Nächstes Teilstück der A 14 geht in Bau

Nr.67/12  | 21.06.2012  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung

Nach Ablauf der Einwendungsfrist beim Oberverwaltungsgericht in Leipzig ist der Planfeststellungsbeschluss vom 23. April dieses Jahres bestandskräftig. Damit wird der Bau des Teilstücks der A 14 vom Dreieck Schwerin bis zur B 5 bei Grabow planmäßig in diesem Herbst beginnen.

Das Straßenbauamt Schwerin wird nun mit den vorbereitenden Arbeiten beginnen. Dazu gehören die Erstellung der Ausführungsplanung, die Durchführung der erforderlichen Ausschreibungen und die Veranlassung vorgezogener naturschutzrechtlicher Ausgleichsmaßnahmen.

"Die A 14 ist notwendig und stärkt den Standort Mecklenburg-Vorpommern in allen Belangen. Unsere Häfen, die Logistikwirtschaft, die Ansiedlung von verarbeitendem Gewerbe und auch der Tourismus, werden profitieren. Ich freue mich, dass wir nun Rechtssicherheit für dieses zentrale Verkehrsprojekt haben", so Infrastrukturminister Volker Schlotmann.

Nach einem ersten, vorläufigen und groben Zeitplan könnte die Fertigstellung des Teilstücks im Sommer 2015 erfolgen. Einflussfaktoren wie die Witterung oder nichtplanbare Schwierigkeiten mit dem Baugrund könnten allerdings zu Verzögerungen führen.

Auf dem 16,6 Kilometer langen Teilstück werden 15 größere Einzelbauwerke errichtet. Dabei handelt es sich unter anderem um sechs Brücken über Strecken der Deutschen Bahn, über Bundes- und Landesstraßen sowie eine Kreisstraße. Ein Autobahnkreuz mit der A 24 und zwei Anschlussstellen nördlich und südlich von Ludwigslust werden gebaut. Beidseitig der neuen Autobahn wird je ein Parkplatz mit Toilettenanlage entstehen.

Auf dem Plan stehen ferner 29 Schilderbrücken sowie acht Sicker- bzw. Regenrückhaltebecken. Zusätzlich zur Autobahn werden noch über 19 Kilometer Verbindungswege, Wirtschaftswege und Zufahrten gebaut.

Das Projekt wird rund 140 Millionen Euro kosten, die der Bund und die EU tragen.

Bis 2020 wird mit einer Belegung von durchschnittlich 20.000 Fahrzeugen pro Tag gerechnet. Der Anteil des Schwerlastverkehrs wird dabei wahrscheinlich fast ein Viertel der Verkehrsmenge ausmachen.

Für ein weiteres Teilstück, das von dem jetzt rechtskräftigen Teilstück nördlich von Grabow bis zur brandenburgischen Landesgrenze verlaufen wird, soll bis Ende des Jahres der Planfeststellungsbeschluss vorliegen.