Aktionsjahr

Justizministerin war „Ein Tag mit ...“ Justizvollzugsbediensteten unterwegs

In Ihrem Aktionsjahr „Ein Tag mit...“ war es Justizministerin Katy Hoffmeister wichtig, auch den Allgemeinen Vollzugsdienst zu begleiten. „Die Bediensteten in unseren Justizvollzugsanstalten leisten eine großartige Arbeit. Ich war sehr gespannt, wie so eine Schicht aussieht“, sagte die Ministerin. Bei strömendem Regen stand sie Punkt halb sechs Uhr morgens vor der JVA Waldeck. Der Bedienstete der Nachtschicht in der Pforte begrüßte sie freundlich, bat um ihren Ausweis und gab ihr alles, was ein neuer Kollege im Vollzug braucht: Schlüssel und Alarmhandy. „Es gibt drei Arten von Alarmen“, wies der Bedienstete die Ministerin ein. Er wünschte ihr viele gute Eindrücke und machte seinen wohlverdienten Feierabend. Die Ministerin wurde auf Station A gebracht. Hier war sie nun für die nächsten acht Stunden interessierte Kollegin der jungen Beamten. „Schön, dass wir Ihnen unsere Arbeit heute zeigen dürfen“, wurde sie begrüßt. Die Übergabe aus der Nacht war gelaufen. Jetzt wurde der Aufschluss vorbereitet. Über den langen Flur der Station hallten die Schließgeräusche der Schlüssel in den schweren Haftraumtüren. „Guten Morgen“, sagten die Beamten bei jedem Blick in die Türen. Lebendkontrolle heißt das im Vollzug. Erstaunt, aber wortlos entdeckten einige Gefangene das neue Gesicht der weckenden Mannschaft. „Schon wieder hier“, bemerkte einer der Gefangenen als er einen Beamten aus der Spätschicht wiedersah. Die Atmosphäre war noch immer getragen von morgendlicher Müdigkeit.

Doch so ruhig, wie es an dem Morgen schien, sei es gar nicht mehr, wussten die Beamten zu berichten. „Früher hatten wir die Langstrafgefangenen. Mit dem neuen Organisationskonzept sind es Gefangene mit kürzeren Strafen. Die sind unruhiger als Gefangene, die wissen, dass sie lange Zeit diese Flure nicht verlassen werden.“ Doch von einer größeren allgemeinen Unruhe war an diesem Morgen kaum etwas zu spüren. Alles verlief kontrolliert, in freundlichem Ton. Der Abteilungsleiter kam, grüßte gutgelaunt und fragte nach der Situation. Währenddessen machten sich Gefangene für ihren Gang zu den Arbeitsplätzen bereit. Das Telefon klingelte, drei neue Gefangene wurden angekündigt. „Die Polizei steht am Tor“, informierte ein Beamter. Ein Kollege kam und erkundigte sich nach dem Entlassungskandidaten von heute. Ein Gefangener fragte nach Medikamenten.

Es war halb elf. Der Entlassungskandidat wurde zur Kleiderkammer begleitet. Er holte sich seine Habe und seine Papiere ab. „Sie dürfen unser Haus jetzt verlassen, viel Glück und Erfolg“, sagte die Mitarbeiterin freundlich. „Glück kann ich gebrauchen“, erwiderte der Entlassene ebenso zurückhaltend, aber erleichtert. Zurück auf der Station sollte das Mittag vorbereitet werden. Das Telefon klingelte. Ein Beamter nahm ab und informierte dann, was er hörte: „In der Küche ist was ausgefallen, das Mittag kommt später. Bei den Langstrafern wäre das damals unruhiger verlaufen, denn die haben ihren Tagesrhythmus, erklärte er daraufhin. Die Gefangenen mit kürzeren Haftstrafen würden so etwas gelassener sehen.

Mittlerweile war die Freistunde für die nicht arbeitenden Gefangenen beendet, sie waren zurück ihren Hafträumen. Jetzt bekam ein Gefangener aus dem Arresttrakt Einzelfreistunde. Beide Beamte gingen mit ihm auf den Hof, sprachen mit ihm, liefen einige Schritte und warteten bis die Stunde vorbei war und der Gefangene seine Runden gedreht hat. Das gehöre zum Haftalltag dazu, sagten die Beamten. Kaum zurück auf der Station kam schon das Mittag. Der Küchenchef hatte improvisiert und alles in Bewegung gesetzt, dass nur mit leichter Verzögerung das Essen ausgeteilt werden konnte. Die Schicht neigte sich dem Ende. Ministerin Hoffmeister: „Ich bin beeindruckt, mit welcher Ruhe und Bestimmtheit sie den Tag organisieren.“ Der gelassene, aber direkte Umgang gibt dem Vollzug Menschlichkeit. Die Kollegen zeigten sich zufrieden mit ihrer Arbeit. Sie schätzen die Sicherheit. „Meine Enkelin will auch Beamtin werden“, erzählte ein Bediensteter, der kurz vor seiner Pensionierung steht. Er sei seit 30 Jahren im Vollzug. Und in Rostock auf der Straße grüßen ihn ehemalige Insassen zuweilen. Zum Abschluss bedankte sich die Ministerin, dass sie in nahezu alle Bereiche der Justizvollzugsanstalt Einblick nehmen durfte. Sie stellte fest: „Sie sind ein tolles Team.“

Aktionsjahr der Ministerin "Ein Tag mit..." Justizvollzugsbediensteten am 11. Juli

Sicherheit und Resozialisierung: In ihrem Aktionsjahr begleitet Justizministerin Hoffmeister Geschäftsbereiche des Ministeriums. Für sie sei es selbstverständlich gewesen, auch eine Schicht des Allgemeinen Vollzugsdienstes zu begleiten. Pünktlich zur Frühschicht stand sie um 5:30 Uhr vor der JVA Waldeck. Ihr Fazit um 13:15 Uhr: "Es hat mir sehr viele Einblicke in das tägliche Leben und die Belange der Bediensteten gegeben. Das direkte Gespräch mit den Bediensteten hilft bei der Einordnung vieler Fragen, die in letzter Zeit bezüglich des Vollzugs gestellt wurden."

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