Breitbandausbau im Landkreis Rostock beginnt

Nr.87/19  | 29.04.2019  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich beginnt am Donnerstag, 2. Mai 2019, offiziell der Breitbandausbau im Landkreis Rostock. Digitalisierungsminister Christian Pegel, Landrat Sebastian Constien und Dr. Vesta von Bossel, Vorstandsbeauftragte der Telekom für den Breitbandausbau, laden Medienvertreterinnen und -vertreter dazu herzlich ein:

Termin:       Donnerstag, 2. Mai 2019, 13.30 Uhr

Ort:             Tessin, St.-Jürgen-Straße 59, Volksparksaal

In den ersten drei der insgesamt 16 Projektgebiete im Landkreis Rostock wird die Telekom knapp 9.500 Haushalte und Gewerbetreibende in 25 Gemeinden mit einem schnellen Internetanschluss versorgen. Dafür verlegt das Unternehmen bis Mitte 2021 insgesamt ca. 3.200 Kilometer Glasfaserkabel. Die Telekom beabsichtigt, im gesamten Ausbaugebiet ein reines Glasfasernetz mit FTTB-Standard einzurichten, also mit Glasfaseranschlüssen bis an die Gebäude.

Den Ämtern Tessin, Bützow-Land, Rostocker Heide und Carbäk sowie der Stadt Tessin stehen insgesamt 33,3 Millionen Euro für den Breitbandausbau zur Verfügung. Der Bund unterstützt mit Fördermitteln in Höhe von 21,2 Millionen Euro, das Land übernimmt im Rahmen der Kofinanzierung 8,8 Millionen Euro. Der Eigenanteil des Landkreises für die Maßnahmen liegt bei etwa 3,3 Millionen Euro und kann aus Mitteln des Kommunalen Aufbaufonds gedeckt werden.

Für die übrigen 13 Projektgebiete hat der Landkreis die Vergabe an drei verschiedene Telekommunikationsunternehmen beschlossen. Im nächsten Schritt werden die endgültigen Zuwendungsbescheide beim Bund und anschließend beim Land beantragt. Wenn die endgültigen Genehmigungen ergangen sind, können die Zuschläge erteilt werden. Danach kann der Baustart erfolgen.

Mit dem Start im Landkreis Rostock hat der Breitbandausbau nun in bereits allen Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns begonnen.

Hintergrund

Um die Bundesrepublik Deutschland mit zukunftsfähigen Breitbandnetzen zu versorgen, hat der Bund bisher mehr als 3,5 Milliarden Euro Fördermittel bereitgestellt. Die Förderung des Bundes beträgt dabei bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten eines Ausbauprojekts. Um den verbleibenden kommunalen Eigenanteil zu verringern, stellt das Land Mecklenburg-Vorpommern ergänzend eine Kofinanzierung zum Breitbandausbau bereit. Der Eigenanteil der Landkreise beträgt grundsätzlich zehn Prozent. Dieser wird aus dem Kommunalen Aufbaufonds finanziert und belastet deshalb nicht die einzelnen Kommunen. Das Land finanziert diese Ausgaben des Kommunalen Aufbaufonds aus dem Sondervermögen „Breitbandausbau in Mecklenburg-Vorpommern“ vor.

Sämtliche 97 Projektgebiete, mit denen Mecklenburg-

Vorpommern nahezu flächendeckend für den Breitbandausbau überplant worden ist, erhielten den Zuschlag von Bund und Land. Damit konnten mehr als 800 Millionen Euro Bundesmittel nach M-V geholt werden. Das Land wird aus dem Sondervermögen „Breitbandausbau in Mecklenburg-Vorpommern“ rund eine halbe Milliarde Euro als Kofinanzierung des Landes sowie für die Vorfinanzierung der kommunalen Eigenanteile beitragen. Damit stehen insgesamt ca. 1,3 Milliarden Euro für den Breitbandausbau zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zur Breitbandförderung des Landes aus dem Kommunalinvestitionsförderungsfonds finden Sie hier: www.regierung-mv.de/Landesregierung/em/Aktuell/?id=145993&processor=processor.sa.pressemitteilung.