Termine

Inflationsrate im Februar 2011 klettert weiter

Nr.22/2011  | 03.03.2011  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Nachdem bereits im Januar der Verbraucherpreisindex den für die Geldpolitik wichtigen Schwellenwert von 2 Prozent überschritten hatte, stieg die Teuerungsrate im Februar 2011 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,6 Prozent. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, war eine höhere Inflationsrate zuletzt im Oktober 2008 mit 3,1 Prozent ermittelt worden. Der Gesamtindex zum Basisjahr 2005 (= 100) erhöhte sich damit im Februar 2011 auf 112,1 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Januar 2011 entwickelten sich die Verbraucherpreise, im Gegensatz zum Jahresvergleich, mit einem Gesamtindex von + 0,5 Prozent eher moderat.

Wie auch schon in den vergangenen Monaten wurde die Teuerung im Februar maßgeblich durch den Preisauftrieb für Energie (+ 8,2 Prozent zum Vorjahresmonat) beeinflusst. So mussten die Verbraucher für Kraftstoffe 10,2 Prozent mehr als vor einem Jahr bezahlen, darunter für Benzin 7,7 Prozent und für Diesel 18,6 Prozent mehr. Der stärkste Preisanstieg wurde bei Heizöl mit 27,8 Prozent registriert; bei Gas war er mit 0,4 Prozent gering. Allerdings sollte hierbei beachtet werden, dass die jüngsten Preiserhöhungen für Mineralölprodukte noch nicht in die Berechnungen einbezogen werden konnten, da die Erhebung der Preise für Kraftstoffe und Heizöl in Mecklenburg-Vorpommern bis zum 21. Februar erfolgte. Spätere Preisveränderungen werden im Preisindex für März wirksam.

Bei Strom (+ 5,2 Prozent) schlugen sich, wie schon bereits im Januar, die von den Versorgungsunternehmen für den Jahresbeginn angekündigten Preiserhöhungen nieder. Wird die Preisentwicklung bei Energie nicht berücksichtigt, hätte die Inflationsrate im Februar nur bei 1,9 Prozent gelegen.

Gleichfalls überdurchschnittlich stiegen die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mit 5,1 Prozent im Jahresvergleich. Erheblich teurer war hier das Obst, für das 19,4 Prozent mehr als im Februar 2010 ausgegeben werden musste. Auch für Gemüse waren 9,2 Prozent mehr zu bezahlen.

Bei Bekleidung und Schuhen setzte sich mit einer Steigerung von 4,9 Prozent die Preisentwicklung des Vormonats fort.

Dämpfend auf die Inflationsrate wirkte sich die Preisentwicklung bei Gebrauchsgütern aus. Ausgewählte Produkte der Unterhaltungselektronik verbilligten sich binnen Jahresfrist teils erheblich. So waren im Februar Digitalkameras um 16,8 Prozent, Notebooks und Fernseher um jeweils 12,1 Prozent günstiger zu erwerben als im Februar 2010.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Dieter Gabka, Telefon 0385 588-56044.