Minister: Kutter- und Küstenfischerei darf nicht auf der Strecke bleiben!

Nr.221/2018  | 28.06.2018  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus kündigte heute vor dem Schweriner Landtag an, sich 2019 wiederum für die Umsetzung von Sofortmaßnahmen zur Unterstützung der Dorsch- und Heringsfischerei einzusetzen. „Ich werde mich auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass die Kutter- und Küstenfischerei nicht auf der Strecke bleibt“, sagte der Minister.

Die Empfehlung des ICES zur kompletten Einstellung der Heringsfischerei im kommenden Jahr sei für ihn „nicht nachvollziehbar“. Der Bestand des westlichen Ostseeherings sei seit 2011 kontinuierlich gewachsen. „Die Fangmenge lag stets nahe am empfohlenen Schwellenwert für eine nachhaltige Bewirtschaftung. Der Bestand erfüllte in der ICES-Empfehlung aus dem Jahre 2015 noch alle Kriterien für eine nachhaltige Bewirtschaftung. Die Fischer haben also ihre Hausaufgaben gemacht“, sagte der Minister.

Eine Verdoppelung der in den Vorjahren nahezu gegen Null gefahrenen Dorschquote indes werde kaum zur Entlastung der angespannten wirtschaftlichen Situation führen, so der Minister.

Für die Heringsfischer sind im Jahr 2018 aus EU-, Bundes- und Landesmitteln Prämien für zusätzliche Stilllegetage zur Schonung des Heringsbestandes in Höhe von 1,95 Millionen Euro vorgesehen. 2017 hatte die Höhe der Stillegeprämien bei 242.000 Euro gelegen. Sollte die EU-Kommission im Oktober 2018 für 2019 ein vollständiges Fangverbot aussprechen, so würde eine Stilllegeprämie für die Fischer entfallen.

„Das ist nicht tragbar“, unterstrich Minister Backhaus. „Auch für die Fischverarbeitung wäre das dramatisch.“ Das Fischverarbeitungszentrum in Sassnitz-Mukran – hier werden jährlich 8.000 bis 10.000 Tonnen Fisch aus Mecklenburg-Vorpommern und insgesamt 40.000 bis 50.000 Tonnen Fisch je Jahr verarbeitet – könnte nicht mehr beliefert werden.

Backhaus appellierte zugleich an die Fischereibetriebe, stärkeres unternehmerisches Handeln zu entwickeln und nach weiteren Standbeinen zur Vermarktung des Fisches zu suchen. Initiativen wie der Bau des Fischbearbeitungszentrums Mukran, die Einrichtung einer elektronischen Auktion bzw. eines Internet-Marktplatzes oder die Entwicklung eines Franchise-Systems seien geeignete Maßnahmen, sagte er.

Seit 1990 war die Zahl der Küstenfischer von mehr als 1.300 Fischern auf heute 362 Betriebe zurückgegangen, das entspricht einem Rückgang von mehr als 72 Prozent. 230 der 362 verbliebenen Betriebe fischen im Haupterwerb; 132 sind Nebenerwerbsfischereibetriebe.

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