Gymnasiasten erkunden in Neubrandenburg ehemalige Stasi-Untersuchungshaftanstalt

Für Justizministerin Katy Hoffmeister gilt der 9. November als Schicksalstag auf deutschem Boden: „Ein Tag, der an drei Herrschaftssysteme erinnert“

Andrea Hanke (2.v.l.) und Anne Drescher (r.) zeigen die Stehzellen Details anzeigen
Andrea Hanke (2.v.l.) und Anne Drescher (r.) zeigen die Stehzellen
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Nr.87/18  | 09.11.2018  | JM  | Justizministerium

„Dieser 9. November ist ein Schicksalstag, der an insgesamt drei Herrschaftssysteme auf deutschem Boden erinnert. An keinem Tag liegen Freude und Leid so dicht beieinander. Vor 100 Jahren haben die Deutschen die Monarchie beendet und die erste deutsche Republik ausgerufen. Vor 80 Jahren zeigte das Nazi-Regime in der Reichspogromnacht sein Schreckensgesicht mit der Zerstörung von Synagogen, Beträumen, Geschäften und Friedhöfen. Damit ging die Diskriminierung der Juden in die systematische Verfolgung und Ermordung über. Der 9. November 1989 bedeutete hingegen ein Befreiungsschlag der Menschen, die sich von der SED-Diktatur eingesperrt fühlten. Alle drei Daten sind ein Ausdruck dafür, welche Folgen Unterdrückung in einem Land haben können“, sagte Justizministerin Hoffmeister.

„Um Geschichte bewerten zu können, ist es wichtig, das Zeitgeschehen erlebbar zu machen. Darum haben wir Gymnasiasten in die Justizvollzugsanstalt Neubrandenburg eingeladen. Das Gelände wurde 1987 als Stasi-Untersuchungshaftanstalt in Betrieb genommen. Noch heute erhalten, aber ungenutzt, sind sogenannte Stehzellen, in denen Menschen auf engstem Raum mit ständiger Beleuchtung oder im Dunkeln, auf blankem Boden oder nur mit einem Stuhl versehen stundenlang ausharren mussten. Die Willkür-Methoden einer Diktatur werden an dem Beispiel sehr deutlich. Ich freue mich, dass sich Anstaltsleiterin Andrea Hanke und Landesbeauftragte Anne Drescher bereiterklärten, vier 12. Klassen des Lessing-Gymnasiums und zwei 10. Klassen des Einstein-Gymnasiums aus Neubrandenburg den Unterschied zwischen Stasi-U-Haft und U-Haft in einem Rechtsstaat zu erklären“, so Ministerin Hoffmeister. Die JVA Neubrandenburg ist leergezogen und wird Ende 2018 im Zuge der Neustrukturierung der Vollzugslandschaft in M-V geschlossen.

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