Aktionsjahr

Justizministerin Hoffmeister war „Ein Tag mit...“ dem Pastor unterwegs

Mit einem freudestrahlenden Lächeln begrüßt Pastor Dr. Ulf Harder die Justizministerin. Auch seine älteste Tochter springt herbei und grüßt lachend. Katy Hoffmeister ist heute die Begleitung ihres Vaters für den Tag. Das ehre ihn sehr, sagt der Pastor. Ministerin Hoffmeister, auch zuständig für Kirchenangelegenheiten, begleitet in ihrem Aktionsjahr unter dem Motto „Ein Tag mit...“ jeden Monat einen Alltag ihres Geschäftsbereichs. Heute ist sie in Züssow, Ranzin und Zarnekow. Das ist der Wirkungskreis des 41-jährigen Pastors. Ein Tag der Vielfalt beginnt. Am Ende wird die Ministerin sagen: „Einen Tag lang einen Pastor zu begleiten, bringt die breite Palette des Alltags der Gesellschaft ans Licht. Eine Pastorin oder ein Pastor ist Prediger, Seelsorger, Organisator und Veranstalter in einer Person.“

Zunächst führt Dr. Harder seine Begleitung ins nahegelegene Altenheim. „Jeden Freitag halte ich hier Andacht.“ Er wird bereits erwartet. Die Gemeinde singt und betet. Danach zieht er sich zum Gespräch mit einem Bewohner zurück. Solche Gespräche führe er regelmäßig, erzählt er der Ministerin. Und er nimmt sich Zeit. Selbst heute, wo der Zeitplan eng gestrickt ist.

Nach dem Gespräch ist dem Pastor sehr wichtig, den Flüchtlingsfriedhof an der Züssower Kirche zu zeigen. Ein Friedhof, der nach dem Zweiten Weltkrieg angelegt wurde, weil im gesamten Ort einfach Leichen verteilt waren. Die Leichen waren Kriegsflüchtlinge, 124 an der Zahl, die fast um ihre letzte Ruhe gebracht worden wären. Doch da seien beherzte Züssower gewesen, die einen Friedhof anlegten und Grabsteine errichteten mit Namen, die sie zuordnen konnten. „Dieser Ort erzählt die Geschichte von Menschen, die Menschen bestattet haben, die keinen mehr hatten, der sie bestattet“, sagt der Pastor mit warmer Stimme. Die Diakonie habe sich dessen angenommen. Bis heute wird der Friedhof gepflegt. Pastor Harder möchte künftig Schulklassen herführen, um Ihnen das Leid an dieser Geschichte verdeutlichen.

Wenige Meter weiter wartet Ulrike Ramm. Sie arbeitet in der Ergotherapie der Diakonie mit Behinderten und Dementen. Stolz berichtet sie der Ministerin, dass sie sich erfolgreich darum beworben habe, am Nordkirchen-Projekt „Ship of Tolerance“ beteiligt zu sein. Segel liefern sie nun. Pastor Harder ist die Freude über das Engagement seiner Gemeinde anzusehen. Ministerin Hoffmeister: „Was Sie hier leisten, ist gar nicht genug zu würdigen.“ Da niemand die Begegnungsstätte ohne Geschenk verlasse, übergibt Ulrike Ramm ein kleines Holzschiff. „Das werde ich in Ehren halten“, sagt die Justizministerin zum Dank.

Nun wird der Gast einen Apfelbaum bekommen. Pastor Harder führt die Ministerin nach Ranzin in den alten Pfarrgarten. Hier haben Franziska Schwahn und Sebastian Weiland schon die Urkunde für die Patenschaft in der Hand. Mit ihrem Verein Kunst und Natur e.V. und mit Hilfe vieler Freiwilliger bewirtschaften sie den Streuobstgarten. Darauf steht auch ein Apfelbaum, eine „Doberaner Renette“. Die Justizministerin freut sich: „Das passt, ich bin Doberanerin.“ Im Herbst wird ein Schild verraten, wer die prominente Patin des Baumes ist. Dr. Ulf Harder erzählt noch über die Geschichte von Pfarrgärten, in denen Obstbäume gern gepflanzt wurden, weil sich die ganzen Familien über Generationen darunter hier treffen konnten. Dann geht es weiter im Programm.

Neben die Streuobstwiese hat die Kirchengemeinde eine Begegnungsstätte gebaut. Hier finden Feste, Diskussionen oder einfach nur Kaffeerunden statt wie heute. Am Tisch sitzt Familie Schulz. Es geht um Kommunalpolitik, Förderprogramme, Digitalisierung und Landwirtschaft. Natürlich ist der Pastor in alle Themen involviert. Zum Schluss lernt die Ministerin noch Jugendpastor Christof Rau kennen. Er hat eine halbe Stelle und leitet das kirchliche Jugendzentrum Zarnekow. Hier herrscht gespannte Ruhe, denn gleich stehen Konfirmationsprüfungen an. So stellt Ministerin Hoffmeister am Ende fest: „Gestartet sind wir in den Tag im Altenheim, beendet haben wir ihn mit der Jugendarbeit. Das zeigt, für den Zusammenhalt in einer Gemeinde ist ein engagierter Pastor überaus wertvoll.“ Sie bedankt sich für den Einblick in den beeindruckenden Alltag eines Pastors und freut sich schon auf ihren nächsten Aktionstag im Juni.

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