100 Gefängnisseelsorger aus ganz Deutschland reden in Salem über Humor hinter Gittern

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) hob in ihrem Grußwort die Bedeutung des kirchlichen Engagements hervor: „Seelsorge ist ein Thema für alle Konfessionen“

Ministerin Hoffmeister mit Landesbischof Ulrich (Mitte), den evangelischen Gefängnisseelsorgern Kühn, Timm und Vogel (links), Malchins Bürgermeister Müller sowie dem Vorsitzenden der Bundeskonferenz der Gefangnisseelsorger Lindner. Foto: JM Details anzeigen
Ministerin Hoffmeister mit Landesbischof Ulrich (Mitte), den evangelischen Gefängnisseelsorgern Kühn, Timm und Vogel (links), Malchins Bürgermeister Müller sowie dem Vorsitzenden der Bundeskonferenz der Gefangnisseelsorger Lindner. Foto: JM
Ministerin Hoffmeister mit Landesbischof Ulrich (Mitte), den evangelischen Gefängnisseelsorgern Kühn, Timm und Vogel (links), Malchins Bürgermeister Müller sowie dem Vorsitzenden der Bundeskonferenz der Gefangnisseelsorger Lindner. Foto: JM
Ministerin Hoffmeister mit Landesbischof Ulrich (Mitte), den evangelischen Gefängnisseelsorgern Kühn, Timm und Vogel (links), Malchins Bürgermeister Müller sowie dem Vorsitzenden der Bundeskonferenz der Gefangnisseelsorger Lindner. Foto: JM
Nr.29/18  | 17.05.2018  | JM  | Justizministerium

„Seelsorge an Gefangenen ist ein uraltes Anliegen der Kirche, welchem sich der Strafvollzug in einem Rechtsstaat nicht nur nicht verschließt, sondern als einen wertvollen Beitrag anerkennt. Im Vollzug soll der Mensch nicht nur bloßes Objekt sein, sondern in seiner Würde, in seinen fundamentalen Belangen, ernst genom­men werden. Der Seelsorger hat aufgrund des Beichtgeheimnisses das Vertrauen der Gefangenen, wie es andere Mitarbeiter auf diese Weise oft nicht erreichen können. Er kann deshalb beim Gefangenen tiefer ansetzen“, so Justizministerin Hoffmeister in ihrem Grußwort in Salem bei Malchin. Hier wird die 69. Jahrestagung der Evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge in Deutschland veranstaltet.

„Mit der Gefängnisseelsorge ist die Kirche da, wo die Menschen sie in besonderer Art und Weise brauchen. In einer Justizvollzugsanstalt ist eine engagierte Seelsorge auch gut für die Atmosphäre, auch bei den Bediensteten. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, ob die Seelsorge nun evangelisch oder katholisch ist. Seelsorge ist auch ein Thema für Menschen ohne Konfession. Sie bietet neben Halt, nämlich auch Haltung an. Sie vermittelt moralische Wertvorstellungen und Orientierung bei ethischen Fragen. Nicht zuletzt kommt mancher über die Gefängnisseelsorge zurück oder erstmalig zum Glauben. Ihre Tagung zeigt, und das ist mir sehr sympathisch, dass Seelsorge im Gefängnis auch sehr viel mit Humor zu tun hat. Der Humor weckt Emotionen. Emotionen braucht jeder auf dem richtigen und straffreien Weg im Leben“, so die Ministerin weiter. Schwerpunkt der Konferenz ist der Umgang mit Humor in der Seelsorge unter dem Titel „…wenn man trotzdem lacht. Humor im Strafvollzug“. Mit den 100 Gefängnisseelsorgern aus Deutschland tagen auch zehn Seelsorger aus weiteren europäischen Ländern noch bis morgen in Salem.

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