Ministerin Hoffmeister zum 13. August 1961: „Vergessen ist Kapitulation vor der Geschichte“

Zum 57. Jahrestag der Errichtung des innerdeutschen Todesstreifens sagt Justizministerin Katy Hoffmeister: „An Mauerbau und Schießbefehl muss erinnert werden“

Nr.63/18  | 13.08.2018  | JM  | Justizministerium

„Gerade in diesem Jahr, in dem die Berliner Mauer so lange verschwunden ist wie sie stand, ist die Erinnerung besonders wichtig. Der Mauerbau und der damit verbundene Schießbefehl an der Grenze waren die Verdeutlichung von Diktatur und Willkür. Die Botschaft war klar: Keiner sollte dem SED-System entkommen können. Nicht mehr daran zu erinnern und die Folgen des Mauerbaus nicht mehr zu erklären, käme einer Gleichgültigkeit gegenüber unseren Eltern und Großeltern gleich. Das Vergessen wäre somit die Kapitulation vor der Geschichte. Das darf nicht passieren. Aus der Vergangenheit müssen wir lernen. Das können wir aber nur, wenn wir die Geschichte weiterhin erzählen. Dazu gehört die Errichtung des innerdeutschen Todesstreifens, der Westberlin umschloss und die Ostdeutschen von ihren Verwandten in Westdeutschland 28 Jahre lang trennte“, sagt Justizministerin Hoffmeister vor dem 57. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer.

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