Entwicklung des ländlichen Raumes gemeinsam gestalten und bewegen

Nr.347/17  | 25.10.2017  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

„Etwas gemeinsam gestalten und bewegen zu wollen, ist eine wichtige Grundlage zur Entwicklung des ländlichen Raumes“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute beim Stammtisch der Wirtschaftlichen Vereinigung Graal-Müritz. „Die ländlichen Räume stehen vor alten und neuen Herausforderungen. Der demografische Wandel fällt uns dabei allen als erstes ein.“

Seit 1990 wurden 2,8 Mrd. Euro öffentliche Zuschüsse für die Entwicklung der ländlichen Räume gezahlt und damit Gesamtinvestitionen in Mecklenburg-Vorpommern von rund 6,7 Mrd. Euro ausgelöst. Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Von 2007 bis 2016 wurden beispielsweise 177 Kitas im ländlichen Raum mit rund 60 Mio. Euro gefördert. Über LEADER wurden seit 2007 28,5 Mio. Euro Fördergelder für insgesamt 286 Projekte zur Verfügung gestellt. Herausragende Beispiele sind die Multiplen Häuser am Stettiner Haff, das medizinisch-therapeutische Zentrum Roggentin sowie das zentrale Gesundheitshaus in Woldegk.

Im Landkreis Rostock wurden für die ländliche Entwicklung seit 2007 für fast 7.000 Projekte rund 221 Mio. Euro bereitgestellt. Speziell in Graal-Müritz erfolgte zuletzt 2008 im Rahmen der Dorferneuerung eine Förderung in Höhe von 268.560 Euro für die evangelisch-lutherische Kirche.

„Das ist gut angelegtes Geld! Und dennoch gibt es weiterhin viel zu tun! Dass der ländliche Raum zu einer Erfolgsgeschichte wird, setzt voraus, dass die Region selbst eine Idee - eine alle Akteure, Kommunen, Vereine und Unternehmen einbindende Vorstellung von einer tragfähigen Entwicklung hat. Hinter all den vielen Ideen, die umgesetzt werden wollen, stehen engagierte Menschen des ländlichen Raums - Vereine wie die Wirtschaftliche Vereinigung Graal-Müritz e.V.“, führte Minister Backhaus aus.

Die Bedingungen vor Ort müssten stimmen, damit die Menschen gerne im ländlichen Raum leben. Im traditionellen Kur- und Badeort Graal-Müritz leben über 4.000 Einwohner. Die einzigartige Lage an der Ostseeküste, umgeben von der Rostocker Heide, macht den Ort zu etwas Besonderem, vom dem er gerade im Hinblick auf den Tourismus, aber auch auf die Reha-Kliniken profitiert. Der Erhalt des Waldes mit seinen vielfältigen Funktionen – seiner positiven Wirkung auf den Klimaschutz, der Wasserspeicherung und Reinigung des Wassers, der Erhaltung von Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt – steht im Interesse der Öffentlichkeit. In Graal-Müritz spielen besonders die Lärmdämpfung und die Reinhaltung der Luft eine große Rolle, schließlich fördert das die Gesundheit und das menschliche Wohlbefinden.

„Ich begrüße es daher sehr, dass auch Graal-Müritz am Projekt der Entwicklung von Kur- und Heilwäldern in Mecklenburg-Vorpommern teilnimmt. Aber auch die soziale Komponente des Waldes als Erholungs- und Bildungsraum, ist nicht zu vernachlässigen, gerade in einem touristisch attraktiven Ort wie Graal-Müritz“, so der Umweltminister.

Mecklenburg-Vorpommern ist das einzige Bundesland Deutschlands, welches über mehrere kilometerlange Küstenwälder verfügt, die direkt an den Stränden zu finden sind. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal. „Diese Chance gilt es weiterhin zu nutzen“, betonte Dr. Backhaus.

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