Ausgleich für A 20-Instandsetzung - Neues Eidechsenquartier fertig

Nr.183/19  | 07.08.2019  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Der Instandsetzung der A 20 bei Tribsees steht nun formell nichts mehr im Wege, nachdem in der Nähe des Bunkers Eichenthal ein Ausweichhabitat für Zaun- eidechsen fertiggestellt wurde. Die Maßnahme war Auflage aus der naturschutzrechtlichen Genehmigung für die Instandsetzung der Autobahn.

„Das Trebeltal ist ein Flora-Fauna-Habitat und damit Heimat vieler Arten – insbesondere auch der Zauneidechse, die europaweit unter strengem Artenschutz steht. Die Errichtung eines Ausweichhabitats für die Reptilien musste deshalb zwingend vor Beginn der anstehenden Instandsetzung der A 20 bei Tribsees fertiggestellt werden“, erklärt Landesverkehrsminister Christian Pegel.

„Oberste Priorität hat für uns weiterhin der Faktor Zeit bei der Wiederherstellung der A 20 bei Tribsees - ich bin deshalb sehr dankbar, dass diese für einen Baubeginn in den kommenden Wochen vorab umzusetzende Maßnahme so zügig abgeschlossen werden konnte und wir damit schnell loslegen können“, so Pegel. 

Die neue Heimat der Zauneidechsen entstand auf dem Gebiet der ehemaligen Siloanlage neben der A 20. Diese wurde im Rahmen der Maßnahme vollständig geräumt und bereinigt. Anschließend wurde die Fläche für die anstehende Bevölkerung durch das Reptil hergerichtet. „Wir haben alle Elemente eingerichtet, die die Zauneidechse zum Leben braucht. Es gibt ausreichend Versteckmöglichkeiten durch unverfugte Stein- und Holzhaufen, offene, gut besonnte Flächen zum Sonnenbaden und Ausbrüten der Eier sowie schattige Plätze. Außerdem haben wir lockere Sand- und Kiesaufschüttungen eingerichtet, um den Tieren Überwinterungsmöglichkeiten zu schaffen“, so Pegel weiter. 

Die Kosten für die Einrichtung des Eidechsenhabitats belaufen sich auf ca. 500.000 Euro und werden vom Bund getragen. Davon wurden 450.000 Euro für die Beräumung des nicht mehr genutzten Silos eingesetzt. „Es freut mich, dass wir damit auch einen Beitrag zum Rückbau dieser nicht mehr genutzten Anlagen leisten und damit gleich einen unansehnlichen Punkt beseitigen konnten“, so der Landesverkehrsminister.