15. Landesrapsblütenfest – Raps prägt unsere Kulturlandschaft

Nr.154/17  | 05.05.2017  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

„Was hier in 15 Jahren entstanden ist, sucht seinesgleichen. Mit den Veranstaltungen hat man dem Raps eine Heimat gegeben und ehrt eine Frucht, die für unsere Landwirte genauso wichtig wie das Getreide geworden ist und die Kulturlandschaft seit vielen Jahren prägt. Das Programm mit der Krönung der Königin, dem Festumzug, mit Tanznacht, Licht- und Lasershow, DJs und Bands, Sängerinnen und Sängern, mit Gottesdienst, Händlern und Schaustellern ist abwechslungsreich und lockt seit jeher viele Gäste an“, sagt der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus anlässlich des morgen beginnenden Landesrapsblütenfestes Mecklenburg-Vorpommern in Sternberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim).

 

„Der Raps hat eine große Bedeutung für unser Land. Er prägt unsere Kulturlandschaft. Die zwei, drei Wochen der Blüte, sind so prägend, dass viele Menschen gezielt in diesem Zeitraum übers Land fahren, um diese einzigartige Blütenpracht zu bestaunen. Diese findet sich auf vielen Fotos wieder. Das ist Werbung für Mecklenburg-Vorpommern. Unser Bundesland wird nicht umsonst als das Land des Rapses mit den großen gelbblühenden Flächen wahrgenommen“, heißt es in der Rede des Ministers.

 

Raps hat als Kulturpflanze vergleichsweise spät in Mitteleuropa eine größere Bedeutung erlangt.

Ursprünglich stammt er aus dem Mittelmeerraum. Schon den Römern war er bekannt. Aber erst im Mittelalter wurde Raps schließlich auch in Deutschland angebaut und man gewann aus den Samen Öl, das auch als Lampenöl diente. Durch den ursprünglichen Gehalt an Erucasäure konnte es sogar als Maschinenöl eingesetzt werden.

Das heute in Deutschland gewonnene Rapsöl wird als Biokraftstoff genutzt. Es dient aber auch als Speiseöl. In dieser Form hat es einen Marktanteil von 41,3 Prozent (2016) und ist seit 2009 mit Abstand das beliebteste Speiseöl in Deutschland, gefolgt von Sonnenblumen- (27,3 %) und Olivenöl (17,14%).

 

Raps als wichtiger Rohstoff liefert nicht nur Öl für Nahrungsmittel und Biodiesel sowie als Koppelprodukte Lecithin und Glycerin, sondern auch hochwertiges Eiweiß für die Fütterung von Rindern, Schweinen und Geflügel. Die Ackerfrucht verbessert darüber hinaus die Bodenqualität und ist damit unverzichtbar für eine nachhaltige Fruchtfolge. Aktuell wird in Mecklenburg-Vorpommern Winterraps auf 223.800 Hektar angebaut. Das sind 21 Prozent des Ackerlandes. Der Ertrag lag 2016 bei 26,6 Dezitonnen je Hektar.

 

„Auch für die Imkerei haben Rapsfelder eine große Bedeutung. Sie sind unter anderem in Deutschland eine der wichtigsten und ergiebigsten Nektarquellen für Honigbienen. Eine Rapsblüte produziert in 24 Stunden Nektar mit einem Gesamtzuckergehalt von 0,4 bis 2,1 Milligramm. Ein Hektar Raps kann in einer Blühsaison eine Honigernte von bis zu 494 Kilogramm einbringen“, führt der Minister in seiner Rede aus.

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