Großfeuer im August 2018 auf ehemaligem Truppenübungsplatz Lübtheen:

Finanzielle Unterstützung für Gemeinde Belsch

Nr.64  | 25.03.2019  | IM  | Ministerium für Inneres und Europa

Am 09.08.2018 brach auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lübtheen auf ca. 2 ha Kiefernwald ein Feuer aus, das sich aufgrund der großen Trockenheit bis zum Abend auf ca. 15 Hektar ausbreitete. 25 Freiwillige Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Ludwigslust-Parchim waren in Spitzenzeiten mit insgesamt bis zu 200 Feuerwehrleuten im Einsatz. Die außergewöhnlichen Umstände des Wald- und Flächenbrandes auf munitionsbelastetem Gebiet hatten den Helferinnen und Helfern alles abverlangt. Auch viele Arbeitgeber mussten einige Zeit auf Arbeitskräfte verzichten, die im Einsatz waren. 

Neben dem Verdienstausfall, den Firmen bei der Gemeinde Belsch geltend gemacht haben, waren auch Rechnungen von Firmen zu begleichen, die bei der Brandbekämpfung unterstützt hatten. Unmittelbar nach dem Großbrand gab es die Zusage des Innenministeriums, sich anteilig an den entstandenen, unvorhersehbaren und unabweisbaren Kosten zu beteiligen. 

Heute übergab Innenminister Lorenz Caffier an den Bürgermeister der Gemeinde Belsch Herrn Dieter Friedrichs einen Bewilligungsbescheid über 169.200,00 EUR Sonderbedarfszuweisung. „Gern erinnere ich mich noch an das Fest der Landesregierung im Zusammenwirken mit Ostseewelle HIT-RADIO MV im Oktober 2018 auf dem Rostocker IGA-Park-Gelände. Das war eine gute Gelegenheit, Danke zu sagen für die im Jahr 2018 geleisteten zahlreichen Waldbrandeinsätze der Feuerwehren im Land. Gekommen sind cirka 2300 Feuerwehrleute und Familienangehörige“, sagte Minister Caffier. „Das Thema Feuerwehr steht mit ganz oben auf unserer Prioritätenliste. Wir haben schon viel zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren in unserem Land getan, auch finanziell, in den kommenden Jahren werden weitere Investitionen erforderlich sein. Die Regierungspartner haben sich deshalb im Februar 2019 auf ein 50 Millionen-Programm „Zukunftsfähige Feuerwehr“ verständigt. Ziel ist es, den Fuhrpark der Feuerwehren landesweit abgestimmt, mit Schwerpunkt auf die überörtlich tätigen Feuerwehren zu modernisieren, um dauerhaft einen flächendeckenden Brandschutz sicherzustellen. Ein Konzept dafür wird in den nächsten Wochen erarbeitet.“

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim, der auch durch den Wald- und Flächenbrand in der Gemarkung Groß Laasch betroffen war, hatte vom Innenminister bereits Anfang März einen Bewilligungsbescheid über 165.000 EUR als anteilige Kostenbeteiligung erhalten.