Justizministerin Hoffmeister begleitet einen Tag die Landesbeauftragte für die Stasiunterlagen

Im Rahmen ihres Aktionsjahrs war Justizministerin Katy Hoffmeister „Ein Tag mit…“ Anne Drescher unterwegs: „Viele Facetten des SED-Unrechts erst heute bekannt“

Justizministerin Katy Hoffmeister, die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Anne Drescher und ihr Stellvertreter Burkhard Bley Details anzeigen
Justizministerin Katy Hoffmeister, die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Anne Drescher und ihr Stellvertreter Burkhard Bley
Justizministerin Katy Hoffmeister, die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Anne Drescher und ihr Stellvertreter Burkhard Bley
Justizministerin Katy Hoffmeister, die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Anne Drescher und ihr Stellvertreter Burkhard Bley
Nr.75/18  | 24.09.2018  | JM  | Justizministerium

„Es sind bereits heute viele Facetten des erlittenen Leids in der ehemaligen DDR beleuchtet worden. Doch selbst fast 30 Jahre nach dem Mauerfall werden Puzzle-Teile gefunden, die auf einmal Fragen beantworten, auf die es bis dato keine Antwort zu geben schien. Heute begleitete ich die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Anne Drescher. In ihrer Behörde suchen Betroffene Antworten. Sie werden auch beraten, wie sie die Erkenntnis aus der Vergangenheit werten können. Es sind Menschen mit gebrochenen Biografien, auseinander gerissenen Familien oder belegt mit Berufsverboten. Bei der Landesbeauftragten werden sie mit ihrer Wut, ihrer Trauer und auch ihrem Erstaunen nicht allein gelassen“, so Ministerin Hoffmeister. Sie begleitet in ihrem Aktionsjahr „Ein Tag mit…“ ihren Geschäftsbereich, zu dem die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen gehört.

„Die Aufarbeitung muss weitergehen. Da sich das SED-Regime in nahezu alles eingemischt hatte, wundert es nicht, dass auch das Aushängeschild der DDR, der Sport, im Visier war. Das Staatsdoping wurde 1974 per Staatsplan politisch legitimiert. Schon in den 90er Jahren berichteten ehemalige Sportler, dass sie als Minderjährige gedopt worden sein könnten. Einige kommen erst jetzt auf den Gedanken, dass Probleme mit ihrer Gesundheit oder der Gesundheit ihrer Kinder Gründe haben könnten, die auf mögliches Doping zurückzuführen sind. Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern bekannte sich 2016 auch zur Aufarbeitung von Doping und Zwangsdoping in den drei DDR-Nordbezirken. Die Landesbeauftragte wurde als Anlaufstelle für Betroffene benannt. Engagierte Fachleute erforschen das Thema. So kann versucht werden, weitere Schicksale, Fragen, Folgen, Zusammenhänge auch nach so langer Zeit zu beleuchten“, so Justizministerin Hoffmeister am Abend zur Premiere der NDR-Dokumentation „Der Kraftakt“ über Doping in der DDR.

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