Europaminister Caffier: Zerrissenheit in Großbritannien ist Belastung für ganz Europa

Nr.16  | 16.01.2019  | IM  | Ministerium für Inneres und Europa

Zur deutlichen Ablehnung des von der britischen Premierministerin Theresa May mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrags durch das britische Unterhaus erklärt der Innen- und Europaminister Mecklenburg-Vorpommerns Lorenz Caffier: „Die Zerrissenheit in Großbritannien ist eine Belastung für ganz Europa. Zwei Jahre Verhandlungen mit der EU scheinen nach dieser Abstimmung, als hätte es sie nie gegeben. Die Briten haben sich in eine Lage manövriert, bei der es offenbar nur noch Verlierer geben kann. Es wird Zeit, dass die Hängepartie zu einem Ende kommt - mit oder ohne die Briten in der EU“.

Mecklenburg-Vorpommern wäre von einem Brexit wie alle Länder wirtschaftlich betroffen, vor allem im Export bei landwirtschaftlichen Gütern. In besonderer Weise ist Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise in der Fischerei berührt. Die britischen Gewässer sind für die europäische Hochseefischerei von außerordentlich hoher Bedeutung. Hier ist insbesondere die Auslastung des Fischverarbeitungswerks in Sassnitz/Mukran betroffen, das zum großen Teil mit britischem Hochseehering von fünf Hochseetrawlern aus MV ausgelastet wird.

„Die Abstimmung in London zeigte, wohin Rechtspopulismus und Nationalismus führen: ins Chaos, in Unsicherheit, in tiefste Spaltung der Gesellschaft. Das sollte allen eine Warnung sein, die eine Abschaffung der EU oder einen Dexit fordern“, macht Europaminister Lorenz Caffier deutlich.