Internationaler Tag des Waldes: Minister Backhaus und Tesch eröffnen Ausstellung im Jagdschloss Granitz

Nr.070/11  | 21.03.2011  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

"Kunde vom Wald – Kunst aus zwei Jahrhunderten" - so lautet der Titel der Ausstellung, die Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus und Kultusminister Henry Tesch anlässlich des Internationalen Tag des Waldes heute im Jagdschloss Granitz auf Rügen eröffnen.

Diese bislang einmalige Ausstellung ist ein wesentlicher Bestandteil der Landeskampagne im Internationalen Jahr der Wälder.

"Diese Ausstellung ist für mich etwas ganz besonderes. Die Kunstwerke vermitteln eindrucksvoll, wie sich die Bedeutung des Waldes für die Menschen im Laufe der Zeit gewandelt hat. Viele sehen den Wald heute nur als Erholungsort - zweifellos ist das eine wichtige Funktion. Lediglich einem Drittel der Deutschen ist jedoch bekannt, dass Bäume unter anderem Sauerstoff liefern, Luft filtern und für sauberes Trinkwasser sorgen. Wer mit offenen Augen durch den Wald geht, wird eine wunderbare Welt entdecken. Wald ist ein faszinierender Lebensraum tausender Tier- und Pflanzenarten und gleichzeitig Basis eines lebendigen Wirtschaftszweiges in Mecklenburg-Vorpommern", betonte der Umweltminister anlässlich der Vernissage.

Kultusminister Henry Tesch macht darauf aufmerksam, dass Künstlerinnen und Künstler seit jeher vom Wald inspiriert werden: "Seine Ursprünglichkeit, seine Schönheit und sein Nutzen beeinflussen den Menschen nicht nur unmittelbar, sondern auch indirekt - über die Kunst. Die Kunstobjekte dieser Ausstellung lenken unsere Aufmerksamkeit ganz gezielt auf den Reichtum des Waldes, aber auch auf seine Empfindsamkeit und darauf, dass er des Schutzes, des behutsamen Umgangs aller bedarf."

Die Ausstellung zeigt 33 Werke von 25 Künstlerinnen und Künstlern aus der Zeit zwischen 1860 und 2010.

Sie ist vom 22.03.2011 – 17.07.2011 auf dem Jagdschloss Granitz und vom 02.08.2011 – 02.10.2011 im Schweriner Marstall zu sehen.

Finanziert wird die Ausstellung aus Mitteln der Jost-Reinhold-Stiftung, der Landesforstanstalt, des Bildungsministeriums, des Umweltministeriums und der BINGO-Lotterie.

Hintergrund

Zum Jahr der Wälder:

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2011 zum "Internationalen Jahr der Wälder" erklärt. Der deutsche Beitrag unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Christian Wulff steht unter dem Motto "Entdecken Sie unser Waldkulturerbe". Ein Drittel der Bundesrepublik ist mit Wald bedeckt, in Mecklenburg-Vorpommern sind es 22 %.

Die bundesweite gemeinsame Kampagne von Bund, Ländern, Kommunen, Wirtschaft und zahlreichen Verbänden soll den Wald wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen bringen. Etwa 5.000 Veranstaltungen der unterschiedlichsten Akteure und Institutionen sind bundesweit geplant. Die Dachkampagne wird heute am Tag des Waldes durch den Bundespräsidenten gestartet.

Informationen zu weiteren Veranstaltungen anlässlich des Themenjahres können Sie auf www.wald2011.de finden.

Zur Ausstellung:

Die 33 Werke von 25 Künstlerinnen und Künstlern aus der Zeit zwischen 1860 und 2010 kommen aus Museen des Landes - dem Staatlichen Museum Schwerin, dem Kulturhistorischen Museum Rostock, der Kunstmühle Schwaan, der Stiftung Kunstmuseum Ahrenshoop, dem Museum Atelierhaus Rösler-Kröhnke in Kühlungsborn - von zahlreichen privaten Leihgebern und aus den Ateliers zeitgenössischer Künstler zwischen Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Paris. Vertreten sind Protagonisten der Künstlerkolonien Ahrenshoop und Schwaan wie Elisabeth von Eicken, Anna Gerresheim, Franz Bunke und Rudolf Bartels; bedeutende expressionistische Künstler wie Christian Rohlfs und Max Kaus, Vertreter der Moderne der 30er Jahre wie Alfred Partikel, Walter Kröhnke und Otto Manigk; schließlich zeitgenössische Künstler verschiedener Sparten wie der in Greifswald lehrende Videokünstler Michael Soltau und sein Malerkollege Felix Müller, der Berliner Fotograf Dietrich Oltmanns oder die aus Grubenhagen in Mecklenburg stammende Pariser Zeichnerin Gudrun von Maltzan.