SED-Opfer brauchen bundesweit Gehör und Hilfe

Justizministerin Katy Hoffmeister hat im Gespräch mit der neuen Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur eine gesamtdeutsche Aufarbeitung angemahnt

Justizministerin Hoffmeister (links) in Berlin bei der Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur, Evilyn Zupke. (Foto: JM) Details anzeigen
Justizministerin Hoffmeister (links) in Berlin bei der Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur, Evilyn Zupke. (Foto: JM)
Justizministerin Hoffmeister (links) in Berlin bei der Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur, Evilyn Zupke. (Foto: JM)
Justizministerin Hoffmeister (links) in Berlin bei der Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur, Evilyn Zupke. (Foto: JM)
Nr.74/21  | 29.08.2021  | JM  | Justizministerium

„Wir brauchen eine Erinnerungskultur, die sich nachhaltig mit dem DDR-Unrecht auseinandersetzt, nicht nur an Jahrestagen. Aufarbeitung beschränkt sich auch nicht nur auf die jüngeren Bundesländer. Die SED-Diktatur gehört zur gesamtdeutschen Geschichte. Auch die Generationen, die jetzt erwachsen werden, müssen erfahren, wohin die SED-Macht rund 16 Millionen Deutsche gebracht hat. Ich bin der Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur dankbar, dass sie sich für ein Mahnmal für die Opfer kommunistischer Gewalt einsetzt“, so Justizministerin Hoffmeister nach einem Gespräch mit der Bundesbeauftragten Evelyn Zupke.

„Wir dürfen die Opfer der letzten Diktatur auf deutschem Boden nicht aus den Augen verlieren. Vor allem nicht diejenigen, die erst jetzt den Mut haben, über diese Zeit zu sprechen. Es gab in der DDR mit ihrer politischen Willkür Situationen und Entscheidungen, die nicht zu verallgemeinern, sondern sehr speziell sind. Auch künftig brauchen SED-Opfer Gehör und Hilfe. Wir müssen auch an die denken, die heute in west- und süddeutschen Ländern leben und jetzt erkennen, dass sich die Machtausübung an ihren Eltern in der DDR sogar auf ihren eigenen Lebenslauf auswirkt. Es muss daher weiter geforscht werden, um einstige bislang verdeckte Strukturen aufzudecken. Ein sehr wichtiger Punkt, den es zu erforschen gilt, ist zum Beispiel die Geschichte von möglicherweise zwangsadoptierten Kindern. Ich danke der Bundesbeauftragten, dass sie bundesweit mithelfen wird, Opfern eine Stimme zu geben und späte Genugtuung zu verschaffen“, so die Ministerin.

In den letzten 30 Jahren wurden in M-V über 13.000 Anträge auf Kapitalentschädigung und rund 19.000 Anträge auf Ausgleich beruflicher Benachteiligungen für Opfer politischer Verfolgung gestellt. 3.500 Menschen beziehen aktuell SED-Opferrente. Das Land zahlte im Jahr 2020 ca. 14,5 Mio. Euro SED-Opferrente sowie Kapitalentschädigung aus.

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