Verstärkte Kooperation zwischen Bund und Land bei IT-Sicherheit

Nr.203/19  | 20.08.2019  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Um die Zusammenarbeit zwischen dem Land Mecklenburg-Vorpommern und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Fragen der Cybersicherheit weiter zu vertiefen, haben die IT-Beauftragte der Landesregierung Ina-Maria Ulbrich und Innenstaatssekretär Thomas Lenz heute, 20. August 2019, in Schwerin eine Absichtserklärung mit Arne Schönbohm, Präsident des BSI, unterzeichnet.

„Mit der Absichtserklärung gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um künftig in Fragen der Informationssicherheit noch enger und gut vernetzt mit dem Bund zusammenzuarbeiten. So wollen wir uns mit einem starken Partner an unserer Seite effektiver vor Angriffen auf unsere IT-Systeme schützen", sagt Ina-Maria Ulbrich und betont: „In unserer immer stärker vernetzten Welt besteht eine wachsende digitale Bedrohung – auch für die Verwaltung, deren Digitalisierungsgrad stetig zunimmt. Informationssicherheit bedeutet deshalb vor allem, richtig mit den bestehenden Risiken umzugehen."

Staatssekretär Thomas Lenz betont: „Cyber-Kriminelle werden immer professioneller. Sie sind gezielt darauf aus, auch vertrauliche Daten für politische oder wirtschaftliche Spionage zu stehlen oder durch digitale Angriffe auf kritische Infrastrukturen sogar ganze Systeme lahm zu legen. Informationssicherheit kann heute mit lokal begrenzten Schutzmaßnahmen nicht mehr gewährleistet werden. Nur gemeinsam können wir ein hohes IT-Sicherheitsniveau schaffen."

„Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde verfolgen wir weiter konsequent das Ziel, in ganz Deutschland ein einheitlich hohes IT-Sicherheitsniveau zu schaffen. Dazu bauen wir die Zusammenarbeit mit den Bundesländern weiter aus, um das Know-how und die Angebote des BSI noch besser in die Fläche tragen zu können“, so BSI-Präsident Arne Schönbohm.           

Mit der Absichtserklärung vereinbaren das Land Mecklenburg-Vorpommern und das BSI eine engere Zusammenarbeit unter anderem in den folgenden Bereichen:

  • Austausch zu IT-Sicherheitsstrategien
  • Unterstützung bei der Erhebung und Bewertung von IT-Sicherheitsmaßnahmen
  • Mitwirkung des Landes bei der Entwicklung und Fortschreibung von (IT)-Sicherheitsstandards
  • (IT)-Krisenmanagement
  • Aus- und Fortbildung im Bereich der Cyber- und Informationssicherheit

Bereits in der vergangenen Woche wurde das Computernotfallteam der Landesverwaltung (CERT M-V) in den Deutschen CERT-Verbund aufgenommen. Damit wird gewährleistet, dass die IT-Sicherheitsexperten des Landes künftig noch stärker mit weiteren Sicherheitsteams bundesweit vernetzt sind.