Digitalents aus M-V

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Slush-Grafik v2

Mecklenburg-Vorpommerns Gründerszene boomt. Vor allem in den Universitätsstädten des Landes in Rostock und Greifswald entstehen stetig neue Start-ups, häufig als Ausgründung aus den Hochschulen. Ihre Geschäftsideen sind so mannigfaltig wie die Fischarten in den Flüssen und Seen unseres schönen Bundeslands: Von der „Mitess-App“ für Köche und Hungrige über künstliche Intelligenz bis zu medizinischen Anwendungen zur Abwehr gefährlicher Keime ist alles dabei. So vielseitig sie auch sind - eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind kreativ, innovativ und machen sich mehr oder weniger augenfällig die Digitalisierung zu Nutze. Wir möchten Ihnen diese jungen, innovativen Start-ups aus M-V vorstellen, in loser Reihenfolge, eines nach dem anderen. Da ständig neue Gründer mit neuen Ideen hinzukommen, können wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Wir freuen uns aber auf Ihre Hinweise auf Digitalents aus M-V, die auf dieser Seite noch fehlen (bitte an pressestelle@em.mv-regierung.de). Wir beginnen zunächst mit den Start-ups aus M-V, die in der Unternehmensdelegation von Industrie- und Handelskammern und Digitalisierungsministerium zum Gründer-Event "Slush 2018" nach Helsinki fahren.

Altow Software Development, Rostock, 2015

Gründer Johannes Karow (r.)  bei der Cebit 2018 im Gespräch mit Digitalisierungsminister Christian Pegel. Details anzeigen
Gründer Johannes Karow (r.)  bei der Cebit 2018 im Gespräch mit Digitalisierungsminister Christian Pegel.

Gründer Johannes Karow (r.)  bei der Cebit 2018 im Gespräch mit Digitalisierungsminister Christian Pegel.

Gründer Johannes Karow (r.)  bei der Cebit 2018 im Gespräch mit Digitalisierungsminister Christian Pegel.

Digitalisierungshelfer für Unternehmen und Verwaltung

An der Digitalisierung kommt kaum ein Unternehmen vorbei. Das Rostocker Start-up Altow unterstützt dabei in den verschiedensten Branchen mit Beratung, Design und Software-Entwicklung. So entwickelt die 2015 gegründete Firma Buchungsportale für Tourismus- und Freizeitunternehmen, Applikationen zur Optimierung von Arbeits- und Produktionsabläufen in der Industrie, Controlling-Software für Transport- und Logistik-Unternehmen oder auch Web-Applikationen für Mitarbeiterschulungen. Altow unterstützt auch Behörden von Bund und Ländern bei der Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen beispielsweise mit Design-Thinking-Workshops, in denen Lösungen aus Nutzerperspektive entwickelt werden. Außerdem hat das Unternehmen die "Fahrradjäger"-App mitentwickelt, die den Diebstahl von Rädern verhindern hilft. Mehr: www.altow.de

Ayokie GmbH, Rostock, 2018

Benjamin Reif und Kristina Zlatina haben "Ayokie" 2018 gegründet.Details anzeigen
Benjamin Reif und Kristina Zlatina haben "Ayokie" 2018 gegründet.

Benjamin Reif und Kristina Zlatina haben "Ayokie" 2018 gegründet.

Benjamin Reif und Kristina Zlatina haben "Ayokie" 2018 gegründet.

Das Befinden von Mitarbeitern und Kunden im Visier

"Ayokie" – angelehnt ans englische "Are you okay?" - will Unternehmen helfen, eine bestärkende Feedback-Kultur zu leben. Dafür hat das Rostocker Start-up anstelle üblicher Fragebögen eine Interaktionsform für Mobilgeräte entwickelt, die spielerisch den Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitern oder auch mit Gästen bzw. Kunden ermöglicht. "Mehr Zufriedenheit im Job, höhere Arbeitsproduktivität, größere Loyalität", fasst Gründer Benjamin Reif den Zweck der Anwendung zusammen. Auch automatische Anreizsysteme und Tools zur Nutzung von Schwarmintelligenz für Unternehmensentscheidungen gehören zum Portfolio des 2018 gegründeten Unternehmens. Mehr Infos gibt es demnächst unter www.ayokie.com.

DEJ Technology GmbH, Elmenhorst-Lichtenhagen (LRO), 2016

Erik Heidenreich, Jonas Flint und Degol Woldegaber (v.l.) sind die Macher von Koopango.Details anzeigen
Erik Heidenreich, Jonas Flint und Degol Woldegaber (v.l.) sind die Macher von Koopango.

Erik Heidenreich, Jonas Flint und Degol Woldegaber (v.l.) sind die Macher von Koopango.

Erik Heidenreich, Jonas Flint und Degol Woldegaber (v.l.) sind die Macher von Koopango.

Google Analytics fürs Offline-Shopping
Was beim Online-Shopping längst gang und gäbe ist, ermöglicht Koopango jetzt auch im Offline-Handel: Mithilfe der vorhandenen Ladenlautsprecher ermöglicht Koopango die Navigation per Smartphone in der Filiale. Einzelhandelskunden navigieren sich damit direkt zu den Produkten ihrer Einkaufsliste oder Sonderangeboten. Auf Grundlage der Kenntnis, welche Wege der Kunde im Geschäft zurücklegt, kann die Filiale individualisierte Angebote vorschlagen und ihre Kunden auf maßgeschneiderte Treuepunktaktionen oder Rabattangebote hinweisen.

Mehr: koopango.com und im Interview mit einem der Gründer: www.meinstartup.com/koopango-macht-kundenwege-im-einzelhandel-sichtbar/

E-Patrol North GmbH, Rostock, 2007

Geschäftsführer Rico Wiese (v.l.) im Gespräch mit Digitalisierungsminister Christian Pegel und Sophie Wiese (Buchhaltung E-Patrol north). Details anzeigen
Geschäftsführer Rico Wiese (v.l.) im Gespräch mit Digitalisierungsminister Christian Pegel und Sophie Wiese (Buchhaltung E-Patrol north).

Geschäftsführer Rico Wiese (v.l.) im Gespräch mit Digi­tali­sierungs­minis­ter Christian Pegel und Sophie Wiese (Buchhaltung E-Patrol north).

Geschäftsführer Rico Wiese (v.l.) im Gespräch mit Digi­tali­sierungs­minis­ter Christian Pegel und Sophie Wiese (Buchhaltung E-Patrol north).

Lohnabrechnung leicht gemacht

Mit der Cloud-Software "Vyble" von E-Patrol North können Unternehmen Personaldaten einfach und kostengünstig verwalten. Sie erzeugt und liefert Lohnkonzepte bzw. -abrechnungen. Ihr Herzstück ist ein eigens entwickelter und intelligenter Algorithmus, der den Nettoverdienst der Mitarbeiter maximieren, die Arbeitgeberkosten minimieren oder die möglichen Vorteile des Einkommensteuergesetzes zwischen Arbeitgeber und -nehmer aufteilen kann. Mit der Software, die das Unternehmen 2017 auf den Markt brachte, werden die wesentlichen administrativen Prozesse zwischen Personalverantwortlichen und Mitarbeitern digitalisiert und zugleich die im Zusammenhang mit der Lohnabrechnung entstehenden Kosten im Unternehmen um die Hälfte reduziert. E-Patrol North gibt es seit 2007 und hat u. a. Personalsoftware für den Axel-Springer-Verlag und die Deutsche Bahn entwickelt. Mit „Vyble“ stellt das Unternehmen diese Leistungen nun auch kleinen und mittelständischen Unternehmen zur Verfügung. Mehr: www.vyble.io

Fiskado UG, Roggentin, 2016

Karl Kliefoth ist begeisterter Angler und einer der drei Gründer von „Fiskado“.Details anzeigen
Karl Kliefoth ist begeisterter Angler und einer der drei Gründer von „Fiskado“.

Karl Kliefoth ist begeisterter Angler und einer der drei Gründer von „Fiskado“.

Karl Kliefoth ist begeisterter Angler und einer der drei Gründer von „Fiskado“.

Für noch mehr Freude am Fischen

Drei Angelfreunde haben Fiskado gegründet, um anderen Petrijüngern mehr Freude am und Zeit fürs Angeln zu verschaffen. Das Start-up zeigt im Internet auf einer interaktiven Karte ca. 11.000 Angelgewässer in ganz Deutschland an. In der Gewässerkarte können Informationen zu diesem, zu seinem Pächter sowie zu den vorkommenden Fischarten gefunden werden. Zugleich können die Pächter über das Portal ihre Angelkarten online zum Kauf anbieten, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Außerdem finden Angler im Blog Neuigkeiten zum Beispiel zu Fisch-Kochkursen, Unterkünften im Angelrevier oder Schonzeiten und Angeltouren. Mehr: https://fiskado.de

GWA Hygiene GmbH, Stralsund, 2015

Das Unternehmen hat bereits 25 Mitarbeiter sowie Kunden in ganz Deutschland.Details anzeigen
Das Unternehmen hat bereits 25 Mitarbeiter sowie Kunden in ganz Deutschland.

Das Unternehmen hat bereits 25 Mitarbeiter sowie Kunden in ganz Deutschland.

Das Unternehmen hat bereits 25 Mitarbeiter sowie Kunden in ganz Deutschland.

Schluss mit Keimzeit

Mit dem digitalen Assistenten des Stralsunder Unternehmens GWA Hygiene lässt sich überprüfen, wie oft jemand seine Hände desinfiziert. In Krankenhäusern und Pflegeheimen ist die regelmäßige Desinfektion lebenswichtig: In Europa infizieren sich jedes Jahr 4,5 Millionen Menschen mit Krankenhauskeimen, meist über die Hände des Personals.  Um zu erfassen, welche Berufsgruppen - Ärzte, Pfleger, Therapeuten- sich wie häufig die Hände desinfizieren, werden Sensoren an den Desinfektionsmittelspendern angebracht und die Mitarbeiter mit Transpondern ausgestattet. Aus den gesammelten – anonymisierten - Daten können Maßnahmen zur Verbesserung abgeleitet werden, z.B. Wechsel der Desinfektionsmittelflaschen oder auch Schulungen der Mitarbeiter. Mehr: gwa-hygiene.de

Hepster GmbH, Rostock, 2016

Die drei Gründer von Hepster (v.l.) Alexander Hornung, Hanna Bachmann und Christian Range.Details anzeigen
Die drei Gründer von Hepster (v.l.) Alexander Hornung, Hanna Bachmann und Christian Range.

Die drei Gründer von Hepster (v.l.) Alexander Hornung, Hanna Bachmann und Christian Range.

Die drei Gründer von Hepster (v.l.) Alexander Hornung, Hanna Bachmann und Christian Range.

Mouseklicks statt Makler

Dank Hepster lassen sich Versicherungen jetzt leicht und unbürokratisch online abschließen. Dazu zählen neben Reise-, Unfall-, Haftpflicht- und Fahrradversicherungen auch solche für „Equipment“ wie Surfbrett, Ski und Angel oder Aktivitäten wie Skifahren, Ausdauer- und Wassersport. Neben Endkunden, die über die Plattform direkt Versicherungen ab einem Tag Laufzeit abschließen können, zählen Kooperationspartner wie Anbieter von Carsharing-, Online-Shopping- und Reiseportalen zu den Nutzern. Sie können einzelne Versicherungsleistungen buchen, die sie dann mit ihren Gesamtpaketen anbieten. Mehr: www.hepster.com

Inprosa Technology GmbH, Rostock, 2018

Inprosa-Tec – kurz für "Integrated professional safety technology" – das sind Khaled Ahlhayek, Jannis Reuter, Ghufran Khan (v.l.).Details anzeigen
Inprosa-Tec – kurz für "Integrated professional safety technology" – das sind Khaled Ahlhayek, Jannis Reuter, Ghufran Khan (v.l.).

Inprosa-Tec – kurz für "Integrated professional safety technology" – das sind Khaled Ahlhayek, Jannis Reuter, Ghufran Khan (v.l.).

Inprosa-Tec – kurz für "Integrated professional safety technology" – das sind Khaled Ahlhayek, Jannis Reuter, Ghufran Khan (v.l.).

Die Mitesszentrale

"Who is cooking" bringt Hobbyköche und Essenliebhaber aus der Nachbarschaft an einen Tisch. Wer gerade kocht, kann über die App Portionen seines Gerichts Suchenden in der Umgebung anbieten. Die App zeigt sein Angebot mit Preis und Zubereitungszeit an. Diejenigen, die mitessen möchten, sichern sich eine Portion und werden zum genannten Zeitpunkt beim Koch erwartet – ähnlich wie bei Mitfahrgelegenheiten, die online vermittelt werden. "Who is cooking" kommt voraussichtlich ab Mai 2019 in die App-Stores. Interessierte können sich auf who-is-cooking.com bereits für eine öffentliche Testphase anmelden, die in einigen Wochen starten soll. Das syrisch-pakistanisch-deutsche Gründergespann entwickelt außerdem eine Smartphone-Schutzhülle, die nicht nur das Gerät schützt, sondern auch den Nutzer vor Unfällen im Fußgängerverkehr warnt und Daumenschmerzen auf Grund von Überbelastung vorbeugt.

Oxy4 GmbH, Pepelow/Salzhaff, 2015

Gründer und Geschäftsführer von "Oxy4" ist der Sportwissenschaftler Niels Asbjorn Schuldt.Details anzeigen
Gründer und Geschäftsführer von "Oxy4" ist der Sportwissenschaftler Niels Asbjorn Schuldt.

Gründer und Geschäftsführer von "Oxy4" ist der Sportwissenschaftler Niels Asbjorn Schuldt.

Gründer und Geschäftsführer von "Oxy4" ist der Sportwissenschaftler Niels Asbjorn Schuldt.

Sensor misst Trainingswerte ohne Pieks und Labor

Muskelsauerstoffsättigung und Gewebehämoglobin-Index sagen viel über die Leistungsfähigkeit eines Sportlers aus. Bislang war die Diagnostik zur Messung und Auswertung solcher Parameter sehr aufwändig und daher eher Leistungssportlern und deren Trainern vorbehalten. "Oxy4" hat ein System entwickelt, das diese Werte ohne Blutabnahme und Labor messen kann: Ein Sensor wird ähnlich einer Smartwatch am relevanten Muskel auf der Haut des Sportlers befestigt und misst diese Werte mithilfe der nicht-invasiven, hochmodernen Nah-Infrarot-Spektroskopie. Diese Daten werden in Echtzeit an die zugehörige Software bzw. App übertragen, die die Daten auswertet und dokumentiert. So können Hobby- und Leistungssportler und ihre Trainer unkompliziert ihre aktuelle Trainingsleistung und ihren Trainingsfortschritt verlässlich messen. Mehr: www.oxy4.com

Planet AI GmbH, Rostock, 2015

Das Gedächtnis für den Computer

"Planet Brain" heißt die Technologie, mit der Planet AI (AI = engl.: artificial intelligence, dt. künstliche Intelligenz) Behörden, Bibliotheken und Unternehmen hilft, in Computern oder Smartphones Dokumente und Fotos wiederzufinden. Zunächst sieht bzw. hört sich diese "künstliche Intelligenz" alle auf einem Rechner gespeicherten Videos, Bilder, Dokumente und Sprachaufzeichnungen an und speichert sie in ihrem "Gedächtnis". Werden dann per Tastatur Suchbegriffe eingegeben, sucht und findet "Planet Brain" binnen Sekunden alle Informationen, die im Rechner in Form von Bildern, Videos, Sprach- oder Textsequenzen vorhanden sind. Das Start-up hat bereits 17 Mitarbeiter - fast alle Absolventen der Universität Rostock – und mit dieser Technologie bereits internationale Wettbewerbe und Preise gewonnen. Mehr: www.planet-ai.de

Vestifi GmbH, Rostock, 2016

Foto VestiFi 870px.jpgDetails anzeigen
Foto VestiFi 870px.jpg

Kleine Box bringt WLAN in Ordnung

Das aus der Rostocker Universität ausgegründete Unternehmen "Vestifi" hat ein Messgerät entwickelt, mit dessen Hilfe die Ursachen von Problemen in WLAN-Systemen von Unternehmen und Behörden identifiziert werden können. Die "Vestifi-Box" wird per Post versendet und vom Kunden am Ort der WLAN-Probleme für einen Zeitraum von üblicherweise ein bis zwei Wochen aufgestellt. Das Gerät muss dazu nur mit einer Stromquelle verbunden werden. Nach Abschluss der Messung werden die in der Box gesammelten Messdaten an Vestifi übertragen und mithilfe einer durch das Unternehmen entwickelten Software ausgewertet. Im Anschluss diagnostizieren Experten des Unternehmens die Probleme bzw. Störquellen und geben Handlungsempfehlungen zum Beheben der Probleme. Zu den Kunden zählen u. a. bereits Kliniken, Logistikunternehmen sowie Universitäten und Schulen. Mehr: www.vestifi.de