Aktionsjahr

Ministerin Hoffmeister war „Ein Tag mit ...“ Gerichtsvollziehern unterwegs

2018-04-19 Ein Tag mit GV 5.jpgDetails anzeigen
2018-04-19 Ein Tag mit GV 5.jpg

Justizministerin Hoffmeister (rechts) mit Gerichtsvollzieherin Arndt im Gespräch mit einer Schuldnerin. @Foto:JM

Justizministerin Hoffmeister (rechts) mit Gerichtsvollzieherin Arndt im Gespräch mit einer Schuldnerin. @Foto:JM

Es ist einer der ersten wirklichen Frühlingstage des Jahres. Die Sonne hat schon um halb zehn die Temperatur auf 17 Grad aufgeheizt. Neben einer schönen großen Forsythie in Schwerin-Lankow stehen Justizministerin Katy Hoffmeister und ihre heutige „Auftraggeberin“. Im Rahmen ihres Aktionsjahres „Ein Tag mit…“ begleitet sie Gerichtsvollzieherin Karina Arndt. Karina Arndt begrüßt den Mann vom Schlüsseldienst und den Vertreter der Wohnungsgesellschaft. Man kennt sich gut. Immerhin werden im Schnitt pro Woche im gesamten Land 25 Wohnungsräumungen durchgeführt. Der erste Fall am Morgen ist klar: Mietschulden von einem Jahr. „Das Fenster steht seit langem auf. Nachbarn haben sich bereits beschwert, denn wir hatten vor nicht allzu langer Zeit noch Minusgrade“, sagt der Vertreter der Wohnungsgesellschaft. Gerichtsvollzieherin Arndt klopft und klingelt an der Tür. Niemand öffnet. Dann der Schlüsseltest. Passt. Hinter der Wohnungstür kommt ein leicht beißender Geruch entgegen. Kontrastprogramm zum Frühlingswetter: Pizzareste und ein halbes Fahrrad auf dem Boden, Leergut und ein voller Aschenbecher. Die Gerichtsvollzieherin dokumentiert alles genau: „Der Fernseher ist weg.“ Der Schlüsseldienst hat derweil das Schloss ausgewechselt. Beim Umsehen stellt er fest: „Es ist hier wie fast überall in solchen Wohnungen. Das Kupfergeld liegt auf dem Boden.“ Und richtig. Viele Cent-Münzen liegen zwischen dreckiger Kleidung. „Hier ist noch eine Spielkonsole“, sagt die Ministerin. Schnell ist alles erfasst. Auch der überquellende Briefkasten ist gesichert. Der erste Schuldner des Tages ist aus dem Besitz gesetzt worden.

Einen Kilometer weiter weg zeigt sich der Gerichtsvollzieherin und ihrer Begleitung, der Justizministerin ein ähnliches Bild. „Der Mieter hat noch nie Miete für diese Wohnung bezahlt“, sagt der Vertreter des Vermieters. Wieder liegt Kupfergeld herum. „Vielleicht bekomme ich ja mal raus, warum solche Leute ihr Kleingeld einfach liegen lassen“, seufzt der Schlüsseldienst. Die Ministerin entdeckt eine Urkunde und einen Wohnungsschlüssel. „Das brauchen wir. Persönliche Dokumente gehen mit“, so Gerichtsvollzieherin Arndt. Sie schaut sich weiter um und findet eine Kontonummer: „Das ist auch ein guter Hinweis. Wenn Leute nicht an Ihr Geld kommen, weil ich ihnen das Konto gesperrt habe, werden sie oft aktiv.“ Der Fernseher ist weg, was für einen Auszug spreche. Ansonsten sei aus der Wohnung nichts zu holen.

„Wie oft treffen Sie denn die Schuldner zu Hause an?“, fragte Ministerin Hoffmeister. Gerichtsvollzieherin Arndt rechnet vor: „Fast bei jeder zweiten Wohnungsräumung.“ Heute ist niemand angetroffen worden. Ministerin Hoffmeister spürt aber, wie gefährlich der Beruf sein kann. „Ich bin voller Respekt vor der Aufgabe. Es ist richtig, dass die Landesregierung beschlossen hat, zum Beispiel in die Sicherheit unserer Gerichtsvollzieher mehr zu investieren“, so Ministerin Hoffmeister. Nach den Räumungen geht der Tag weiter mit einer Zählersperrung und Gesprächen mit Schuldnern. „Die 85 Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher in Mecklenburg-Vorpommern haben eine Tätigkeit, die in höchstem Maße Verantwortungsbewusstsein, aber auch sehr viel Feingefühl abverlangt. Der Beruf ist mehr als nur das Anbringen des als Kuckuck berühmten Pfandsiegels. Die Tätigkeit umfasst ein sehr breites Spektrum vom Erstellen von Ratenplänen für Schuldner über die Pfändung von Vermögensgegenständen (Foto) bis hin zur letzten Konsequenz der Wohnungsräumung“, so Justizministerin Hoffmeister.

Betreuungsrecht

Fotolia_30233868_Subscription_Monthly_XXL.jpg (Interner Link: weitere Informationen)

Ausführliche Informationen zur Vorsorgevollmacht

weitere Informationen

SED-Opferrente

2013-07-09 BStU HRO 01.jpg (Interner Link: SED Opferrente)

Erhalte ich die Zuwendung?

SED Opferrente

Justizvollzug

portal-Bützow-04.jpg (Externer Link: Portal Straffälligenarbeit)

Justizvollzugsanstalten /
Bildungsstätte / LaStar

Portal Straffälligenarbeit

JUSTIZPORTAL

JUSTIZPORTAL.jpg (Externer Link: www.mv-justiz.de)

Die Gerichte und Staatsanwaltschaften in M-V

www.mv-justiz.de