Preisverleihung im ersten E-Government-Wettbewerb Projekt "Klarschiff HRO" gewinnt den E-Lüchtthoorn 2013"

Nr.197  | 22.10.2013  | IM  | Ministerium für Inneres und Sport

In feierlichem Rahmen wurden heute zum ersten Mal
der Preis "E-Lüchthoorn" im Rahmen eines E-Government-Wettbewerbs
verliehen. Gesucht wurden die besten E-Government-Lösungen in
Mecklenburg-Vorpommern, die den Kontakt zwischen Bürgern bzw.
Unternehmen mit kommunalen oder staatlichen Verwaltungen
vereinfachen, Vorgängen beschleunigen oder eine durchgehende
Online-Abwicklung ohne Medienbrüche auch zwischen den Verwaltungen
ermöglichen.

"Das Internet ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Egal
ob geschäftlich oder privat - Informationsbeschaffung und
-bereitstellung erfolgt heute zu einem großen Teil online. Mit dieser
Entwicklung muss selbstverständlich auch die öffentliche Verwaltung
Schritt halten", sagt Innenminister Lorenz Caffier, der auch für IT
und Verwaltungsmodernisierung in unserem Land verantwortlich ist.
"Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Verbesserung des e-Governments
sowohl auf Landes- als auch auf kommunaler Ebene auf die Fahnen
geschrieben. Unser vorrangiges Ziel ist es, die Dienstleistungen der
Verwaltung für Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft, aber auch für
andere Behörden in sehr guter Qualität leichter und zu jeder Zeit an
jedem Ort zugänglich zu machen. Alle Projekte, die an dem Wettbewerb
teilgenommen haben, tragen erheblich dazu bei. Die Entwicklung von
E-Government-Strategien muss aber weitergehen, um die Bürgernähe der
Kommunalverwaltung auch in Zukunft zu erhalten und weiter
auszubauen."

Die neun eingereichten Beiträge wurden vom 26.04.2013 bis zum
21.06.2013 im Internet unter www.service.m-v.de zur Abstimmung
gestellt. Stimmberechtigt waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Landesverwaltung und der kommunalen Gebietskörperschaften sowie
der sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechtes in
Mecklenburg-Vorpommern. Aus den eingereichten Beiträgen ermittelte
die Jury drei Sieger unter Berücksichtigung des Online-Votums und
Beachtung des diesjährigen Kriteriums "Nutzen für Bürger, Unternehmen
und Verwaltung".

Das Projekt "Klarschiff.HRO" überzeugte hier im Onlinevoting und
die Jury gleichermaßen und wurde zum Sieger des ersten
E-Government-Wettbewerbs ernannt. Klarschiff.HRO ist ein
Online-Portal, das den Rostockern, Gästen der Stadt, eine einfache
und schnelle Möglichkeit bietet, Anregungen zur Stadtentwicklung und
öffentlichen Ordnung auf einer interaktiven Karte der Verwaltung
bekannt zu geben. Dank Klarschiff.HRO müssen sich Bürgerinnen und
Bürger nicht mehr fragen, an welche Verwaltungsstelle sie Anregungen
oder Ideen konkret melden sollen. Dies übernimmt das System durch die
automatische Weiterleitung der Meldungen an die jeweils Zuständigen
innerhalb der Verwaltung. Somit sparen Bürgerinnen und Bürger
wertvolle Zeit, da ein Suchen nach Zuständigkeiten und deren
Kontaktdaten entfällt.

Als zweiter Sieger ging das Projekt "Online-Gewerbedienst für das
Land M-V" vom "Zweckverband elektronische Verwaltung in
Mecklenburg-Vorpommern" aus dem Wettbewerb hervor. Mit dem
Online-Gewerbedienst wird den Gewerbetreibenden die Möglichkeit
gegeben, ihrer Anzeigepflicht bequem und außerhalb jeglicher
Sprechzeiten der Verwaltung nachzukommen. Die über einen
Antragsassistenten erfassten Daten werden automatisiert in die
Fachverfahren im Gewerbeamt übernommen. Darüber hinaus ermöglicht der
Online-Gewerbedienst die elektronische Gewerbeauskunft, womit der
zeitaufwendige und kostenintensive Prozess in der Verwaltung
entfallen damit.

Den dritten Platz erhielt ebenfalls der Zweckverband elektronische
Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern für das Projekt
"Verwaltungsdienstleistungen für Bürger und Unternehmen im Fokus des
"Demografischen Wandels". Ziel dieses Projektes ist es, den Zugang
für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zu öffentlichen
Leistungen im ländlichen Raum zu erleichtern und zu verbessern und
die Zusammenarbeit zwischen Kommunen auf IT-Basis zu erproben.
Angeboten werden sollen dabei nicht nur Leistungen der Gemeinden und
Ämter, sondern auch ausgewählte Leistungen des Landkreises, dessen
Einbindung in die Zugangsgestaltung für Bürgerdienste ebenfalls im
Rahmen des Projektes erprobt wird. Denkbar sind hier zum Beispiel
mobile Bürgerbüros. Dadurch können Anfahrtszeiten zu den kommunalen
Dienstleistern für die Bürgerinnen und Bürger erheblich verkürzt
werden.

Die drei Preisträger haben heute ihre E-Government-Projekte vor
den Mitgliedern des Gemeinsamen Lenkungsausschusses zur
E-Government-Initiative Land/Kommunale Landesverbände und den anderen
Teilnehmern am Wettbewerb präsentiert.