Flyer informiert über Gefahren an den Steilküsten auf Jasmund

Nr.069/2018  | 21.03.2018  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

In einem druckfrischen Flyer informieren das Güstrower Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) und das Nationalparkamt Vorpommersche Boddenküste die Besucher des Nationalparks Jasmund mit dem Königsstuhl jetzt über die Gefahren durch Küstenabbrüche und Hangrutschungen. Besucher des beliebten Reise- und Ausflugsziels auf Rügen erhalten Hinweise für das Erkennen gefährlicher Uferbereiche und wertvolle Verhaltensregeln.

„Besonders an der elf Kilometer langen Außenküste zwischen Sassnitz und Lohme gibt es viele aktive Steilküstenabschnitte mit ständigem Küstenrückgang und -zerfall. Hier gab es in den letzten Jahren leider immer wieder folgenschwere Unfälle, bei denen auch Menschen zu Tode kamen. Deshalb ist es wichtig, ausschließlich auf gekennzeichneten Wegen zu wandern und Warnschilder und Absperrungen zu beachten“, sagt Umweltminister Dr. Till Backhaus mit Blick auf die zu Ostern startende Besuchersaison. „Kliffabbrüche können für Strandspaziergänger den Aufenthalt im Bereich des Steilufers lebensgefährlich machen. Besondere Vorsicht ist bei schmalen Strandabschnitten mit steilen oder überhängenden Kliffs geboten“, warnt der Minister.

Steilküsten sind seit Jahrtausenden natürlichen Veränderungen ausgesetzt. Infolge des ständigen Küstenrückgangs und Küstenzerfalls besteht dauerhaft die Gefahr von Kliffabbrüchen und Hangrutschungen. Bei Sturmfluten mit hohen Wasserständen kann es zur Unterspülung des Hangfußes kommen, wodurch das Kliff instabil wird. Auch Perioden mit starken Niederschlägen und Frost-Tau-Wechseln sowie eine rasche Schneeschmelze bewirken häufig die plötzliche Verlagerung von Gesteinsmassen. Seltener sind durch Austrocknung bedingte Materialrutschungen im Sommer. Beispielsweise war im Mai 2016 nach einer Hangsetzung ein Baum auf den unteren Teils des Abstiegs am Königsstuhl gestürzt und hatte die Treppe massiv beschädigt. Verletzt worden war niemand. Allerdings rutscht dieser Abschnitt wie weitere Bereiche des Steilhanges langsam, aber stetig ab. „Deshalb wird der Abstieg am Königsstuhl nicht wieder repariert oder neu errichtet. Der Schutz der Besucher hat oberste Priorität“, erläutert Minister Backhaus.

Der Flyer, der an den örtlichen Besucher­schwerpunkten ausgelegt werden soll, enthält u. a. folgende Informationen und Verhaltensregeln:

  • Das Betreten der Küstenwanderwege und der Uferbereiche erfolgt immer auf eigene Gefahr.
  • Unterlassen Sie Spaziergänge an den Steilküsten bei Sturm und Hochwasser!
  • Beobachten Sie immer aufmerksam die Steilufer bei Wanderungen oder Spaziergängen unterhalb des Kliffs!
  • Benutzen Sie nur gekennzeichnete Wege!
  • Beachten Sie die Hinweise der Ämter und Gemeinden sowie des Nationalparks und der Touristeninformationen!
  • Melden Sie bitte unverzüglich ungewöhnliche Beobachtungen (z. B. größere Risse am Kliff oder frische Abbruchmassen). Wählen Sie die Notrufnummer 112!

 

Anlagen

Karte aktive Steilküste (DOCX, 0.72 MB)
Karte aktive Steilküste

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