EU vertagt Entscheidung zu Glyphosat: Backhaus fordert Einigung

Nr.348/2017  | 26.10.2017  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Der zuständige Ausschuss der EU-Mitgliedstaaten hat seine für heute angesetzte Entscheidung über eine Verlängerung der Zulassung für das Pflanzenschutzmittel Glyphosat vertagt. „Ich bedaure es sehr, dass es immer noch nicht gelungen ist, eine Entscheidung zum Einsatz von Glyphosat über das Ablaufen der Zulassungsfrist hinaus herbeizuführen. Wir brauchen endlich eine Einigung, um den landwirtschaftlichen Betrieben die nötige Planungs- und Rechtssicherheit zu geben“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Im Vorfeld der Sitzung hatte Backhaus gegenüber der Bundesregierung einen „vernünftigen Abwägungsprozess“ zum künftigen Einsatz des umstrittenen Herbizids angemahnt. „Ich kann einer Zulassung von Glyphosat nur zustimmen, wenn negative Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen ausgeschlossen werden können. Die bestehenden Zweifel müssen schnellstmöglich ausgeräumt werden.“

Minister Dr. Backhaus forderte den Bund und die EU auf, die neuen Hinweise und wissenschaftlichen Erkenntnisse ernst zu nehmen und in den Prozess einzubeziehen. „Außerdem brauchen wir Instrumente, wie wir künftig mit solchen Risiken umgehen. Deshalb werde ich das Thema im November auf der Umweltministerkonferenz zur Sprache bringen“, so der Minister.

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