Ab Mittwoch wieder über die Autobahn 20 bei Tribsees

Nr.307/18  | 06.12.2018  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Am Mittwoch (12.12.2018) wird die Behelfsbrücke über die abgesackte Autobahn 20 zwischen den Autobahnanschlussstellen  Bad Sülze  und Tribsees für den Verkehr freigegeben. Am Vormittag wird die Fahrbahn in Richtung Stettin geöffnet, am selben Tag einige Stunden später die Fahrbahn in Richtung Rostock (Presseeinladung mit genauem Termin folgt).

„Ich bin sehr erleichtert, dass der Verkehr wieder über die Autobahn rollen kann und die Anwohner an der Umleitungsstrecke entlastet werden“, sagt Landesverkehrsminister Christian Pegel. Er nimmt dies zum Anlass, sich zu bedanken für die Geduld und das Verständnis aller, die von der Vollsperrung betroffen waren. „Mein Dank gilt auch unseren Kollegen vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr sowie den Ingenieurbüros und Baufirmen, die es mit unglaublichem Engagement und hier und da ein wenig Kreativität geschafft haben, die Autobahn gut ein Jahr nach dem Dammbruch und vor Weihnachten wieder befahrbar zu machen. Und natürlich dem Bund, der uns nicht nur finanziell, sondern auch bei der Durchführung und Abstimmung der Verwaltungsverfahren stets schnell und unkompliziert zur Seite gestanden hat.“

Zugleich weist der Minister darauf hin, dass der Verkehr über die Behelfsbrücke mit Einschränkungen verbunden ist: „Es gibt nur eine Spur je Richtung und wir müssen das Tempolimit auf 60 Kilometer je Stunde begrenzen.“ Dafür gibt es zwei Gründe. Der erste: An den Übergängen zwischen den 27 je dreiteiligen Brückensegmenten wurden Stahlelemente eingebaut, um Längenänderungen infolge von Temperaturschwankungen ausgleichen zu können. Das bedeutet, dass die Fahrbahn genug Spielraum hat, falls sie sich bei Hitze ausdehnt. Diese Fahrbahnübergänge sind nicht ganz eben und verursachen auch ein leichtes Geräusch beim Überfahren. „Der zweite Grund für die Geschwindigkeitsbegrenzung: Wir wollen grundsätzlich das Unfallrisiko auf der zweispurigen Behelfsbrücke weitestgehend minimieren, da ein Unfall dort eine Vollsperrung und somit eine erneute Umleitung erfordern würde. Aus diesem Grund wird auch ein Blitzer pro Fahrtrichtung aufgestellt“, so Christian Pegel.

Während der A20-Verkehr nun über die Behelfsbrücke rollt, arbeitet die Straßenbauverwaltung mit Hochdruck an der dauerhaften Wiederherstellung der Autobahn. Dafür wird eine neue Brücke als Verlängerung der bestehenden Trebeltalbrücke errichtet, zunächst die Fahrbahn in Richtung Rostock. Ist diese fertig, wird der Verkehr von der Behelfsbrücke auf diese verlegt und die zweite Brückenhälfte in Richtung Stettin errichtet.