Rechtsreferendariat

So viele im Rechtsreferendariat wie seit 20 Jahren nicht

2020-06-05 Treffen Referendare 1.jpgDetails anzeigen
2020-06-05 Treffen Referendare 1.jpg

Justizministerin Hoffmeister lernt am OLG die neuen Referendare kennen. (Foto: JM)

Justizministerin Hoffmeister lernt am OLG die neuen Referendare kennen. (Foto: JM)

64 Frauen und Männer werden zum 1. Juni 2021 zum Rechtsreferendariat eingestellt. Insgesamt sind es in Mecklenburg-Vorpommern 233 Referendarinnen und Referendare, so viele wie seit 20 Jahren nicht, Auch bei der Einstellung von Proberichterinnen und Proberichtern verzeichnet die Justiz Mecklenburg-Vorpommern Erfolge. Allein im ersten Halbjahr 2021 wurden 13 eingestellt. Im Jahr 2020 waren es 28 Proberichterinnen und Proberichter, so viele wie von 2011 bis 2015 insgesamt.

Die Anzahl der Einstellungen für das Referendariat zum 1. Juni 2021 wird sich im Vergleich zum Vorjahr erneut steigern. 64 Referendarinnen und Referendare treten ihren Vorbereitungsdienst in Mecklenburg-Vorpommern an. Das ist ein neuer Rekordwert. Somit absolvieren ab Juni insgesamt 233 Referendarinnen und Referendare ihren zweijährigen Vorbereitungsdienst im Land. "Das ist eine Zahl, die es seit 20 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern nicht gab. Die Zeiten, in denen wir nur 15 Referendarinnen und Referendare einstellen konnten, sind noch gar nicht so lange her. Seitdem arbeiten wir kontinuierlich und mit Erfolg an der Optimierung des Referendariats. Ein Meilenstein für diesen Erfolg war sicher die Wiedereinführung der Verbeamtung auf Widerruf im Referendariat. Die Nachwuchsoffensive für die Justiz war somit in dieser Legislaturperiode sehr erfolgreich“, bilanziert Ministerin Hoffmeister. Ein Viertel der Bewerbungen für das Referendariat kam aus Mecklenburg-Vorpommern. Von den 63 Referendaren, die ihren Vorbereitungsdienst im Juni in Mecklenburg-Vorpommern beginnen, sind 39 Frauen. Ein Viertel von ihnen kommen aus M-V, alle anderen aus anderen Bundesländern. Justizministerin Hoffmeister: „Das Image unseres Landes hat sich dank unserer Kampagnen positiv gewandelt. Unser bundesweit beachteter Imagefilm zeigt, dass sich Familie, Natur und Rechtsreferendariat hier in Mecklenburg-Vorpommern bestens verbinden lassen. Wir ermöglichen weiterhin in kleinen Gruppen eine individuelle Vorbereitung auf die zweite juristische Staatsprüfung. So können sich viele im Rechtsreferendariat auch davon überzeugen, dass das Land für Beruf und Familie eine sehr gute Wahl ist“, erklärte Ministerin Hoffmeister weiter bei einem Besuch von Referendaren im jahr 2020.

"Hier wird sich um einen gekümmert"

Ministerin Hoffmeister fragte nach den Gründen der Entscheidung für Mecklenburg-Vorpommern. Eine Referendarin, die auch in Greifswald studierte hat Hamburg als zu voll empfunden und sich für ihre Vorbereitung auf die zweite juristische Prüfung daher Mecklenburg-Vorpommern ausgesucht habe: „Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass sich hier um einen gekümmert wird, dass man nicht nur die Akte zugeschoben bekommt, sondern viel fragen kann“, sagte sie der Ministerin. Ein Kollege aus Sachsen-Anhalt erzählte, dass er weg wollte aus Sachsen-Anhalt und sich umgehört habe. Er lobte die zügige Bearbeitung seiner Bewerbung durch das OLG, so hätte Hessen das Nachsehen gehabt, weil man sich von dort erst meldete als die Zusage aus Rostock längst vorlag. Eine weitere Referendarin hatte ähnliches erlebt, sie wollte auch aus ihrer Heimat in Nordrhein-Westfalen mal weg und hatte bei einer Anwaltskanzlei in Rostock ein Praktikum absolviert. Das war toll“, sagte sie über ihre Entscheidung für MV. Neben ihr saß ein Referendar aus Baden-Württemberg, der sich beim Wassersport in das Land verliebt hatte. Eine Hamburgerin kam über eine Freundin nach Rostock. „Sie ist schon ein halbes Jahr hier und hat mir vorgeschwärmt, dass es eine sehr gute 1:1 Betreuung gibt.“

„Die Kombination unseres Referendariats aus der Möglichkeit der Verbeamtung, der guten Qualität unserer Ausbildung, der nicht vorhandenen Wartezeit in Verbindung mit der hohen Lebensqualität für junge Familien machen unser Bundesland immer attraktiver. Wir dürfen im Ringen um die besten Köpfe nicht nachlassen und werden unsere bundesweiten Werbungen fortsetzen“, so Ministerin Hoffmeister. Der Imagefilm ist bundesweit verbreitet worden, in dem eine Referendarin von der sehr guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf berichtet. Eine weitere erzählt, dass sie mit ihrem Mann aus Berlin wegen der Natur und der Berufschancen nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen sei. Ein dritter Referendar freut sich über die Ostsee in seiner beruflichen Nähe zum Sporttreiben.

Weitere Informationen über das Rechtsreferendariat in Mecklenburg-Vorpommern erfahren Sie auf dem Karriereportal der Justiz -> hier.

Rekord bei Proberichterinnen und Proberichtern

„Die Nachwuchsoffensive für die Gerichte und Staatsanwaltschaften in Mecklenburg-Vorpommern bleibt in der Erfolgsspur. In diesem Jahr konnten wir bereits 13 junge Proberichterinnen und Proberichter einstellen, fünf von ihnen werden in Staatsanwaltschaften eingesetzt. Wir haben somit dieses Jahr mehr Proberichter eingestellt als in den Jahren 2012 bis 2015 zusammen. Im Juni gibt es weitere Einstellungsgespräche. Im vergangenen Jahr haben in M-V 28 Proberichterinnen und Proberichter angefangen. Derzeit arbeiten insgesamt 85 Proberichterinnen und Proberichter im Land, so viele wie seit Jahren nicht. Daher sind wir auf gutem Weg, die wahrscheinlich 50 Altersabgänge an Gerichten und Staatsanwaltschaften von 2021 bis 2023 auszugleichen“, sagt Justizministerin Hoffmeister.

Schnelligkeit, Individualität, Attraktivität

Insgesamt ist es für das Justizministerium oberstes Ziel des Nachwuchsgewinnungskonzepts, Menschen für eine Tätigkeit in der Justiz zu interessieren, anschließend für eine Ausbildung oder eine Tätigkeit zu gewinnen und sie möglichst langfristig zu binden. Proberichterinnen und Proberichter helfen zum einen heute, die Arbeit an den Gerichten und Staatsanwaltschaften zu erledigen. Zum anderen helfen sie uns morgen, die zahlenmäßig großen Altersabgänge an Richtern und Staatsanwälten ab etwa 2026 abzufedern und abzumildern. „Im ‚Kampf um die besten Köpfe‘ zwischen den Bundesländern, aber auch mit der Anwaltschaft, der Privatwirtschaft und nicht zuletzt mit den Notaren sind drei Dinge bedeutend: Schnelligkeit, Individualität und Attraktivität. Schnelligkeit bedeutet, dass Einstellungsgespräche nicht mehr an wenigen, vorher bestimmten Terminen im Jahr geführt werden, sondern während des gesamten Jahre bei Vorliegen einer gewissen Zahl an Bewerbungen. Individualität bedeutet, die Wünsche und Vorstellungen der Kandidaten zu ermitteln und nach Möglichkeit bereits im Vorstellungsgespräch zu berücksichtigen. Das betrifft sowohl den Dienststandort der Proberichter an einem der vier Landgerichtsbezirke, als auch sein erstes fachliches Einsatzgebiet in der Justiz. Die Attraktivität des Proberichterdienstes soll insbesondere durch eine hohe Planungssicherheit gesteigert werden", sagt Ministerin Hoffmeister weiter. Jeder Proberichter wird in dem Landgerichtsbezirk eingestellt, in dem er später auf Lebenszeit ernannt wird, wenn er das möchte. Jeder Proberichter erhält nach etwa zwei Jahren ein Gespräch im Justizministerium, in welchem die gegenseitigen Vorstellungen abgeglichen und aktualisiert werden. Und jedem Proberichter wird bei entsprechender Leistung die Möglichkeit eingeräumt, bereits nach etwa drei bis dreieinhalb Jahren auf Lebenszeit ernannt zu werden. „All diese Maßnahmen zeigen derzeit bereits Früchte.“

Betreuungsrecht

Familie am Strand (Interner Link: weitere Informationen)

Ausführliche Informationen zur Vorsorgevollmacht

weitere Informationen

SED-Opferrente

Archiv für Unterlagen der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit der Außenstelle Rostock (Interner Link: SED Opferrente)

Erhalte ich die Zuwendung?

SED Opferrente

Justizvollzug

Blick aus einem vergitterten Fenster der JVA Bützow (Externer Link: Portal Straffälligenarbeit)

Justizvollzugsanstalten /
Bildungsstätte / LaStar

Portal Straffälligenarbeit

JUSTIZPORTAL

Oberlandesgericht Rostock (Externer Link: www.mv-justiz.de)

Die Gerichte und Staatsanwaltschaften in M-V

www.mv-justiz.de