Brücken

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Inspektion einer Radegast-Brücke

Eine besondere Herausforderung stellen Brücken als neuralgische Punkte im Verkehrsnetz dar. Ihr Erhalt ist eine der wichtigen Aufgabe der Straßenbauverwaltung. Im Verantwortungsbereich der Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommern befinden sich derzeit 1.023 Brücken. Brückenbauwerke können sich in einzelne Teilbauwerke unterteilen, dies ist insbesondere bei Brücken im Zuge der Autobahnen der Fall, hier ergibt sich je Richtungsfahrbahn ein sogenanntes Teilbauwerk (ein Bauwerk = zwei Teilbauwerke). Ausgehend von dieser Definition befinden sich 1.257 Teilbauwerke in der Zuständigkeit der Straßenbauverwaltung.

Die Altersstruktur der Bauwerke zeigt, dass ca. 75 Prozent der Bauwerke nach 1990 errichtet wurden. Die ältesten Brücken im Zuständigkeitsbereich der Straßenbauverwaltung MV sind aus dem 19. Jahrhundert. Bei diesen alten Bauwerken handelt es sich um Naturstein- bzw. Mauerwerksbrücken.

Zur Sicherstellung der Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Gebrauchstauglichkeit der Bauwerke werden die Bauwerke einer regelmäßigen Bauwerksprüfung unterzogen, die in der DIN 1076 geregelt ist. Eine Betrachtung des Bauwerkszustandes zeigt, dass sich der überwiegende Teil der Bauwerke in einem guten bzw. befriedigenden Zustand befindet.

Bei der Bauwerksprüfung wird unterschieden zwischen der Hauptprüfung (handnahe Prüfung aller wesentlichen Bauteile), jeweils alle sechs Jahre, der Einfachen Prüfung (im Wesentlichen Sichtprüfung), jeweils alle sechs Jahre zwischen den Hauptprüfungen, und der Sonderprüfung (Prüfung aus besonderem Anlass, z.B. nach einem Fahrzeuganprall). Darüber hinaus erfolgen jährlich eine Besichtigung sowie laufende Beobachtungen (mindestens zweimal jährlich).

Bei der Hauptprüfung werden alle Bauwerksteile handnah geprüft. Für alle schwer zugänglichen Teile kommt entsprechende Besichtigungstechnik zum Einsatz, z.B. Hubsteiger, Untersichtgeräte oder Rüstungen. Insbesondere die Brückenlager und Fahrbahnübergänge bedürfen einer genauen Kontrolle. Die Prüfung erfolgt unter Einsatz technischer Hilfsmittel für zerstörungsfreie Materialuntersuchungen und bei Notwendigkeit auch zerstörender Prüfung (z.B. zum Zwecke des Endoskopierens sowie der Entnahme von Bohrkernen für Gefüge- und Festigkeitsuntersuchungen u.a.).

Durch die deutliche Zunahme des Schwerverkehrsaufkommens (zum Teil über den seinerzeitigen Berechnungsrahmen), die in früheren Jahren verwendeten Baumaterialien und Berechnungsansätze erfolgte in den letzten Jahren für eine Reihe von Bauwerken eine statische Nachrechnung.

Für den Erhalt dieser Bauwerke wurden in den Jahren 2008 bis 2012 insgesamt 252 Mio. Euro investiert.

Straßentyp

Investitionen in Mio. Euro

Durchschnitt pro Jahr in Mio. Euro

Bundesautobahn

91,3

18,3

Bundesstraßen

87,7

17,5

Landesstraßen

73,0

14,6

Gesamt

252,0

52,4