Schlotmann: "Müritz-Bahn" fährt ab 2015 ganzjährig zwischen Malchow und Waren

Nr.171/13  | 10.10.2013  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung

Auch nach 2015 wird zwischen Malchow und Waren (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) die Bahn fahren. Die sogenannte "Müritz-Bahn" dient vor allem zur Stärkung des touristischen Angebots in der Region, sagte Infrastrukturminister Volker Schlotmann in der Sitzung des Landtages heute (10.10.2013) in Schwerin.

"Es gab eine Anhörung zum Thema Südbahn im Verkehrsausschuss. Vor der Anhörung gingen wir davon aus, dass die "Müritz-Bahn" nur in der Saison verkehren wird. Im Ergebnis der Beratungen habe ich entschieden, dass die SPNV-Leistungen zwischen Malchow und Waren ganzjährlich bestellt werden", so Volker Schlotmann.

Die "Müritz-Bahn" wird Malchow und Neustrelitz mit Umsteigen in Waren verbinden. Vorgesehen sind sechs Fahrten in jede Richtung, wobei jeweils der Anschluss in Waren Richtung Berlin bzw. aus Berlin hergestellt werden soll. Der Minister: "Die Einzelheiten bedürfen noch der näheren Ausarbeitung, aber ich bin zuversichtlich, dass dies für die Region ein attraktives Angebot ist."

Auf der Strecke zwischen Parchim und Malchow wird ein flexibles Bussystem eingesetzt. Dabei wird Plau am See neu in das Streckennetz mit eingebunden. "Es werden natürlich komfortable, barrierefreie Busse zum Einsatz kommen, die, zumindest in der Saison, auch die Möglichkeit einer Fahrradmitnahme bieten sollen. Prüfen werden wir auch, ob hier neue, ökologische Antriebsformen wie zum Beispiel Erdgas in Frage kommen. Auf jeden Fall trägt das Land die Kosten des Ersatzverkehres im Rahmen der geltenden Richtlinie", sagte Schlotmann.

Ein Ausbau des Streckenabschnitts zwischen Parchim und Waren würde 47,5 Millionen Euro kosten. Der Betrieb eines Busses kostet das Land pro Kilometer rund zwei Euro, die Bahn je Kilometer rund zehn Euro.

Zielsetzung ist es, Verkehrsträger dort einzusetzen, wo sie ihre Stärken ausspielen und effizient eingesetzt werden können. Schlotmann: "So schaffen wir finanziellen Spielraum im System und setzen Verkehrsmittel nicht nur ökonomischer, sondern auch ökologischer ein."