Feuerwehrtechnische Zentrale Pasewalk

Minister Caffier: Bessere Bedingungen für die Kundschaft

Nr.29  | 04.02.2019  | IM  | Ministerium für Inneres und Europa

Die Sanierung der Außenanlagen des Feuerwehrtechnischen Zentrums Pasewalk steht schon lange auf dem Vorhabenplan des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Nun ist mit einer Sonderbedarfszuweisung aus dem Innenministerium in Höhe von rund 400.000 EUR die Finanzierung gesichert. Innenminister Lorenz Caffier übergab heute in Pasewalk an Herrn Jörg Hasselmann, Beigeordneter und 1. Stellvertreter des Landrates, den Bewilligungsbescheid und betonte: „Nur wenn die Rahmenbedingungen stimmen, die Feuerwehren gut ausgerüstet und ausgebildet sind, können sie alles geben, um im Ernstfall Menschenleben zu retten.“

Den Landkreisen obliegen die überörtlichen Aufgaben des abwehrenden Brandschutzes und der Hilfeleistung, u.a. auch die Einrichtung und Unterhaltung einer Feuertechnischen Zentrale. Dort werden feuerwehrtechnische Geräte geprüft und gewartet und Ausbildungslehrgänge durchgeführt.

Das Areal in Pasewalk ist ca. 1,5 ha groß. Das Gelände mit Übungsturm, Garagen, Schlauchwäsche sowie die Ausbildungs- und SchuIungsräume, einschließlich Atemschutzanlage, werden wöchentlich sowohl von den Mitgliedern der rund 60 Freiwilligen Feuerwehren auf dem Gebiet des Altkreises Uecker-Randow im Rahmen der Kreisausbildung als auch von der Technischen Einsatzleitung Süd genutzt.

Auf dem Außengelände finden hauptsächlich die Leiterausbildung und die Übungen zu „Einheiten im Löscheinsatz“ statt. Jährlich frequentieren ca. 700 Feuerwehrfahrzeuge und zahlreiche private PKW‘s die Anlage, die unbedingt saniert werden muss.

„Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich die Gesamtsituation des Dienst- und Ausbildungsbetriebes bei den Feuerwehren deutlich verändert, deshalb brauchen gerade die Feuerwehrtechnischen Zentralen optimale Voraussetzungen für ihre Kundschaft, die Feuerwehren“, so Minister Caffier.

Seinen Besuch in Pasewalk nutzte er auch dazu, dem Bürgermeister der Gemeinde Polzow Herrn Lutz Schmidt einen Bewilligungsbescheid über rund 34.000 EUR zu übergeben. Der Dorfteich soll saniert werden und künftig als Feuerlöschteich dafür sorgen, dass im Brandfall schnell und genügend Löschwasser bereit steht. „Während früher fast jedes Dorf seinen Löschwasserteich hatte, findet man sie heute nur noch selten innerhalb der Ortslagen“, sagte Lorenz Caffier. Es gibt dafür vielfältige Gründe wie z.B. die veränderten Anforderungen an die Menge des Löschwassers, die Beschaffenheit der Teiche sowie die alternativen Möglichkeiten, Löschwasser für den ersten Angriff in modernen Fahrzeugen bereits mitzuführen. Aber es darf nicht passieren, dass die Feuerwehr zur Brandbekämpfung ausrückt und es ist nicht ausreichend Löschwasser da.“