht beanstanden.

Die Marktüberwachungsbehörde hat bei dieser Aktion 27 Händler, darunter Elektrofachmärkte, Küchenstudios, Kfz-Handwerksbetriebe und Autohäuser sowie Reifenhändler kontrolliert. Bei 14 Händlern hat die Behörde Geräte beanstanden müssen. Dies entspricht einer Quote von 52 Prozent und stellt gegenüber der Vorjahresaktion (59 Prozent) einen Rückgang um 7 Prozent dar. Nach Ansicht der Behörde deutet dies darauf hin, dass die regelmäßigen landesweiten Kontrollen die Händler zunehmend sensibilisieren und zu einer korrekten Kennzeichnung mit dem Energielabel veranlassen.

Die Hälfte der 14 beanstandeten Händler hat die festgestellten Mängel umgehend und freiwillig behoben. Bei den übrigen sieben Händlern wurden Verwaltungsverfahren eingeleitet.

Die Kennzeichnung mittels Energielabel versetzt die Verbraucherinnen und Verbrauchern in die Lage, sachkundige Entscheidungen auf der Grundlage des Verbrauchs an Energie und an anderen wichtigen Ressourcen sowie anhand verschiedener Parameter wie der Leistung beim Kauf von Elektrogeräten, Pkw und Reifen zu treffen.

Informationen über effiziente und nachhaltige energieverbrauchsrelevante Produkte leisten einen wesentlichen Beitrag zur Energieeinsparung und zur Senkung von Energiekosten. Sie fördern zugleich Innovationen und Investitionen in die Herstellung energieeffizienterer Produkte. Daher sind die Händler verpflichtet, das Energielabel gut sichtbar an den Produkten anzubringen.

Bundesweit haben die Marktüberwachungsbehörden der Länder bei dieser Aktion insgesamt 107.000 Elektrogeräte, Pkw und Reifen bei Händlern vor Ort und im Internet auf die Kennzeichnung mit dem Energielabel überprüft. Dabei lag die Beanstandungsquote bei rund 6,8 Prozent der geprüften Produkte, die damit höher ist als in Mecklenburg-Vorpommern. Allerdings ist die Quote der bundesweit geprüften Händler, bei denen Beanstandungen festgestellt wurden, mit 38 Prozent geringer als in Mecklenburg-Vorpommern.

Bei den beanstandeten Produkten ist die Beanstandungsquote bei den Reifen mit 45 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern erheblich höher als im bundesweiten Durchschnitt von 5,5 Prozent. Bei den anderen Produktgruppen entsprechen die Beanstandungsquoten in Mecklenburg-Vorpommern in etwa denen im bundesweiten Durchschnitt.