"Allianz für Wohnen mit Zukunft“ zu Smarthome und Wohnungsbau sozial

Nr.274  | 22.11.2017  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Heute trafen sich zum achten Mal seit 2013 die Mitglieder der „Allianz für das Wohnen mit Zukunft“ in Schwerin. Bei ihrem Gespräch standen zwei Themen im Vordergrund:  Wohnen und Digitalisierung sowie erste Erfahrungen mit dem neuen Förderprogramm Wohnungsbau sozial.

„Durch die demografische Entwicklung steigt der Bedarf an innovativen Technologien und Dienstleistungen im Bereich Wohnen. Wie es gelingen kann, alltagsunterstützende Assistenzsysteme in Wohnungen vermehrt zu berücksichtigen, die einer älter werdenden Bevölkerung  ein großes Stück an Komfort, Selbstbestimmung und Sicherheit in den eigenen vier Wänden ermöglichen, war ein zentrales Thema“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel, der das Forum moderierte. So stellten Vertreter der „Initiative Leben und Wohnen im Alter“ aus Greifswald als Gäste der „Allianz“ ihre neueste Projektidee vor: Mit einer Musterwohnung auf Rädern sollen verschiedene „Smarthome“-Lösungen „zum Anfassen“ an beliebigen Orten präsentiert werden können.

Die Vertreter der Wohnungswirtschaft zeigten sich daran sehr interessiert. „Es besteht kein Zweifel daran, dass die Ausstattung mit Smarthome-Technik nicht nur für Seniorinnen und Senioren, sondern für alle Haushalte ein Qualitätsmerkmal bei der Wohnungsnachfrage sein wird. Und es ist natürlich unser aller Interesse, dem Wunsch der Mieter nach einem möglichst langen und selbstständigen Leben in den eigenen vier Wänden zu entsprechen“, so Christian Pegel. Die Musterwohnung auf Rädern könne dazu beitragen, Smarthome auch verstärkt in den ländlichen Raum zu bringen.

Beim weiteren Meinungs- und Erfahrungsaustausch ging es unter anderem um die Entwicklung der Kosten im Wohnungsbau und erste Erfahrungen mit dem Förderprogramm Wohnungsbau sozial. Es wurden erste positive Erfahrungen mit der Abwicklung geschildert, aber auch auf die Schwierigkeiten hingewiesen, bei steigenden Bau- und Grundstückskosten die Finanzierung zu bewerkstelligen.

Christian Pegel dankte den Teilnehmern für den konstruktiven Gedankenaustausch und kündigte eine Fortsetzung des Dialogs im ersten Halbjahr 2018 an.

Hintergrund

Seit 2013 treffen sich mit der „Allianz für Wohnen mit Zukunft“ regelmäßig die Vertreter der landesweiten Akteure im Bereich Wohnen und Wohnungsbau unter Leitung des Bauministeriums zum Gesprächsforum, um Herausforderungen und erforderliche Maßnahmen zur Sicherung einer angemessenen und qualitätsvollen Wohnraumversorgung herausarbeiten. Mitglieder der Allianz sind die Landesvertreter des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen, des Bundesverbands freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, des Deutschen Mieterbunds, des Bauverbands sowie das Landesförderinstitut, der Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern sowie der Verein „Haus und Grund Mecklenburg-Vorpommern.“