Jährliche gemeinsame Hubschraubermessübung des BfS und der Bundespolizei erstmals in der Region Greifswald

Innenminister Caffier: Kein Grund zur Sorge, Übungen für den Ernstfall wichtig

Nr.153  | 05.11.2018  | IM  | Ministerium für Inneres und Europa

In der Region Greifswald trainieren vom kommenden Dienstag an Experten des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) und der Bundespolizei (BPol), die Radioaktivität am Boden von Hubschraubern aus zu messen.

 Um die Einsatzbereitschaft für flugtaugliche Messsysteme für Radioaktivitätsmessungen des BfS sicherzustellen, wird jährlich eine gemeinsame Übung durchgeführt, bei der die Hubschrauber der BPol mit diesen Geräten ausgerüstet werden. Von Hubschraubern aus lassen sich radioaktive Stoffe am Boden schnell, flexibel und sowohl punktuell als auch großräumig aufspüren.

 Messungen von Radioaktivität sind in einem Notfall die Grundlage für alle weiteren Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung.

 „Es gibt keinen konkreten Anlass für diese Messungen, die erstmals in Mecklenburg-Vorpommern aus der Luft erfolgen und es gibt keinen Grund zur Sorge, wenn in den nächsten Tagen zwei Hubschrauber der Bundespolizei in der Region Greifswald nah über dem Boden unterwegs sind“, betont Innenminister Lorenz Caffier. „Das Ergebnis dieser Messungen ist jedoch im Ernstfall eine wesentliche Grundlage für die Arbeit der Katastrophenschutzbehörden.“

 Unter anderem werden natürlich vorkommende radioaktive Stoffe sowie noch vorhandenes radioaktives Cäsium aus Tschernobyl dokumentiert. Darüber hinaus bietet der Standort Greifswald laut BfS die „Möglichkeit aufgrund der dort vorhandenen Anlagen und des eingelagerten Inventars die Leistungsfähigkeit der Messmethode zu überprüfen.“