Initiative der Landesregierung M-V zur Stärkung der Digitalisierung in der Wirtschaft

Die digitale Transformation stellt die Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern und ihre Beschäftigten vor neue Herausforderungen. Ziel der Landesregierung ist es, die Wirtschaft in M-V - ergänzend zum flächendeckenden Breitbandausbau - auf dem Weg in die Digitalisierung zu begleiten. Dabei geht es darum,

  • etablierte, vor allem kleine und mittlere Unternehmen, zu unterstützen, von analogen auf digitale Geschäftsprozesse umzustellen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, um sich auch künftig am Markt behaupten zu können,
  • digitale Startups und digitales Unternehmertum zu fördern, damit verstärkt in Mecklenburg-Vorpommern innovative Ideen zu neuen, digitalen Geschäftsmodellen entwickelt und damit auch etablierten Unternehmen Anregungen und Lösungen für die Umstellung von analogen auf digitale Prozesse angeboten werden können,
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unternehmen für die Anforderungen der Digitalisierung aus- und weiterzubilden sowie im Digitalisierungsprozess deren Interessen im Blick zu haben,
  • Forschung und Entwicklung im Bereich der Digitalisierung weiter auszubauen und Industrie 4.0-spezifische Prozessinnovationen einschließlich entsprechender Investitionen zu fördern.

Damit werden neue Wachstumsimpulse für die Wirtschaft gesetzt und Anreiz- und Unterstützungsinstrumente geschaffen, die Unternehmen helfen, wettbewerbsfähig zu werden/zu bleiben.

Dazu ergreift die Landesregierung M-V folgende Maßnahmen:

Förderkulisse

a) Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Mit der fortschreitenden Digitalisierung in den Unternehmen werden mehr und vor allem andere Kompetenzen als bisher notwendig. Daher wird es für Unternehmen immer wichtiger, in die Qualifikation ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren. Die Landesregierung wird die Unternehmen im Land hier noch umfassender unterstützen.

Mit der 2017 in Kraft getretenen Qualifizierungsrichtlinie werden neben den bewährten Bildungsschecks erstmals auch Qualifizierungsprojekte von Unternehmen direkt gefördert. Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit überregionalem Absatz, die für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, die Analyse des Qualifizierungsbedarfs oder für die Qualifizierung an sich einen externen Dienstleister beauftragen, können mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert werden. Diese Förderung unterstützt die Unternehmen sowohl bei ihrer individuellen Personal- und Qualifizierungsplanung als auch bei der bedarfsgerechten, berufsbegleitenden Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und trägt dazu bei, dass sie wettbewerbsfähig bleiben. Das Wirtschaftsministerium wird die Richtlinie ändern mit dem Ziel, dass künftig nicht nur Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, sondern alle Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (im Sinne des Gewerbesteuergesetzes) mit überregionalem Absatz eine spezifische Projektförderung erhalten können.

Kontakt

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GSA ‑ Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH
Schulstraße 1-3
19055 Schwerin
Telefon: 0385-55775 0
Telefax: 0385-55775 40

c) Förderung von Investitionen in Folge von Prozessinnovationen

Zukünftig soll auch die Förderung von Investitionen möglich sein, die der Umsetzung von Prozessinnovationen dienen (z.B. Maschinen, Anlagen, Robotik, Automatisierungstechnik sowie die erforderliche spezifische Hard- und Software). Kleine und mittlere Unternehmen erhalten eine Zuschussförderung von bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben (max. 100.000 Euro). Das Wirtschaftsministerium wird dazu einen neuen Fördertatbestand in seine Richtlinie zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation aufnehmen.

Kontakt

TBI Technologie-Beratungs-Institut GmbH
Hagenower Str. 73
19061 Schwerin
Telefon: 0385-3993 165

e) Förderung von Personalkosten

Kleine und mittlere Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, die die Voraussetzungen der GRW (Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur) erfüllen, können für 24 Monate Personalkostenzuschüsse in Höhe von bis zu 50 Prozent erhalten, wenn sie zusätzliches Personal mit Hochschulabschluss in einer technischen Fachrichtung einstellen. Diese Förderung soll zu nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung und zusätzlicher Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationstätigkeit in den Unternehmen beitragen. Im Zusammenhang mit der Digitalisierung stehen die Unternehmen vor der Herausforderung, verstärkt ihre Geschäfts- und Produktionsprozesse umzustellen. Aus diesem Grund soll die Richtlinie für kleine und mittlere Unternehmen aus allen Branchen der gewerblichen Wirtschaft (im Sinne des Gewerbesteuergesetzes), sofern die GRW-Voraussetzungen erfüllt werden, geöffnet werden.

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Landesförderinstitut M-V
Werkstraße 213
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Telefon: 0385-6363 1282; 0385-6363 1473

Finanzierung der Maßnahmen

  • Für den Bau der Innovationszentren stehen Fördermittel aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.
  • Die Begleitung, Unterstützung etc. der Gründer in den Zentren kann im Rahmen der Projektförderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert werden.
  • Für das Netzwerk und die Plattform und für die Förderung von kleineren Digitalisierungs-Investitionen stellt die Landesregierung 10 Millionen Euro aus Landesmitteln bereit.
  • Die Förderung der erweiterten Qualifizierungsrichtlinie erfolgt aus ESF- und GRW- Mitteln.
  • Prozessinnovationen und Unternehmensinvestitionen in Folge von Prozess-innovationen werden mit zusätzlichen EFRE-Mitteln gefördert.
  • Der neue Beteiligungsfonds wird aus EU-Mitteln und privaten Mitteln des Fondsverwalters gespeist.

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Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern
Ministerbüro
Schloßstraße 6-8
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Leiterin Ministerbüro
Mareike Donath
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Telefax: 0385-588 8080