Landesweite Übung zum Katastrophenschutz beendet

Innenminister Caffier: Entscheidend ist schnelle Hilfe und strukturierte Zusammenarbeit

Nr.132  | 27.09.2018  | IM  | Ministerium für Inneres und Europa

Die landesweite Krisenmanagementübung „ARCHE 2018“ ist heute gegen 16.00 Uhr beendet worden. Rund 300 Personen aus der Verwaltungsebene aller Landkreise und kreisfreien Städte, der Bundeswehr, der Feuerwehr, der Hilfsorganisationen THW und DRK und aus dem Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern einschließlich des Landesamts für Polizei, Brand- und Katastrophenschutz haben an der Stabsrahmenübung teilgenommen. Verantwortlich für die Übungssteuerung war das Innenministerium, hier liefen alle Fäden aus den kommunalen Krisenstäben zusammen. Unterstützung bei der Planung und Durchführung der Übung hatte das Innenministerium durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

 

Das Übungsszenario war eine drohende Sturmflut in Schleswig Holstein, Hamburg und Niedersachsen, auf Aufforderung der Behörden machten sich die Menschen auf den Weg und etwa 35.000 müssen adhoc in Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen, untergebracht und versorgt werden

 

Nach einer ersten Bewertung äußerte sich Innenminister Lorenz Caffier zufrieden mit dem Übungsverlauf. „Auch wenn die Stabsrahmenübung nach außen kaum sichtbar war, weil rund um die real arbeitenden Krisenstäbe in den Landkreisen und Städten alle sonstigen Beteiligten eines solchen Szenarios durch die etwa 50 Expertinnen und Experten starke Übungsleitung simuliert wurden, bringt sie für die Beteiligten wichtige Erfahrungen. Wir nutzen diese Übung, um das strukturierte Zusammenspiel aller wichtigen handelnden Akteure im Katastrophenschutz zu testen und zu optimieren. Entscheidend ist es, im Schadensfall schnell helfen und zielgerichtet reagieren zu können. Ohne einer genauen Auswertung zu einzelnen Aspekten der Übung vorgreifen zu wollen, schätze ich die Übung am Ende als erfolgreich ein, denn das Ziel, zu sehen, wie die Zusammenarbeit funktioniert, wurde erreicht. Wenn es Hindernisse, technische Probleme oder Informationslücken gab, werden diese im Detail analysiert, damit im Ernstfall alles reibungslos funktioniert.“

 

Bei einer Übungsnachbesprechung durch die Beobachter direkt nach der Übung konnte schon jetzt allen Übungsteilnehmern eine hohe Motivation und eine hohe Kompetenz attestiert werden.

 

In den Krisenstäben arbeiteten neben den verantwortlichen Krisenmanagern der Landkreise und kreisfreien Städte auch Soldaten der Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr mit, auch das Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern sowie das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr waren in die Übung eingebunden. Der Kommandeur des Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern, Brigadegeneral Gerd Kropf, besuchte verschiedene Landkreise mit den dazugehörigen Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr. Für Ihn steht fest: “Die Übung Arche 2018 war für das Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern ein großer Gewinn. Noch nie hat in Mecklenburg-Vorpommern so eine umfangreiche und realitätsnahe Katastrophenschutzübung mit Beteiligung der Bundeswehr stattgefunden. Über 90 Reservisten der Kreisverbindungskommandos waren integraler Bestandteil dieser Übung. Sie übernahmen die wesentliche Mittlerfunktion, um Hilfeleistungen der Bundeswehr für die Landkreise zu organisieren.“