Schwerin: Startschuss zum Ausbau der B 321 erfolgt

Nr.18/18  | 23.01.2018  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Der erste Spatenstich ist getan: Mit einem symbolischen Akt startete heute Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Christian Pegel gemeinsam mit Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Rico Badenschier, Oberbürgermeister der Stadt Schwerin, den Ausbau der B 321, Crivitzer Chaussee, von der Kreuzung Plater Straße bis Mueß.

Die B 321 wird zu einem vierstreifigen Autobahnzubringer ausgebaut. Der Ausbau wird den Lückenschluss zwischen den bereits vierstreifigen Abschnitten von der B 106 bis zur Plater Straße im Bereich Neu Zippendorf sowie von der Abfahrt Mueß bis zur Anschlussstelle Schwerin-Ost der A 14 darstellen. Ende November 2017 war bereits mit den bauvorbereitenden Arbeiten im Baufeld des ersten Bauabschnitts begonnen worden. Im Rahmen der Baumaßnahme wird auch die Brücke über die B 321 im Zuge des Consrader Weges abgerissen und durch ein neues Bauwerk ersetzt, welches mit größerer Spannweite die neue vierspurige Fahrbahn überspannt. Hierzu erfolgen rechtzeitig gesonderte Informationen.

Mit dem Spatenstich beginnen im ersten Schritt die Erdarbeiten für die sogenannte Vorbelastungsschüttung. Diese ist erforderlich, weil der Untergrund der zukünftigen Straße an mehreren Stellen nicht ausreichend tragfähig ist. Durch die Vorbelastung wird Wasser aus dem weichen Untergrund gepresst und der Boden standfester gemacht. Die Vorbelastungsschüttung wird in mehreren Lagen aufgebracht. Nach jeder Lage entstehen Setzungen, die abgewartet werden müssen, ehe die nächste Lage aufgebracht werden kann. Im Anschluss wird der fertige Erdwall etwa 15 Monate liegen, bis der Boden ausreichend verfestigt ist. Im Anschluss beginnen die tatsächlichen Straßenbauarbeiten. Die gesamte Maßnahme wird in zwei Abschnitten durchgeführt.

Während des ersten Bauabschnittes wird der Verkehr zeitweise einseitig geführt, der zweite Bauabschnitt wird unter Vollsperrung gebaut. Für den Lkw-Verkehr über 7,5 Tonnen gelten fast während der gesamten Bauphase großräumige Umleitungen, für den Kfz-Verkehr unter 7,5 Tonnen werden kleinräumige Umleitungen eingerichtet. Diese werden frühzeitig ausgeschildert und über Presse und Verkehrsfunk bekannt gegeben!

Lkw-Verkehr über 7,5 Tonnen

Für den Lkw-Verkehr wird während der Bauzeit eine großräumige Umleitung eingerichtet und ausgeschildert, um die Verkehrsbelastung auf den kurzen Umleitungsstrecken zu minimieren. Der Schwerverkehr aus Richtung Crivitz fährt die südliche Umleitung über die K 109 Richtung Sukow, weiter über die K 30 nach Banzkow und Hasenhäge bis zur L 072 (ehemals B106) Richtung Schwerin. Die nördliche Umleitung für den Schwerverkehr führt über die L 101 von Raben-Steinfeld über Leezen bis nach Rampe an die B 104 zum Paulsdamm und weiter in Richtung Schwerin.

Kleinräumige Umleitungen

Für den Normalverkehr sind kürzere Umleitungen vorgesehen:

Für den ersten Bauabschnitt wird der stadteinwärts fahrende Verkehr auf der Crivitzer Chaussee (B 321) durch die Baustelle geführt. Stadtauswärts erfolgt die Umleitung über die Plater Straße, die Hamburger Allee und die Lomonossowstraße bis zur B 321.

Der zweite Bauabschnitt, welcher voraussichtlich im Herbst 2019 beginnen wird, erfolgt hauptsächlich unter Vollsperrung. Der Verkehr wird in dieser Zeit über die Alte Crivitzer Landstraße geführt. Sie wird vorher dafür hergerichtet. Zur Sicherheit für Fußgänger und Fahrradfahrer werden an den Einmündungen Consrader Weg und Am Silbernen Hang Ampeln aufgestellt.

Die Arbeiten erfordern zunächst noch keine Einschränkungen des Verkehrs! Sobald die Umleitungen und Einschränkungen in Kraft treten, wird dies der Presse sowie dem Verkehrsfunk rechtzeitig mitgeteilt und die entsprechenden Beschilderungen vorgenommen, damit sich die Autofahrer entsprechend einrichten können.

Die Gesamtkosten des Vorhabens in Höhe von rund 21,4 Millionen Euro trägt größtenteils der Bund. Die Landeshauptstadt Schwerin beteiligt sich in den Kreuzungsbereichen an den Kosten.