Backhaus stellt Hochwasserschutzpläne für Nordusedom vor

Nr.272/2017  | 29.08.2017  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Auf einer Informationsveranstaltung zum Hochwasserschutz im Norden der Insel Usedom stellt Umweltminister Dr. Till Backhaus zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute Abend ab 19 Uhr in der Heinrich-Heine-Schule in Karlshagen die aktuellen Planungen zum Bau des Ringdeiches um Peenemünde und des Riegeldeiches vor Karlshagen vor.

Bisher verfügt der Norden der Insel über kein geschlossenes Küstenschutzsystem. Eine überströmungssichere Verbindung zwischen dem Deich auf der Peenestromseite und der Düne auf der Ostseeseite fehlt. Hieraus ergeben sich im Falle einer schweren Sturmflut zwei zentrale Probleme:

  • Erstens, die direkte Gefährdung der Ortschaften Nordusedoms. Zahlreiche Wohnhäuser würden mehr als einen Meter tief im Wasser stehen.
  • Zweitens, eine Überströmung Nordusedoms bis in die Krumminer Wieck und das Achterwasser mit erhöhten Sturmflutwasserständen im Achterwasser und Oderhaff würde einen Ausbau aller dortigen Küstenschutzanlagen erforderlich machen.

„Die Herstellung des Sturmflutschutzes für Nordusedom hat für die Landesregierung daher höchste Priorität“, sagte Minister Backhaus im Vorfeld der Veranstaltung.

Um die genannten Gefährdungen auszuschließen wird der Neubau von zwei Deichen vorgesehen.

Zum einen soll ein Deich um Peenemünde errichtet werden, mit dem Ziel den Ort überflutungssicher zu machen. Im südwestlichen Bereich soll er an einer Hochwasserschutzwand anschließen, deren Bau noch in diesem Jahr beginnt.

Zum anderen ist eine Verbindung zwischen dem bestehenden Peenestromdeich und dem hohen Dünengelände auf der Ostseeseite vor Karlshagen geplant. Dieser wird als Riegeldeich bezeichnet, da er ein Durchströmen zum Achterwasser verhindert und Karlshagen sowie die südlich gelegenen Ortschaften gegen Fluten abriegelt.

„Ich freue mich, dass es diese Lösung jetzt gibt“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann. „Damit ist die Abkehr von einem Kompensationsflächenpool Cämmerer See vollzogen und der Sturmflutschutz kann zügig umgesetzt werden. Vielen Dank an die Bürgerinitiative, die sich für eine gute Lösung eingesetzt hat.“

Die Schutzziele der bestehenden naturschutzrechtlichen Schutzgebiete werden bei der Planung beachtet. Daraus resultieren umfangreiche Untersuchungs- und Prüferfordernisse. Ziel ist, dass 2021 mit dem Bau begonnen werden kann. Bis Ende 2017 sollen die Planungsunterlagen fertiggestellt sein. Für 2018 und 2019 ist das Planfeststellungsverfahren angesetzt. Insgesamt werden die Baukosten auf über neun Millionen Euro geschätzt.

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