30 Jahre Städtebauförderung in M-V

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Schule in Stralsund

Ein Beispiel von vielen: Die Gesamtschule im Stadtteil Grünhufe erhielt dank der Städtebauförderung einen barrie­re­frei­en Neu­bau.

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Kinder der Gesamtschule Stralsund Grünhufe lassen bunte Luftballons steigen.

Kirchen­platz in Ludwigs­lust

Das Areal in der ba­rocken Stadt­an­lage wurde angelehnt ans his­to­ri­sche Vor­bild wie­der­her­ge­stellt.

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Blick auf das Areal Kirchenplatz in der Nähe des Ludwigsluster Schlosses.

Fußgän­ger­brü­cke in Sass­nitz

Der neue „Bal­kon zum Meer“ auf 243 Me­tern Län­ge über­win­det 27 Me­ter Hö­hen­un­ter­schied zwischen Stadt­hafen und Ober­stadt. Dafür gab’s 2010 den Deut­schen Brücken­bau­preis.

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Fußgängerbrücke Sassnitz bei Nacht aus der Vogelperspektive.

Spiel­platz in Neu­bran­den­burg

Dank des Programms „Soziale Stadt“ entstand im Sa­nie­rungs­ge­biet Nord­stadt-Ih­len­fel­der Vor­stadt 2020 der Spiel­platz „Raben­burg“ .

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Der Spielplatz Rabenburg in Neubrandenburg.

Naturpark­sta­tion in Egge­sin

Die Gebäude Am Bahnhof 4 und 5 wurden saniert und zur Naturparkstation „Am Stettiner Haff“.

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Naturparkstation Eggesin.

Im April 1991 traten die ersten Städtebauförderrichtlinien des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Kraft. Dieser Beginn der Städtebauförderung kennzeichnet einen Wendepunkt des Bauens in unserem Land. Er war ein entschlossenes Bekenntnis von Bund, Land und Kommunen zur Rettung unserer Städte, die flächendeckend in einem dramatischen Zustand waren.

Die Städtebauförderung ist eine partnerschaftliche Aufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden in Deutschland, die sich die Kosten per Drittelfinanzierung teilen. In diesem Jahr jährt sich die Städtebauförderung – das erfolgreichste Programm für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Städte und Gemeinden – zum 30. Mal.

Grußwort von Landesbauminister Christian Pegel

Liebe Besucherinnen und Besucher dieser Webseite,

seit 30 Jahren profitiert auch unser Bundesland von der gemeinschaftlichen Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden. Das Antlitz unserer Städte hat sich seit Inkrafttreten unserer ersten Städtebauförderrichtlinien 1991 grundlegend verändert.

Viele von Ihnen haben sicher noch vor Augen, wie unsere Städte von Anklam über Greifswald bis Waren und Zarrentin in den ersten Jahren nach dem Mauerfall aussahen: Die Innenstädte grau, trist, die oft wertvolle Altbausubstanz dem Verfall preisgegeben. Aus den Plattenbausiedlungen hingegen zogen viele der früheren Bewohner in ein Häuschen in neu entstehenden Eigenheimgebieten.

Porträtfoto Landesbauminister Christian PegelDetails anzeigen
Porträtfoto Landesbauminister Christian Pegel

Minister Christian Pegel

Minister Christian Pegel

Dies betraf nicht nur Mecklenburg-Vorpommern, sondern alle Bundesländer im Osten des wiedervereinigten Deutschlands. Anfang der 1990er Jahre griff hier die Städtebauförderung als partnerschaftliche Aufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden ein. Mit ihrer Hilfe wurden die Innenstädte nicht nur gerettet, sondern zu neuem Leben erweckt. Denken Sie nur an unsere Welterbe-Städte Stralsund und Wismar als zwei Beispiele von vielen.

Zusehends wurde klar, dass Städtebauförderung nicht nur den Erhalt alter Substanz zum Ziel haben kann. Die Veränderungen der typischen DDR-Plattenbaugebiete stellten eine ganz neue Herausforderung dar. Der Fokus lag immer mehr auch darauf, den Leerzug der Plattenbaugebiete zu stoppen. Wohngebäude, Kitas, Schulen, Sportplätze wurden saniert, manches Übermaß an Beton zurückgebaut, Grünflächen und Spielplätze neu angelegt und vor allem wurde mit Stadtteilmanagern und Begegnungszentren viel für den sozialen Zusammenhalt getan.

Es ist sicher nicht vermessen zu sagen: Ohne die Städtebauförderung wären unsere Städte heute nicht so schön und so lebenswert wie sie sind. Das heißt nicht, dass es nichts mehr zu tun gäbe. Wir in Mecklenburg-Vorpommern widmen uns gerade verstärkt der Aufgabe, die soziale Durchmischung in den Städten zu befördern. Auch die Digitalisierung und der Klimaschutz werden unsere Städte verändern. Auch dabei kann und wird die Städtebauförderung ein wichtiges Instrument zur nachhaltigen Entwicklung unserer Städte sein.

Herzlichst

Ihr Christian Pegel
Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Jubiläumsprogramm

Viele Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern begleiten das Jubiläumsjahr 2021 mit verschiedenen Aktivitäten. Sie zeigen die Vielfalt von Projekten der Städtebauförderung und ihrer Wirkung mit Filmen, virtuellen Stadtrundgängen, Vorher-Nachher-Bildern, Broschüren, Ausstellungen und der Illumination von Gebäuden, die der Städtebauförderung ihr heutiges Antlitz verdanken. Mit einem Klick auf die einzelnen Orte auf der Karte gelangen Sie direkt zu den Webseiten der Kommunen und den Details ihrer Jubiläumsangebote:

 

Zahlen & Fakten

In 30 Jahren Städtebauförderung in M-V flossen

  • Ca. 3,4 Milliarden Euro, davon

    - 1,1 Milliarde Euro Bundesmittel
    - 1,5 Milliarden Euro Landesmittel
    - 800 Millionen Euro kommunale Kofinanzierung

in

  • 206 städtebauliche Gesamtmaßnahmen
  • 14.000 geförderte öffentliche Bauwerke und Wohngebäude
  • 3.800 Straßen, Wege und Plätze

in

  • 123 Kommunen

Geförderte Städte und Gemeinden in M-V

Übersichtskarte geförderte Städte und Gemeinden in MV seit 1991Details anzeigen
Übersichtskarte geförderte Städte und Gemeinden in MV seit 1991

Übersichtskarte geförderte Städte und Gemeinden in MV seit 1991

Übersichtskarte geförderte Städte und Gemeinden in MV seit 1991

Galerie

Ausblick

Die Herausforderungen an unsere Städte werden immer komplexer. Für eine nachhaltige Stadtentwicklung bilden die Integrierten Stadtentwicklungskonzepte eine solide Basis.

Folgende Aspekte müssen (auch) künftig im Fokus der Städtebauförderung stehen:

  • Folgen des demographischen Wandels
  • Wahrung des kulturellen Erbes
  • Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
  • Klimawandel und Klimaschutz
  • Energetische und nachhaltige Stadterneuerung
  • Identität und Wiedererkennungswert der Städte
  • Zukunftsfähige Innenstädte
  • Intelligente Mobilitätskonzepte
  • Leistungsfähige soziale Infrastruktur, insbesondere Bildungsinfrastruktur
  • Digitale Infrastruktur
  • Smart City-Lösungen

Mit den aktuellen Programmen der Städtebauförderung „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ sind die Weichen gestellt für die Fortführung einer nachhaltigen Stadtentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern auch in den kommenden Jahren.

Kontakt

Postanschrift
Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 4 - Bau
Schloßstraße 6-8
19053 Schwerin
Hausanschrift
Abteilung 4 - Bau
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin
Referatsleiterin
Ansvera Scharenberg
Referat 410 - Stadtentwicklung und Städtebauförderung
Telefon: 0385 588-18410
Roland Hollstein
Telefon: 0385 588-18418