Wildtier Stiftung zeigt erstmals alle Wanderausstellungen vereint

Nr.120/19  | 10.04.2017  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Im Naturerbe Zentrum auf Rügen werden vom 10. April bis 23. Juni 2017 erstmals alle fünf Wanderausstellungen der Deutschen Wildtier Stiftung im Rahmen einer Sonderausstellung gemeinsam gezeigt. Diese präsentiert unter dem Motto „Deutschlands wilde Tiere – Wie sie leben, was sie bedroht, warum wir sie schützen müssen“, welche Naturschätze unser Land beherbergt und warum wir uns für den Erhalt stark machen müssen. Informiert wird über Rotmilan, Schreiadler, Rotwild, Windenergie im Wald und die Deutsche Wildtier Stiftung selbst. Umweltminister Dr. Till Backhaus nahm heute an der Ausstellungseröffnung teil.

„Mit seinen drei Nationalparken, drei UNESCO-Biosphärenreservaten und sieben Naturparken steht unser Land für unberührte Natur und schützenswerte Tiere und Pflanzen. Die Ausstellung passt daher ganz hervorragend in unser Bundesland und ich wünsche mir, dass sie viele neugierige Besucher mit der Schutzbedürftigkeit unser Tierwelt vertraut macht“, so der Minister.

„Der Schrei- oder auch Pommernadler, der kleinste Adler Europas, bereitet uns zugleich die größten Sorgen“, fuhr er fort. Der Bestand in Deutschland ist seit Jahrzehnten rückläufig und lag zuletzt bei 123 Brutpaaren. Der überwiegende Teil der verbliebenen Population – zwischen 80 und 100 Brutpaaren – ist in Mecklenburg-Vorpommern zu Hause und wurde in die Rote Liste der Brutvögel M-V in die Kategorie „Vom Aussterben bedroht“ aufgenommen.

Auch der Rotmilan ist ein besonderes Tier für Deutschland. Nirgendwo auf der Welt kommt er häufiger vor. In Deutschland brüten 12.000 bis 18.000 Paare, das sind 50 % der Weltpopulation. In MV wurde der Bestand zwischen 2005 und 2009 auf 1.400 bis 1.900 Brutpaare geschätzt. 2011 bis 2013 waren es nur noch 1.200 Brutpaare. Der Rotmilan wird deshalb in der Roten Liste der Brutvögel MV in der „Vorwarnliste“ geführt.

„Die Gründe sind vielfältig und betreffen ähnlich wie beim Schreiadler den Bruterfolg, die Nahrung und die Veränderungen in der Landwirtschaft hinsichtlich Struktur und Bewirtschaftung“, erklärte Backhaus. Um diese Entwicklung zu stoppen und die Nahrungsflächen für den Rotmilan zu optimieren, wird das Schutzprojekt „Rotmilan – Land zum Leben“ im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt gefördert.

Im Landwirtschaftsministerium sind derzeit 46 Fälle bekannt, die eine gezielte Zerstörung von Greifvogelhorsten nahelegen. Darunter 17 Fälle beim Rotmilan und 5 Fälle beim Schreiadler. „Ich bedaure die Fälle der zerstörten Greifvogelhorste zutiefst und appelliere an den gesunden Menschenverstand eines jeden einzelnen, von solchen Straftaten abzusehen. Wer sich davon einen Vorteil verspricht, der irrt. Das Abholzen eines Horstbaumes verändert nicht den Wert des Ortes. Schließlich kann der Verlust auch durch einen Sturm hervorgerufen und die Brutstätte nach einiger Zeit wieder in Anspruch genommen werden“, erklärte der Minister.

Einen besonderen Dank sprach Minister Backhaus der Deutschen Wildtier Stiftung aus: „Die vielen Ausstellungsthemen machen deutlich, wie vielfältig die Arbeit der Stiftung ist. Sie schafft Wildtier-Paradiese und sichert Flächen aus dem Nationalen Naturerbe für den Natur- und Artenschutz.“ Die Stiftung hat für rund 1.200 ha Wälder, Feuchtgebiete und Wiesen in Mecklenburg-Vorpommern Verantwortung übernommen. Des Weiteren ist die Übernahme von weiteren 2.300 ha NNE-Flächen geplant.

 

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