Elektronisches Hinweissystem an der A 20 wird installiert

Nr.226/18  | 29.08.2018  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Ab morgen (30.08.2018) werden die Anzeigetafeln installiert, die die Verkehrsteilnehmer bei der Wahl ihrer Route zur Umfahrung der A-20-Großbaustelle bei Tribsees unterstützen sollen. Das elektronische System dahinter ermittelt permanent die aktuelle Passierdauer für die A20-Umleitung über Langsdorf und diejenige über die Entlastungsstrecke B 110 Demmin nach Grimmen mit Fahrtziel Rügen sowie nach Jarmen mit Fahrtziel Usedom und andersherum. Die Hinweistafeln zeigen die errechneten Daten den A20-Nutzern an.

„Die Fahrerinnen und Fahrer sehen sozusagen in Echtzeit, über welche Strecke sie gerade schneller an ihr Ziel kommen. Wir wollen ihnen damit die Entscheidung erleichtern, welche Route sie wählen“, nennt Infrastrukturminister Christian Pegel den Zweck dieses Informationssystems.

Die Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Rostock kommen, werden in Höhe Tessin über das Verkehrsaufkommen informiert. Aus der Gegenrichtung kommend werden zwei Schilder im Zuge der A 20 bei der Anschlussstelle Grimmen Ost sowie an der Kreuzung der Bundesstraßen 109 und 111 bei Mönckeberg errichtet.

„Die Geräte erfassen mittels Sensoren kontinuierlich das Verkehrsaufkommen jeweils auf der A 20 und der B 110, rechnen diese Werte um und weisen auf dieser Basis die aktuelle Passierdauer aus“, erklärt Ronald Normann, Abteilungsleiter im Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Um die reibungslose Funktion der Hinweistafeln sicherzustellen, müssen zunächst Programmierungsarbeiten und die Feinabstimmung vorgenommen werden. „Wir gehen davon aus, dass wir für die Feinjustierung ca. vier Wochen benötigen. Anfang Oktober sollen die Anzeigetafeln in den Regelbetrieb übergehen“, so Normann. Die Kosten in Höhe von knapp 950.000 Euro für dieses aufwändige High-Tech-System trägt der Bund.

Ausschließlich im Falle einer Vollsperrung der Autobahn, beispielsweise durch einen Unfall, greift die Verkehrsmanagementzentrale in Malchow aktiv in die Steuerung ein. „Sie schaltet sich dann ins System ein und meldet über der Anzeigetafeln ein Durchfahrtsverbot für die Autobahn, so dass die Autofahrer auf die Entlastungsstrecke ausweichen müssen“, erläutert Normann, fügt aber hinzu: „Im Regelfall laufen die Anzeigetafeln autark.

Auch nach der Fertigstellung der Behelfsbrücke an der A20-Schadstelle wird das Hinweissystem von Nutzen sein. Christian Pegel verdeutlicht: „Die Brücke wird die Verkehrssituation deutlich entlasten. Aber dort steht bis zur Fertigstellung der Dauerlösung nur eine Spur je Richtung zur Verfügung, so dass wir in Spitzenverkehrszeiten mit Verkehrsstockungen rechnen müssen. Auch dann wird das neue Hinweissystem zur Entlastung beitragen – so lange, bis die Autobahn an dieser Stelle mit einer neuen Brücke komplett und dauerhaft instand gesetzt ist.“